Der Kanon des Neuen Testaments – Teil 17: Die Verfasser des Neuen Testaments

Von Christian


Fragt man einen gläubigen Christen nach dem Autor des Neuen Testaments, wird man vermutlich als Antwort ‚Gott‘ erhalten. Die allermeisten werden jedoch genauso zustimmen, dass es letztendlich Menschen waren, welche die Texte geschrieben haben. Diesen Aspekt der Inspiration hatten wir schon in Teil 9 dieser Serie betrachtet. Was wissen wir aber darüber, wer die Verfasser des Neuen Testaments waren, also wer die einzelnen Schriften darin aufgeschrieben hat? [Im Folgenden meine ich mit Verfasser also immer die Person, die physisch geschrieben hat, um dieses Thema vom Thema Inspiration zu trennen.]

Wie wir im vorherigen Teil 16 gesehen haben, hat die Antwort auf diese Frage einen zum Teil erheblichen Einfluß auf die zeitliche Einordnung der Niederschrift. Schon deswegen wäre es gut, die Fakten in Bezug auf die Verfasser gut zu kennen.

Es gibt aber noch einen weiteren wichtigen Grund: Aufgrund des Namens eines Evangeliums oder Briefes im Neuen Testament oder aus dessen Inhalt wird oft auf eine Person geschlossen, die den Text geschrieben hat. Dabei handelt es sich durchweg um Apostel oder andere ihnen sehr nahestende Personen. Und daraus schließen viele auf die Authentizität und Autorität dieser Schriften.

Doch taten das die Christen der patristischen Zeit und Kirchenväter genauso? Was wussten sie über die Verfasser des Neuen Testaments und wie bewerteten sie dies? Sicher war ihnen Sprüche 14:15 eine Warnung:

Der Unverständige glaubt jedem Wort, aber der Kluge gibt auf seine Schritte acht.

Sprücher 14:15 Schlachter 2000

Und schon im 1. Johannes Brief musste gewarnt werden:

Liebe Freunde, glaubt nicht jedem, der behauptet, seine Botschaft sei ihm von Gottes Geist eingegeben, sondern prüft, ob das, was er sagt, wirklich von Gott kommt. Denn in dieser Welt verbreiten jetzt zahlreiche Lügenpropheten ihre falschen Lehren.

1. Johannes 4:1 Neue Genfer Übersetzung

Was wissen wir heute über die Verfasser der Schriften des Neuen Testaments? Was meinst du: Bei welchen Teilen des Neuen Testaments bestand und besteht bis heute der größte Konsens, wer der Verfasser war?

Briefe des Paulus

Vielleicht wunderst du dich darüber, aber tatsächlich sind es einige der Briefe des Neuen Testaments, welche mit hoher Gewissheit und Übereinkunft dem Apostel Paulus zugerechnet werden.

Das sogenannte Corpus Paulinum – oder einfacher die Paulusbriefe – umfasst 13 Episteln des Neuen Testaments. Davon gelten mindestens 7 davon als authentisch (siehe z.B. Wikipedia Paulusbriefe):

  • 1. Thessalonicher
  • 1. Korinther
  • 2. Korinther
  • Galater
  • Römer
  • Philipper
  • Philemon

Was ist mit den anderen 6? Es sind vor allem sprachliche und inhaltliche Unterschiede, die Gelehrte dazu veranlasst haben, als deren Verfasser eher Schüler des Paulus als ihn selbst anzunehmen. Gehen wir einmal näher darauf ein.

Epheser

Warum wird die Verfasserschaft des Paulus hier angezweifelt, wo der Brief doch so beginnt?

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, an die Heiligen in Ephesus, die an Christus Jesus glauben.

Epheser 1:1 Züricher

Wenn man das so liest, scheint alles doch ziemlich klar zu sein. Auch, dass der Brief an die Gläubigen in Ephesus gerichtet wurde – daher nennt man ihn ja auch Epheser-Brief. Nun, was sagen die Manuskripte aus?

Bei der Adresse des Epheserbriefes wird unterschieden zwischen der Überschrift (Inscriptio), die der Text erst bei Anlage der neutestamentlichen Briefsammlung erhielt, und der Adressatenangabe (Adscriptio) am Briefeingang (Präskript):
Die Inscriptio Πρὸς Ἐφεσίους Pròs Ephesíous „An die Epheser“ kommt in allen Handschriften vor.

