Von Christian / N. T. Wright
Im fünften Kapitel des Buches von N.T. Wright How God Became King: The Forgotten Story of the Gospels (Deutsche Übersetzung: Reich Gottes, Kreuz, Kirche. Die vergessene Story der Evangelien) geht es darum, dass die Story Jesu die Story des Gottes Israels ist, der zu seinem Volk zurückkommt, wie er es immer versprochen hatte.


Das Problem ist, dass ein bestimmter Aspekt davon so sehr in der westlichen Kirche in den vergangenen Jahrhunderten überbetont wurde, dass wir die leiseren Töne der Evangelisten nicht mehr hören.
Wir waren so sehr darauf bedacht, uns von den Evangelien sagen zu lassen, dass die Story von Jesus die Story des menschgewordenen Gottes ist, dass wir nicht in der Lage waren, den Evangelisten genauer zuzuhören, die uns erzählen, von welchem Gott sie sprechen und was genau dieser Gott jetzt tut.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5
Schon viel zu lange haben Christen die Story Jesu so erzählt, als wäre sie direkt mit der Story der menschlichen Sünde in 1. Mose 3 verknüpft und die Story Israels wurde übersprungen. Als wäre dieser Teil ein Fehlversuch Gottes und mit Jesus begann Plan B sozusagen. Aber das ist nicht die Aussage der Bibel.
Die biblische Story von Gott
Der Bund Gottes mit Abraham und das Versprechen, durch ihn alle Familien der Erde zu segnen, ist eine direkt Antwort auf die Schlechtigkeit der Menschen, die in 1. Mose 3 bis 11 beschrieben wird und in der Zerstreuung der Menschen von Babel aus mündet.
Berücksichtigt man die Weltsicht der frühen Antike, dann wird in 1. Mose die Schöpfung so beschrieben, als ob sie eine Art Tempel ist, in der Gott unter den Menschen lebt. (Siehe die Serie „Gottes Bild sein“). Während es dafür in den antiken Tempeln ein Bild des Gottes oder Göttin gab, war dies in Eden und im Tempel in Jerusalem nicht der Fall: Die Menschen sollen als Bild Gottes diese Aufgabe erfüllen. Das ist der Kern der Story, was aber durch die Rebellion der Gottes-Bild-tragenden Geschöpfe ruiniert wird.
Dieser Gedanke scheint im weiteren zu verschwinden, um dann aber nur um so deutlicher wieder aufzutauchen:
Aber das Erstaunliche am Buch Exodus (2. Mose), wie sich herausstellt, ist, dass Gott selbst das Volk auf seiner Reise begleitet und dann Anweisungen für das „Tabernakel“ (Stiftshütte), das heilige Zelt oder „Zelt der Begegnung“, gibt, wo er in ihrer Mitte gegenwärtig sein wird und wo er insbesondere Mose selbst treffen wird.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5
Doch schon sehr bald rebellieren auch die Israeliten. Das bringt Gottes Absicht nicht zum scheitern, sondern ein Muster wird erkennbar:
Dieses Muster – Gott beabsichtigt, unter seinem Volk zu leben, ist aber aufgrund ihrer Rebellion dazu nicht in der Lage, kehrt aber in Gnade zurück, um dies endlich zu tun – ist in gewisser Weise die Story des gesamten Alten Testaments.
Vergrößere diese Exodus-Story, projiziere sie auf die Leinwand von Hunderten von Jahren Geschichte, und du hast die größere Story. Salomo baut den Tempel, nachfolgende Generationen verderben ihn entweder oder versuchen, ihn zu reformieren, aber schließlich, angesichts einer überwältigenden Rebellion und Götzenanbetung, gibt Gott den Tempel endgültig auf und überlässt ihn seinem Schicksal, als die Babylonier näher rücken. (Man beachte die Ironie: Babylon, „Babel“, ist der Ort des menschlichen Stolzes und des Götzendienstes, im Gegensatz zu dem Gott Abraham ursprünglich berufen hatte.) Die gesamte Zeit, die wir als die Zeit des Zweiten Tempels bezeichnen, etwa ab 538 v. Chr., ist von diesem Gefühl der göttlichen Abwesenheit geprägt; Gott ist fort, und er ist nicht zurückgekehrt.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5
Aber dabei wird es nicht bleiben, wie zum Beispiel der Prophet Maleachi dann sagt:
„Siehe, ich sende meinen Boten“, sagt Jahwe, der allmächtige Gott. „Er wird mir den Weg bahnen.“ Und plötzlich wird der Herr, auf den ihr wartet, zu seinem Tempel kommen. Ja, der Bote des Bundes, den ihr herbeisehnt, wird kommen.