Die Adscriptio ἐν Ἐφέσῳ en Ephésō „in Ephesus“ (Eph 1,1 LUT) wird von den meisten Handschriften geboten, von den ältesten und besten Zeugen (unter anderen: P46, Vaticanus, Sinaiticus) aber nicht. Mehrere antike christliche Autoren lasen in ihrem Exemplar des Epheserbriefs die Worte ἐν Ἐφέσῳ im Präskript nicht. Statt des Mehrheitstextes („den Heiligen, die in Ephesus sind, und [den] Gläubigen in Christus Jesus“) lasen sie: „den Heiligen, die auch Gläubige in Christus Jesus sind“, vielleicht auch nur: „den Heiligen und Gläubigen in Christus Jesus“.[5]

Vielhauer schloss daraus: „Der Text 1,1 ohne Ortsangabe ist der bestbezeugte, erreichbar älteste und sicher auch der ursprüngliche; denn es gibt keinen vernünftigen Grund, warum eine Ortsangabe … gestrichen worden sein sollte, wogegen es verständlich ist, daß man dem als Mangel empfundenen Fehlen einer Ortsangabe abhalf.“[6]

Da das Präskript ohne Ortsangabe nicht sinnvoll und der von Vaticanus und Sinaiticus gebotene Text grammatisch unmöglich sei, vermutete z. B. Ulrich Luz, dass der Brief ein Rundschreiben war und an dieser Stelle eine Lücke hatte, in die der Name der jeweiligen Empfängergemeinde eingetragen werden konnte. Für ein Rundschreiben spricht, dass man aus dem Brief nichts über die Situation der Empfänger erfährt, bzw. der Verfasser sie nicht genauer zu kennen scheint.[7] Dagegen spricht, dass kein neutestamentliches Manuskript bekannt ist, in dem an dieser Stelle ein anderer Ortsname als Ephesus steht. Peter Stuhlmacher meint, Paulus habe einem Mitarbeiter, möglicherweise Tychikus (Eph 6,21) ein Rundschreiben zur Verlesung in den neugegründeten christlichen Gemeinden Kleinasiens mitgegeben; das Exemplar im „Gemeindearchiv von Ephesus“ sei erhalten geblieben, nach dem Tod des Apostels überarbeitet und als eine Art Programmschrift der Paulusschule ausgestaltet worden – dem uns vorliegenden Epheserbrief. [8]

Gegen das Gewicht von P46, Vaticanus und Sinaiticus vertreten Rainer Schwindt, Harold Hoehner und Clinton E. Arnold in neueren Arbeiten die These, dass ἐν Ἐφέσῳ „in Ephesus“ zum ursprünglichen Text des Präskripts gehörte; letzterer verbindet dies mit der Rundschreiben-These: der Brief habe in den paulinischen Gemeinden in der Gegend von Ephesus zirkuliert.[9] Auch Andreas Lindemann, der den Epheserbrief einem Paulusschüler zuschreibt, plädiert für die Ursprünglichkeit der Ortsangabe Ephesus; da die enge Beziehung des Paulus gerade zu dieser Gemeinde bekannt gewesen sei, habe der Verfasser sein Werk mit der fiktiven Adresse „Ephesus“ versehen.[10]

Wikipedia: Brief des Paulus an die Epheser

Wer hätte das gedacht. Schon der ‚harmlose‘ Bezug auf Ephesus findet sich in den ältesten und besten Textzeugen nicht. Und das sorgt für eine Menge Ungewissheit, was die Adressaten des Briefs betrifft.

Aber was ist mit dem Verfasser?

Luz stellte einen weitgehenden[12] und konfessionsübergreifenden Konsens der historisch-kritischen Exegese fest, wonach der Epheserbrief nicht von Paulus verfasst worden sei, sondern von einem Schüler des Apostels. Die Minderheitsmeinung, der Epheserbrief sei ein Altersbrief des Paulus, wurde von Heinrich Schlier vertreten, konnte sich aber in der deutschsprachigen neutestamentlichen Wissenschaft gegen die Argumente, die gegen paulinische Verfasserschaft sprechen, nicht durchsetzen:[13]

  • Stil: Der Verfasser liebt lange Sätze und Wortreichtum (Plerophorie), wobei die syntaktische Struktur oft unklar bleibt. An die Stelle von Argumentation tritt Assoziation. Das ist nach Ansicht der meisten Exegeten kein Altersstil des Paulus, hat aber Ähnlichkeit mit dem Kolosserbrief. „Wäre der Kolosserbrief von Paulus selbst geschrieben, so müßte die Frage auch beim Epheserbrief neu aufgerollt werden.“[14]
  • Theologie: Wenn man die Rechtfertigungslehre, wie sie im Römerbrief dargelegt wird, für das Zentrum paulinischer Theologie hält, erscheint der Epheserbrief als unpaulinisch. Luz warnt hierbei jedoch vor einem Zirkelschluss.[15]
  • Abhängigkeit des Epheser- vom Kolosserbrief. Für Hans Conzelmann und Andreas Lindemann können beide Texte unmöglich unabhängig voneinander entstanden sein. Dem Kolosserbrief müsse aber die Priorität zukommen, denn er beziehe sich konkret auf eine einzelne Gemeinde, deren Situation aus dem Schreiben erkennbar werde; der Epheserbrief stelle quasi die ins Grundsätzliche erhobene Überarbeitung und Weiterentwicklung des Kolosserbriefs dar.[16] Hans Hübner bezeichnet den Verfasser des Epheserbriefs wegen seiner Abhängigkeit vom „Deuteropaulus“ des Kolosserbriefs als „Tritopaulus“.[17]

Luz zufolge waren literarische Werke, die Schüler im Geiste und unter dem Namen ihrer Lehrer verfassten, in der Antike durchaus akzeptiert, im Gegensatz zu Fälschungen, in denen mit literarischen Mitteln versucht wurde, Echtheit vorzutäuschen. Er verweist darauf, dass der Verfasser des Epheserbriefs nichts dafür tue, um sich als Paulus auszugeben. So handle es sich um eine typische Schülerarbeit.[18] Bart D. Ehrman lehnt eine solche Differenzierung von Schülerarbeit und Pseudepigraphie ab: „Der Verfasser versucht mehrfach, glaubhaft zu machen, er wäre Paulus. Er war aber nicht Paulus. Er war ein Anhänger von Paulus, vertrat nicht-paulinische Auffassungen, schrieb später.“[19]

Wikipedia: Brief des Paulus an die Epheser

Da mehrere Gelehrte auf die Abhängigkeit des Epheser-Briefes vom Kolosser-Brief hinweisen, wollen wir uns auch den anschauen.

Kolosser

Auch bei diesem Brief könnte man meinen, dass hier doch Paulus klar als Verfasser zu finden ist:

Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und Timotheus, unser Bruder, an die Heiligen in Kolossä, …

Kolosser 1:1,2 Züricher

Diesen Gruss habe ich, Paulus, eigenhändig geschrieben. Denkt an meine Fesseln! Die Gnade sei mit euch.

Kolosser 4:18 Züricher

Alles klar, oder? Na ja. Schon Vers 1 spricht zumindest von zwei Verfassern – Paulus und Timotheus. Und im weiteren Text wird Epaphras deutlich hervorgehoben, der die Situation in Kolossä kannte – im Gegensatz zu Paulus:

Ein anderer Sekretär als Timotheus wäre nach Meinung einiger Forscher aber wahrscheinlicher für Stilbesonderheiten des Briefes verantwortlich zu machen: Wahrscheinlicher sei, dass Paulus und Timotheus dem Sekretär Epaphras (Lähnemann, Reicke, Berger) dort das Wort überlassen, wo er als ortskundiger Theologe besser auf Probleme und Fragen in Kolossai und den Nachbargemeinden antworten konnte. Paulus jedenfalls kannte weder die Adressaten noch deren Situation (Kol 2,1), sein Informant Epaphras aber schon (Kol 1,5–8; 4,12–13). So kann Paulus durch den Briefschreiber Epaphras versucht haben, „den Kolossern wie ein Kolosser“ zu werden, um sie zu überzeugen (vgl. sein Prinzip 1 Kor 9,20–22).

Wikipedia: Brief des Paulus an die Kolosser

Der hier zitierte Vers Kolosser 2:1 sagt dies:

Ich will nämlich, dass ihr wisst, welch schweren Kampf ich führen muss für euch und die in Laodizea und alle, die mich nicht mit eigenen Augen gesehen haben,

Kolosser 2:1 Züricher

Wer das Ergebnis der Analyse des Textes des Kolosser Briefes besser verstehen möchte, dem empfehle ich als Ausgangspunkt den oben genannten Artikel der Wikipedia.

Eine interessante Zusammenfassung enthält die englische Wikipedia zum Brief an die Kolosser:

Der Theologe Stephen D. Morrison weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass „die Bibelwissenschaftler über die Urheberschaft von Epheser und Kolosser geteilter Meinung sind“[18]. Er führt als Beispiel die Überlegungen des Theologen Karl Barth zu dieser Frage an. Obwohl Barth die Berechtigung vieler Fragen zur paulinischen Autorschaft anerkannte, war er geneigt, sie zu verteidigen. Dennoch kam er zu dem Schluss, dass es für ihn keine große Rolle spielt, ob die eine oder die andere Seite stimmt. Es sei wichtiger, sich auf „Quid scriptum est“ (Was geschrieben ist) zu konzentrieren als auf „Quis scripseris“ (Wer hat es geschrieben). „Es genügt zu wissen, dass jedenfalls jemand den Epheserbrief geschrieben hat (warum nicht Paulus?), und zwar 30 bis 60 Jahre nach Christi Tod (kaum später, da er von Ignatius, Polykarp und Justin bezeugt wird), jemand, der Paulus gut verstand und die Ideen des Apostels mit auffallender Treue sowie Originalität weiterentwickelte.“[18]

Wikipedia: Epistle to the Colossians (übersetzt ins Deutsche)

Ich denke, mit diesen beiden Briefen haben wir schon ganz gut die Problematik verstanden. Der Hinweis im Text auf einen Verfasser wiegt nicht sehr schwer, wenn dieser nicht von anderen bezeugt ist. Und damit sind wir bei der nächsten Problematik und dem Hebräer-Brief.