Maleachi 3:1 NEÜ
Und das ist die Story, welche die Evangelien uns sagen wollen: Wie kam Jahwe schließlich zurück zu seinem Volk.
Auf der Suche nach dem Richtigen
Und das findet man in allen Evangelien, wenn man nach dem Richtigen sucht. Geht man zum Beispiel aufgrund der Tradition davon aus, dass man in Johannes eines hohe Christologie findet und in den synoptischen Evangelien nur eine niedere, dann wird es schwierig zu erkennen sein.
In Markus wird jedoch genau Maleachi 3:1 zitiert und mit Jesaja 40:3-11 verknüpft. Bei genauerer Betrachtung findet man daher schon bei Markus auf den ersten Seiten eine Christologie, allerdings eine jüdische Christologie.
In Markus tut und sagt Jesus Dinge, die verkünden, dass der Gott Israels nun König wird – Israels Traum wird wahr. Aber Jesus spricht davon, dass Gott König wird, um die Dinge zu erklären, die er selbst tut. Er weist nicht von sich weg auf Gott hin. Er weist auf Gott hin, um seine eigenen Handlungen zu erklären.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5
Nehmen wir zum Beispiel wie Jesus in Markus 4:35-41 handelt und vergleichen es mit Aussagen aus dem Alten Testament:
Da stand er auf, schrie den Wind an und sprach zum See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es trat eine grosse Windstille ein.
der das Brausen der Meere stillt / und den Aufruhr der Völker.
Jahwe, Gott, Allmächtiger, wer ist stark wie du? / Mächtig bist du, Jahwe, und die Treue in Person. Du beherrschst das Ungestüm des Meeres, / wenn seine Wogen toben, glättest du sie.
Sie schrien zu Jahwe in ihrer Not, / der rettete sie aus ihrer Bedrängnis und brachte den Sturm zur Stille, / und die Wellen beruhigten sich. Sie freuten sich, dass es still geworden war / und er sie in den ersehnten Hafen führte.
Markus 4:39 Züricher; Psalm 65:8;89:9,10;107:28-30 NEÜ
Die aufmerksamen Leser von Markus könnten sich bei solchen Passagen schon fragen: Ist es möglich, dass Gott auf diese Weise zurück kommt?
Schließlich finden wir am Ende einen weiteren interessanten Hinweis:
[In der neunten Stunde] schrie Jesus laut: „Eloi, Eloi, lema sabachthani?“ Das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ …
Als der Hauptmann, der vor dem Kreuz stand, Jesus so sterben sah, sagte er: „Dieser Mann war wirklich Gottes Sohn.“
Markus 15:34, 39 NEÜ
Bei der Bezeichnung „Gottes Sohn“ werden wir natürlich an Gottes Stimme bei Jesu Taufe in Markus 1:11 erinnert. Aber sollte ein römischer Centurio sich darauf bezogen haben? Würden ihm nicht vielmehr als Sohn Gottes Tiberius Cäsar, der Sohn des ‚göttlichen‘ Augustus einfallen? Immerhin stand das sogar auf den Münzen – wie die, welche sie Jesus einige Tage zuvor gezeigt hatten (12:15-17).
Für Markus und andere Christen konnte ‚Gottes Sohn‘ vier Bedeutungen haben:
- Im Alten Testament ist Israel selbst Gottes Sohn (2. Mose 4:22; Jeremia 31:9)
- Der Messias, Gottes gesalbter König, ist Gottes Sohn (2. Samuel 7:12-14; Psalm 2:7;89:26-27); das scheint die Hauptbedeutung in der Tauf-Geschichte zu sein.
- „Sohn Gottes“ wurde seit Augustus der regelmäßige und vorrangige Titel der römischen Imperatoren.
- Aber viertens, und das stand hinter all dem und ging darüber hinaus, war da das Gefühl, das wir in den frühesten christlichen Dokumenten finden, dass all dies auf eine seltsame neue Realität hindeutete: dass in Jesus der Gott Israels gegenwärtig geworden war, menschlich geworden war, gekommen war, um inmitten seines Volkes zu leben, um sein Königreich zu errichten, um das ganze Grauen ihrer Notlage auf sich zu nehmen und um seine lang erwartete neue Welt zu verwirklichen. Der Ausdruck „Sohn Gottes“ war griffbereit, um diese gewaltige, bewegende, beängstigende Möglichkeit auszudrücken, ohne dabei andere Bedeutungen außer Acht zu lassen. Wir können dies bereits in den Schriften des Paulus erkennen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Markus davon ausging, dass seine ersten Leser dieselbe Kombination von Themen im Sinn hatten.