Zuvor möchte ich aber nochmals auf den Gedanken der verbalen Inspiration eingehen: Wenn Gott durch Inspiration jedes Wort vorgegeben hat, warum verwendet er dann einen anderen Wortschatz und Schreibstil im zweiten Teil des Briefes? War das dann der Stil von Paulus, von Timotheus oder doch von Epaphras? Und warum ändert Gott den Stil mitten im Brief?

Der Hebräer-Brief

Aber zurück zum Hebräer-Brief. Was ist mit dem Hebräer-Brief? Der ist doch auch von Paulus, oder? Im Gegensatz zum Kolosser oder Epheser Brief findet sich der Name Paulus nicht im Brief. Was wissen wir dann?

Obwohl über keine der literaturgeschichtlichen Fragen nach dem Verfasser, dem Empfängerkreis, der Datierung oder selbst der literarischen Gattung der mit Πρὸς Έβραίους betitelten Schrift auch nur annähernd ein wissenschaftlicher Konsens besteht, lassen sich doch historische Wahrscheinlichkeiten abwägen und Gründe für die verschiedenen Hypothesen anführen.

Wikipedia: Brief an die Hebräer

Was kann dann überhaupt über den Verfasser gesagt werden?

Weil die ältesten Handschriften (Papyrus 46Codex Vaticanus und Codex Sinaiticus) den Hebräerbrief unter die Paulusbriefe einordneten,[1] rechnete die frühe ostkirchliche Tradition die Schrift dem Paulus zu.[2]

Origenes ging wegen des für Paulus unüblichen Stiles (so etwa ein Wortschatz von 1000 verschiedenen Wörtern bei 3000 Wörtern Umfang gegenüber dem eher beschränkten des Paulus) davon aus, dass der Inhalt des Briefes zwar paulinisch, der Verfasser aber unklar sei.[3] Während des Mittelalters und in der katholischen Kirche noch bis 1914[4] wurde angenommen, der Hebräerbrief sei die griechische Übersetzung eines im Original hebräischen Paulusbriefes. Wegen der anders gearteten Theologie und der verschiedenen geschichtlichen Situation (beispielsweise besteht Paulus in Gal 1,12 auf seiner eigenen direkten Offenbarungserfahrung, während der Autor ad Hebraios sich selbst in Hebr 2,3 als Hörer der Jünger Jesu bezeichnet) wird das heute weitgehend abgelehnt.

Als mögliche Verfasser wurden alternativ vorgeschlagen: Apollos,[5] Priszilla,[6] Lukas oder Clemens von Rom,[7] Barnabas,[8] Petrus, Philippus, Judas, Aristion, Timotheus. Weil aber weder von den Genannten (wenn von ihnen überhaupt Werke erhalten sind) noch sonst ein dem Hebräerbrief vergleichbares Schriftstück erhalten ist, er also völlig singulär in Form wie Inhalt dasteht und im Brief selbst über den Verfasser nichts ausgesagt wird, kann keine dieser Hypothesen verifiziert werden.

Aufgrund des ausgezeichneten griechischen Stils, des umfangreichen Wortschatzes und der eingehenden Kenntnis des Alten Testaments in der Form der Septuaginta ist als Verfasser ein griechisch gebildeter Judenchrist anzunehmen, der dem hellenistischen Flügel angehörte.

Es handelt sich bei dem Brief nicht um Pseudepigraphie, da kein vorgeblicher Verfasser angeführt wird, auch wenn die Nennung des Timotheus (Hebr 13,23) möglicherweise den Umkreis des Paulus als Absender nahelegen könnte.

Wikipedia: Brief an die Hebräer

In Teil 8 über die Entstehung des Kanons haben wir schon gesehen, dass der Hebräer Brief erst spät sich am Rande des Kanons fand. So schreibt Metzger:

Zum Beispiel irrte ein großer Teil der Kriche, als sie den anonymen Hebräerbrief dem Apostel Paulus zuschrieb.

Bruce M. Metzger „Der Kanon des Neuen Testaments“, S. 268

Andere Briefe

Von den anderen Briefen wollen wir stellvertretend nur den 1. Petrus Brief genauer anschauen, da er von keinem Geringerem als dem Apostel Petrus, einer Säule der Versammlung stammen soll.

Was sagen die Kirchenväter?

Die Verfasserschaft von Petrus wird in der altkirchlichen Tradition bestätigt, und zwar im 2. Jahrhundert von Polykarp, PapiasClemens von Alexandria und Irenäus, im 3. Jahrhundert von TertullianOrigenes und Cyprian. Bei allen diesen Autoren wird der erste Petrusbrief zu den allgemein anerkannten Schriften gezählt und seine Aufnahme in den Kanon nie in Frage gestellt.[1]

Wikipedia: 1. Brief des Petrus

Das war allerdings schon viele Jahrzehnte oder sogar weit über einhundert Jahre nachdem Petrus tot war. Das Problem ist auch hier: Glauben wir einem Text, nur weil ein Verfasser genannt ist? Oder Prüfen wir den Inhalt, wie wir im Neuen Testament immer wieder aufgefordert werden? Betrachten wir einmal Argumente gegen und für Petrus als Verfasser:

Die historisch-kritische Forschung bezweifelt überwiegend, dass Petrus der Verfasser war, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Pseudepigraphie war in der Antike weit verbreitet und weitgehend akzeptiert.[2] Für die Pastoralbriefe ist eine pseudepigraphische Verfasserschaft nahezu unbestritten.
  • Der Stil des 1 Petr ist Koine-Griechisch; und zwar nicht nur mündliche, sondern literarische Koine, was Griechisch als Muttersprache des Autors vermuten lässt. Die Muttersprache des Fischers Petrus aus Galiläa (der in Apg 4,13 EU als ungebildet bezeichnet wird) war aber höchstwahrscheinlich Aramäisch. Auch wenn Petrus mit der damaligen „Weltsprache“ Griechisch vertraut war, ist doch bei ihm kaum eine solche schriftliche Beherrschung des Griechischen anzunehmen.[3]
  • Der Autor des 1 Petr zitiert das Alte Testament zumeist nach der griechischen Übersetzung. Nur 1 Petr 4,8 EU greift offenbar direkt auf den hebräischen Text von Spr10,12 EU zurück.[4]
  • Der Brief klingt zu wenig persönlich; auf die Jesusüberlieferung wird lediglich in traditioneller urchristlicher Sprache hingewiesen (1 Petr 2,22–25 EU). Bei petrinischer Verfasserschaft wäre zu erwarten, dass der Brief exklusive Kenntnisse eines Augenzeugen vermitteln würde.[5]
  • Es bestehen inhaltliche Verbindungen zwischen dem 1 Petr und den Paulusbriefen.[6]
  • 1 Petr 1,1 EU setzt voraus, dass das Christentum in Kleinasien bereits in verschiedenen Gegenden Fuß gefasst hat.[7]

Gegenargumente sind:

  • zur Pseudepigraphie: Diese ist je nach Textgattung mehr oder weniger wahrscheinlich. Bei einer Weisheitsschrift, die unter dem Namen Salomos geschrieben wurde, ist sie anders zu beurteilen als bei einem Brief, der auf die aktuelle Situation einer oder mehrerer Gemeinden Bezug nimmt.[8]
  • zum Koine-Griechisch: Petrus stammte aus Bethsaida, einer zweisprachigen griechisch-jüdischen Stadt (das wird noch dadurch unterstrichen, dass sein Bruder Andreas einen griechischen Namen hatte), und er wirkte vermutlich jahrzehntelang in der Griechisch sprechenden Diaspora.[9] Silvanus/Silas, den er als Mitverfasser erwähnt, ist römischer Bürger und sicher griechischsprechend.[10]
  • zur Theologie, die der paulinischen nahesteht: Zwischen Petrus und Paulus gab es gegenseitige Wertschätzung und wohl keine wesentlichen theologischen Differenzen. Ihre in Gal 2,11–21 EU erwähnte Auseinandersetzung betraf nicht Gegensätze in der Theologie, sondern deren praktische Umsetzung – Paulus warf Petrus vor, dass er nicht nach seiner Theologie handelte.[11] Die Alte Kirche wusste nichts von einem scharfen theologischen Gegensatz zwischen beiden;[12] erst im 19. Jahrhundert brachte die Theologie diesen Gedanken auf.
  • der Brief enthalte Traditionsgut (Paränese, Bekenntnisse, Lieder). Im Text des Briefes gibt es dafür jedoch keine klaren Anhaltspunkte. Zudem findet sich solches Traditionsgut auch in den als echt angesehenen Paulusbriefen.
  • die im Brief angesprochenen Christenverfolgungen: Man muss dabei nicht an die Zeit Trajans (um 100 n. Chr.) denken, denn der Brief spricht nicht von einer staatlichen systematischen Christenverfolgung. Punktuelle Christenverfolgungen durch die heidnische Umgebung gab es bereits in den ersten Jahrzehnten nach 30 n. Chr. in mehreren Gegenden des Reiches (zum Beispiel Paulus auf seinen Missionsreisen oder die Neronische Christenverfolgung 64 oder 65 n. Chr.).[13]
Wikipedia: 1. Brief des Petrus

Mit anderen Worten: Es ist schwierig wenn nicht sogar fast unmöglich, hier eine sichere Aussage zu machen. Was den Inhalt betrifft, gibt es Argumente dafür und dagegen. Verlässt man sich auf die Aussagen der Kirchenväter, dann verlässt man sich damit auf die Personen, welche die Entwicklung der Großkirche und verschiedenster Dogmen gefördert haben. Aber es waren natürlich auch Personen, die unter persönlichen, zum Teil sehr großen Opfern bereit waren, die empfangene Lehre zu verbreiten und zu verteidigen.