Als Nebengedanken möchte ich noch etwas erwähnen, auf das N.T. Wright in seinem Buch nicht eingeht. Es gibt alle möglichen Erklärungen, warum Jesus in Markus 15:34 sagt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Verschiedene Gelehrte haben zu Recht darauf hingewiesen, dass Jesus hier anscheinend Psalm 22 zitiert, der genau so beginnt. Was wollte Jesus bzw. Markus seinen Lesern in Erinnerung rufen? Die den Psalm 22 gut kannten? Schauen wir mal uns das Ende an:
Mein Gott, mein Gott! / Warum hast du mich verlassen?
Psalm 22:1;29-32 NEÜ
…
Denn Jahwe gehört das Königtum. / Er ist der Herrscher über jede Nation.
Nur vor ihm beugen sich alle Großen der Erde; / und alle, die in den Todesstaub sinken, knien vor ihm, alle, deren Leben zu Ende geht.
Die Nachkommen werden ihm dienen / und einem neuen Geschlecht erzählen vom Herrn.
Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit schildern / dem Volk, das noch geboren wird; ja, er hat es vollbracht.
Na wenn das nicht zu unserem Thema passt …
Matthäus und Lukas: Jesus sehen, Gott denken
Nachdem wir gesehen haben, wie Markus die Sache angeht, ist es leichter, das Gleiche bei Matthäus und Lukas zu entdecken. Nach der Genealogie geht es bei Matthäus gleich mit diesem Thema los:
Sie wird einen Sohn zur Welt bringen, den du Jesus, Retter, nennen sollst, denn er wird sein Volk von Sünden retten.
Das alles ist geschehen, damit in Erfüllung geht, was der Herr durch den Propheten angekündigt hat: Seht, das unberührte Mädchen wird schwanger sein und einen Sohn zur Welt bringen, den man Immanuël nennen wird.‘ “ Immanuël bedeutet: Gott ist mit uns.
Matthäus 1:21-23 NEÜ
Der Name Jesus wird hier gemäß dem hebräischen bzw. aramäischen Namen als „Jahwe rettet“ interpretiert. Und Matthäus verknüpft dies mit dem Gedanken – so merkwürdig er auch erscheinen mag – dass Israels Gott persönlich unter seinem Volk anwesend ist, um sie zu retten.
Das spiegelt sich auch am Ende des Matthäus Evangeliums:
Jesus kam auf sie zu und sprach sie an: „Alle Macht im Himmel und auf Erden“, sagte er, „ist mir gegeben! Deshalb müsst ihr hingehen und alle Völker zu Jüngern machen. Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch befohlen habe. Und seht: Ich bin bei euch, jeden einzelnen Tag, bis ans Ende des Zeitalters.“
Matthäus 28:18-20 N.T. Wright
Aus „Gott ist mit uns“ ist ‚Jesus ist mit uns‘ geworden. Wenn wir wie die ersten Jünger Jesus denken, welche alle gläubige Juden waren, und darauf warteten, dass ihr Gott wieder unter ihnen wäre, dann würden wir manche Begebenheit aus einer anderen Perspektive sehen. Wie zum Beispiel diese, nachdem Petrus fast untergegangen wäre: „Und alle, die im Boot waren, warfen sich vor ihm nieder. „Du bist wirklich Gottes Sohn!“, sagten sie.“ (Matthäus 14:33 NEÜ)
Und so machen auch viele Gleichnisse Jesu viel mehr Sinn, wenn er in Lukas 19:11-27 von einem vornehmen Mann spricht, der fort ging, um Königswürde zu erlangen. In Lukas 19:44 spricht Jesus davon , „weil du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.“ (Einheitsübersetzung 2016). Das klingt schon ziemlich merkwürdig. Die NEÜ übersetzt hingegen so: „weil du die Gelegenheit, in der Gott dich besuchte, verpasst hast.“ Der Gott Israels Jahwe hat sein Volk ‚besucht‘, indem Jesus da war. Ist das ein tendenziöse Übersetzung?
Eigentlich heißt es im Griechischen einfach ton kairon tes episkopes sou, „der Tag deiner Besichtigung“. Aber das Wort „Besichtigung“ hat hier nur eine mögliche Bedeutung. Es ist die Zeit, in der Gott zurückkommt, um endlich zu sehen, wie sein Volk seinen jahrhundertealten Auftrag erfüllt hat. Das ist für Lukas die Bedeutung des Gleichnisses. Jesus erzählt eine Geschichte über Israels Gott, der zu seinem Volk zurückkehrt, um zu erklären, was vor sich ging, als er selbst in Jerusalem ankam.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5
Und so lenkte gemäß Lukas Jesus die Aufmerksamkeit immer wieder auf diesen Punkt:
„Geh nach Hause und erzähle, wie viel Gott an dir getan hat!“ Der Mann gehorchte und verbreitete in der ganzen Stadt, was Jesus an ihm getan hatte.