Die 4 Evangelien

In Teil 11 haben wir die 4 Evangelien – von dem einen Evangelium – schon ausführlicher betrachtet. Und auch schon erwähnt, dass drei davon – die synoptischen Evanglien Matthäus, Markus und Lukas – sich ziemlich ähneln und das vierte – Johannes – anders ist. Auf die Ähnlichkeit des Textes der synoptischen Evangelien sollten wir hier noch eingehen.

Der Verfasser des Matthäus Evangeliums nennt seinem Namen im Text nicht. Der Titel wurde erst später hinzugefügt. Das gilt auch für das Markus, das Lukas und das Johannes Evangelium. Es sind also Autoren der patristischen Zeit und die Kirchenväter oder vielleicht auch jemand, der Kopien für anderen Versammlungen kopierte, welche Überschriften wie „Evangelium nach Markus“ hinzufügten.

Die sprachlichen Unterschiede werden in der Wikipedia so zusammengefasst:

Während das Markusevangelium in einem volkstümlichen Griechisch geschrieben ist, wählte der Verfasser des Matthäusevangeliums einen gehobeneren Stil. Er schrieb knapper, konzentrierter. Gerne wiederholte er Formeln und arbeitete mit Leitworten, Chiasmen und Inklusionen. Anders als das Evangelium nach Lukas, in dem Formulierungen der Septuaginta bewusst als Stilmittel eingesetzt werden, ist Matthäus zwar stark vom Bibelgriechischen geprägt, ohne aber absichtlich Septuaginta-Stil zu schreiben.[16]

Wikipedia Evangelium nach Matthäus

Bei den Ähnlichkeiten geht es also nicht darum, dass von den gleichen Ereignissen berichtet wird. Die Analyse der auffälligen Übereinstimmungen wird als Synoptisches Problem beschrieben [wobei hier ‚Problem‘ hier als Fachbegriff im Sinne von Fragestellung verwendet wird]. Diese Grafik aus dem Wikipedia Artikel gibt einen Überblick:

Im Einzelnen sind folgende Sachverhalte zu erklären:

  • Übereinstimmungen im Wortlaut: Matthäus, Markus und Lukas stimmen bei parallelen Stellen in ca. 50 % der Wörter überein, während sie mit Parallelstellen bei Johannes in nur 10 % der Wörter übereinstimmen.
  • Auffallende Übereinstimmungen in der Reihenfolge, aber auch zahlreiche Abweichungen
  • Dreifache gemeinsame Überlieferung: fast das ganze Material von Markus ist in Matthäus enthalten, etwa zwei Drittel davon zudem in Lukas (sog. Lukanische Lücke)
  • Zweifache gemeinsame Überlieferung: etwa 200 Verse sind bei Matthäus und Lukas, aber nicht bei Markus enthalten.
  • Das Sondergut: Von einem einzigen Evangelium überlieferte Texte oder Einzelsprüche (Lukas: 35 %, Matthäus: 20 %, Markus: 3 %).
  • Die Frage um die minor agreements („geringfügige Übereinstimmungen“), also die übereinstimmenden Abweichungen des Matthäus und Lukas vom Markustext oder die Einwände gegen die Benutzung des Markus durch Matthäus und Lukas.

Um diese Zusammenhänge und Verhältnisse zu erklären, werden verschiedene Hypothesen diskutiert; keine der vorgeschlagenen Lösungen vermag sämtliche Phänomene befriedigend zu beantworten.

Wikipedia Synoptisches Problem

Bleibt noch das Johannes Evangelium. Dieses weicht in vielen Teilen stark von den synoptischen Evangelien ab. Dabei handelt es sich aber nicht nur um Ergänzungen, sondern Abweichungen. Vielleicht am wichtigsten ist die Darstellung des Abendmahls in Johannes 13, die sich erhebllich in Bezug auf den Inhalt sowie den zeitlichen Ablauf unterscheidet. Nicht umsonst wird bei der Beschreibung des Abendmahls des Herrn nur auf Matthäus, Markus, Lukas und 1. Korinther 11 Bezug genommen. Wobei auch Lukas abweicht, weil ein zweiter Kelch vor dem Brot erwähnt wird, was aber ein Fehler in den Manuskripten sein könnte, wie wir schon in einem anderen Teil der Serie festgestellt haben. Solche Abweichungen, aber auch die ganz andere Darstellung dessen, was und wie Jesus lehrt, haben schon in der Antike (z.B. im 3. Jahrhundert Porphyrios Schrift Contra Christianos ) zu Diskussionen geführt.

Was sagt uns das über die Zuverlässigkeit des Textes?

Wir haben uns im letzten Teil der Serie mit dem Zeitpunkt der Niederschrift und in diesem Teil mit den Verfassern beschäftigt. Das sollte nicht nur dazu dienen, unser Wissen zu vertiefen. Dieses Wissen hilft uns auch, manche Aussagen über die Zuverlässigkeit des Textes besser einordnen zu können.

Zum Beispiel wird zuerst der Verfasser einer Schrift des Neuen Testaments als gewiss angenommen, vielleicht wegen der später hinzugefügten Überschrift oder der Aussage der Kirchenväter oder der späteren Anordnung im Kanon des Neuen Testaments. Damit wird dann der Zeitpunkt der Niederschrift abgeleitet. Und dann damit auf die Zuverlässigkeit des Inhaltes des Textes geschlossen. Zum Beispiel die Erfüllung der Prophezeiungen Jesu in den Evangelien.

Oder es läuft so ab: Die Zuverlässigkeit der Evangelien zeigt sich durch die Erfüllung der Prophezeiung Jesu über Jerusalem. Weil die Evangelien ja vor 70 v.Chr. geschrieben wurden. Und das wissen wir, weil die Evangelien von Matthäus, Markus und Johannes geschrieben wurden. Aber woher wissen wir das? Wegen dem Zeugnis der Überschriften, Kirchenväter oder der Anordnung im Kanon. Und in diesem Fall passt natürlich das Evanglium nach Johannes nicht, weil es diese Aussagen Jesu nicht enthält und vermutlich auch lange nach 70 n.Chr. geschrieben wurde.

Hier darf man also nicht den Fehler eines Zirkelschlusses machen: Aufgrund des angenommenen Verfassers wird auf den Zeitpunkt der Niederschrift und deswegen auf die Glaubwürdigkeit des Inhalts geschlossen und wegen der Glaubwürdigkeit des Inhalts auf den darin oder im Titel angegebenen Verfasser und damit auf den Zeitpunkt der Niederschrift usw.

Fazit

Bis auf 7 Briefe, bei denen wir ziemlich sicher sein können, dass sie von Paulus stammen, gibt es bei allen anderen Schriften des Neuen Testaments viele offene Fragen und aber nicht so viele Gewissheiten, was die Verfasser betrifft. Die Überschriften wurden erst viel später hinzugefügt. Und wenn wir uns auf die Texte der patristischen Zeit und der Kirchenväter verlassen, dann sollten wir bedenken, dass auch diese sich schon auf Informationen anderer berufen haben. Und im Fall von Hebräer irrten sie. Oder sogar ihnen fielen schon überraschende Unterschiede im Stil und Wortschatz auf.

Ist das für dich wichtig? Denkst du, dass diese Informationen deinen Glauben schwächen? Wenn du einer Religion angehörst, welche über absolutes Wissen verfügt und immer eine einfache Antwort gibt, wobei unbequeme Tatsachen ausgeblendet werden, dann ja.

Mir scheint, dass der Glaube derer, die trotz dem Wissen um all diese Fakten weiter glauben und sich damit auseinandersetzen und den Inhalt prüfen, tiefer geht.

Sage ich das jetzt nur, um mir und anderen etwas einzureden und uns zu beruhigen? Nein. Ich versuche es mal mit einem anderen Beispiel und zwar diesem Manuskript:

Das ist ein im Jahre 888 geschriebenes Manuskript des epochalen Werkes Elemente des berühmten griechischen Mathematikers Euklid, der wahrscheinlich im 3. Jahrhundert v. Chr. lebte. Was kannst du über den Verfasser und Author des Originals nachlesen? „Über das Leben Euklids ist fast nichts bekannt.“ (Wikipedia Euklid). Was wir über ihn und seine Werke wissen, stammt aus der Feder anderer. Ist das Werk damit für uns wertlos? „Die Elemente waren vielerorts bis ins 20. Jahrhundert hinein Grundlage des Geometrieunterrichts, vor allem im angelsächsischen Raum.“ Der Inhalt des Werkes sprach also für sich. Niemand hat es bis in 20. Jahrhundert verwendt, weil es ja vom berühmten Euklid stammte. Oder weil man den Zeitpunkt der Niederschrift kannte.