Lukas 8:39 NEÜ
Die Herrlichkeit enthüllt: Die Tempel-Christologie des Johannes
In Eden, beim Zelt der Zusammenkunft oder Stiftshütte und beim Jerusalemer Tempel ging es immer um einen Ort, durch den Gott bei den Menschen wohnt. Daher war die Zerstörung des Tempels 587 v.Chr. das größte Disaster für sein Volk. Und Jahwe war trotz dem Wiederaufbau des zweiten Tempels noch nicht zurückgekehrt.
Und deutlicher als die anderen betont Johannes von Anfang an, dass sich diese Verheißung in Jesus erfüllt hat. Das Wort wurde Fleisch und kai eskenosen en hemin, „errichtete unter uns sein skene“, sein „Zelt“ (das ist das Wort, von dem wir „Szene“ ableiten; eine Theaterkulisse ist eine Art „Zelt“, in dem die Handlung stattfindet). Das griechische Wort „skene“ ist (zufällig?) ein Anklang an das hebräische Wort „shakan“, das „wohnen“ oder „bleiben“ bedeutet; wenn wir später bei Johannes von Menschen lesen, die bei Jesus „bleiben“, oder davon, dass er bei ihnen „bleibt“, sollten wir dieses Echo mit Sicherheit erkennen. Insbesondere in den nachbiblischen jüdischen Schriften wurde die Vorstellung von der Gegenwart Gottes im Tempel mit dem Namen Schekinah bezeichnet, die „wohnende, bleibende göttliche Gegenwart“, die persönliche Gegenwart der Herrlichkeit Gottes. Wenn Johannes also fortfährt und sagt: „Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit wie die des einzigen Sohnes des Vaters, voller Gnade und Wahrheit“ (1,14), dann sollten wir das laut und deutlich verstehen.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5
Was das Verhältnis von Jesus zu Jahwe betrifft, sollten wir allerdings keine voreiligen Schlüsse ziehen:
All das bedeutet, dass wir in der Lage sein sollten, Johannes mit mehr Sensibilität für das Wesen seiner „hohen Christologie“ zu lesen. Offensichtlich ist er der Meinung, dass Jesus vollkommen göttlich war und ist (ebenso wie vollkommen menschlich, aber das muss er nicht auf die gleiche Weise betonen). Das bedeutet aber nicht, dass er einfach sagt: „Jesus ist Gott“, wie es manche rationalistische Apologeten tun. Die „hohe Christologie“ des Johannes bleibt sehr, sehr jüdisch, sehr stark in den Schriften Israels verwurzelt. Das von ihm gewählte Vehikel für seine unvergleichliche Eröffnungsaussage, der Logos, stützt sich weniger auf platonische oder stoische Ideen als vielmehr auf das lebendige Wort des Alten Testaments, wie z. B. in Jesaja 55, wo das Wort wie Regen oder Schnee hinausgeht und Gottes Werk vollbringt (55,10-11). Dieses Werk, Gottes große Rettungstat, die in der Vollendung des „Knechtes des Herrn“ in Kapitel 53 und der Erneuerung des Bundes in 54 wurzelt, bewirkt in 55 die neue Schöpfung. Die Dornen und Disteln aus 1. Mose 3 und Jesaja 5 werden durch wunderbare Bäume und Sträucher ersetzt (55:12-13). Es ist (mit anderen Worten) der Schöpfergott, und es ist Israels Gott, der in und als Jesus von Nazareth Mensch geworden ist.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5
Zusammenfassend beschreibt N.T. Wright seine Vorschlag wie folgt:
Die Evangelien bieten uns nicht so sehr eine andere Art von Mensch, sondern eine andere Art von Gott: einen Gott, der die Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen hat und sich ganz natürlich in und als dieses Ebenbild ausdrückt; einen Gott, der Israel geschaffen hat, um den Schmerz und das Grauen der Welt zu teilen und zu ertragen, und sich ganz natürlich in und als dieses schmerztragende, dem Grauen zugewandte Geschöpf ausdrückt. Das ist vielleicht das Schwierigste, was wir uns vor Augen halten müssen, obwohl die Evangelien uns auf jeder Seite dazu auffordern.
N.T. Wright How God Became King, Kapitel 5


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