Genauso ist es auch mit dem Neuen Testament. Hauptargument für dessen Bedeutung ist sein Inhalt, die Argumentation zu Lehren usw. Ob ein Petrus oder Pauls etwas geschrieben hat, spielt bei der Bewertung, ob es Gedanken Gottes sind eine untergeordnete Rolle. Denn beide waren unvollkommene Denker und Gott konnte genauso auch anderen, weniger prominenten Nachfolgern Jesu durch seinen Geist helfen, das aufzuschreiben, was für uns wichtig ist. Auch die Angaben aus patristischer Zeit und bei den Kirchenvätern sind hilfreich, doch auch diese konnten irren und waren nicht allwissend. Man kann aber wohl mit Gewissheit sagen, dass sie sich sehr gewissenhaft und under persönlichen opfern bemühten, ihre Sache gut zu machen.

Zum Schluß muss ich bei all den Fragen und Unsicherheiten, die wir in den nun schon 17 Teilen dieser Serie betrachtet haben, eines betonen: Die Fakten und Beweise haben nie gezeigt, dass wir es hier mit großem Betrug und völligem Unfug zu tun haben.

Die Probleme entstehen erst, wenn man falsche, überzogene und absolute Aussagen über das Neue Testament macht. Und diese sind immer einfacher zu widerlegen als die komplexeren Aussagen zu belegen. Zum Beispiel ist eine Aussage, dass sich in die Abschriften der Manuskripte des Neuen Testaments nie auch nur ein Fehler eingeschlichen hat, leicht zu widerlegen. Die Aussage zu beweisen, dass der Text in großem Maße rekonstruiert werden konnte, erfordert viel Arbeit – die aber geleistet wurde.

Ist es ein Problem, dass wir vier unterschiedliche Evangelien haben? Nein, denn aus den Abweichungen – es sind ja mehr theologische Werke mit bestimmten Aussagen als geschichtliche Protokolle – und dem Vergleich mit anderen Schriften können wir erkennen, was von den meisten auf die gleiche Weise verstanden wurde, und wo die Auffassungen auseinandergingen. Keiner hatte doch den Auftrag, das allein maßgebliche Lehrbuch zur christlichen Theologie zu schreiben. Selbst Jesus tat das nicht. So entstand erst mit der Zeit ein Katechismus.

Vergleichen wir einmal den Prozess der Überlieferung der Schriften des Neuen Testaments mit dem des Koran:

Vor dem Tod des Propheten Mohammed waren bereits verschiedene Teile des Korans niedergeschrieben worden, und nach Abstimmung mit allen, die den Koran sowohl mündlich (Hāfiz) als auch schriftlich bewahrt hatten, entstand nach Mohammeds Tod im Jahre 11 n. H. (632 n. Chr.) zu Zeiten des ersten Kalifen Abū Bakr der erste Koran-Kodex (مصحف muṣḥaf), um ihn vor dem Verlorengehen oder Verwechseln mit anderen Aussagen des Propheten Mohammed zu bewahren.

Der dritte KalifUthman ibn Affan (644–656), ließ diese ersten Koran-Kodizes, die auch z. T. in anderen Dialekten als dem quraischitischen Dialekt – dem Dialekt des Propheten Mohammed – abgefasst waren, einsammeln und verbrennen, um dann einen offiziell gültigen Koran herzustellen. Dabei mussten mindestens zwei Männer bei jedem Vers bezeugen, dass sie diesen direkt aus dem Munde des Propheten gehört hatten. Sechs Verse im Koran sind aber nur von einem Zeugen, nämlich Zaid ibn Thābit, dem ehemaligen Diener des Propheten, auf diese Weise bezeugt worden. Dass diese Verse heute doch im Koran stehen, hängt damit zusammen, dass der Kalif ausnahmsweise das alleinige Zeugnis von Zaid akzeptierte.

Wikipedia Koran

Hier wurde also eine Bereinigung und Vereinheitlichung lange nach dem Tod Mohammeds durchgeführt, die sich heute überhaupt nicht mehr überprüfen lässt. Und ob das so geschehen ist, wissen wir natürlich auch nur aus der Überlieferung.

Mit den Schriften des Neuen Testaments wurde so nicht vorgegangen. Wir wir gesehen haben, hat Marcion zum Beispiel Lukas Evangelium als einzig wahres herausgenommen. Andere haben alle 4 zusammengefasst. Aber wir haben zumindest vier Stück mit all ihren Unterschieden und nicht nur eine vereinheitlichte Version. So können wir uns also mitten unter die Nachfolger Christi der ersten Jahrhunderte begeben und mit ihnen versuchen, zu verstehen, was Gott uns nach dem Alten Testament wohl noch mitteilen wollte. Und das ist ziemlich spannend, denn das Neue Testament ist kein Katechismus mit Glaubenssätzen zum Auswendiglernen sondern oft Argumentation. Eine Aufforderung mit- und nachzudenken.

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