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            <title>
									Verwendung von Bibeltexten entgegen ihrem Kontext - beroeans.info Forum				            </title>
            <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/</link>
            <description>beroeans.info Diskussionsforum</description>
            <language>de</language>
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							                    <item>
                        <title>Matthäus 24:39 Ahnten die Menschen nichts von der Flut?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/matthaeus-2439-ahnten-die-menschen-nichts-von-der-flut/</link>
                        <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 19:35:48 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Manche Übersetzungen erwecken den Anschein, also ob die armen Menschen nichts von der Flut ahnten und dann vernichtet wurden:

„Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranke...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Manche Übersetzungen erwecken den Anschein, also ob die armen Menschen nichts von der Flut ahnten und dann vernichtet wurden:</p>
<blockquote>
<p>„Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen, bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging, <strong>und nichts ahnten</strong>, bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.“ (Matthäus 24:38, 39 Einheitsübersetzung 2016)</p>
<p>„Damals vor der großen Flut aßen und tranken die Menschen, sie heirateten und wurden verheiratet – bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging. <strong>Sie merkten nichts</strong>, bis die Flut hereinbrach und sie alle hinwegraffte. So wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.“ (Matthäus 24:38, 39 Neue Genfer Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>Um diesen Eindruck zu vermeiden, übersetzt die Neue-Welt-Übersetzung wie folgt – und wurde dafür kritisiert:</p>
<blockquote>
<p>„und <strong>sie nahmen keine Kenntnis davon</strong>, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Menschensohnes sein.“ (NWÜ)</p>
<p>„und <strong>sie nahmen keine Notiz von allem</strong>, bis die Sintflut kam und sie alle mit sich riss. So wird auch die Gegenwart des Menschensohnes sein.“ (NWÜ 2018)</p>
</blockquote>
<p>Hier wird der Eindruck vermittelt, dass die Menschen das bevorstehende Ereignis ignorieren wollten. Eine bewußte Entscheidung. Die anderen Übersetzugen vermitteln allerdings den Eindruck, als ob die Menschen sich nicht entschieden hätten, und überrascht wurden.</p>
<p>Leider machen sich viele nicht die Mühe, in den Kontext und den Urtext zu schauen.</p>
<p>Verwendet wird hier das Wort <span class="grk">ἔγνωσαν</span><span> </span><span class="translit">(<a title="egnōsan:  they were unaware " href="https://biblehub.com/greek/egno_san_1097.htm">egnōsan</a>): „Eine verlängerte Form eines primären Verbs; "wissen" in einer großen Vielfalt von Anwendungen und mit vielen Implikationen.“ sagt Strong’s. Und es wird 222 mal in der Bibel verwendet. Zum Beispiel direkt davor:</span></p>
<blockquote>
<p>„Genauso ist es, wenn ihr seht, dass alle diese Dinge geschehen. <strong>Dann wisst ihr</strong>, dass das Kommen des Menschensohnes nahe bevorsteht.“ (Matthäus 24:33 Neue Genfer Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>In Lukas 17:27 wird dieses Geschehen in der Flut erwähnt. In Vers 28 wird mit ‚ebenso‘ eingeleitet und das Gericht an Sodom und Gormorra beschrieben. Von diesen wissen wir aber, dass sie durch Engel und Lot gewarnt wurden.</p>
<p>In Hebräer 11:7 wird gezeigt, dass Noah’s Aktivitäten den Menschen wohl kaum verborgen geblieben sind: „<strong>Durch Glauben baute Noah</strong>, als er einen Hinweis bekam auf das, <strong>was noch nicht sichtbar</strong> war, voller Ehrfurcht vor Gott <strong>eine Arche</strong> zur Rettung seines Hauses. <strong>Durch Glauben verurteilte er die Welt</strong> und wurde ein Erbe der Gerechtigkeit, die dem Glauben entspricht.“ (Züricher)</p>
<p>1. Petrus 3:19,20 sagt: „So ist er auch zu den <strong>Geistern</strong> im Gefängnis hinabgefahren und hat ihnen die Botschaft verkündigt, ihnen, die <strong>einst nicht hören wollten</strong>, als <strong>Gott in seiner Geduld zuwartete</strong> in den Tagen, da Noah die Arche baute; in ihr wurden ein paar wenige, nämlich acht Seelen, gerettet durch das Wasser hindurch.“ (Züricher) Warum würde Gott zuwarten, wenn er die Menschen überraschen wollte? </p>
<p>Und schließlich heißt es in 2. Petrus 2:5 „und wenn er die alte Welt nicht verschont, sondern mit Noah, <strong>dem Künder der Gerechtigkeit</strong>, nur acht Menschen bewahrt hat, als er die grosse Flut über die Welt der Gottlosen kommen liess“ (Züricher). Und auch hier folgt direkt die Bezugnahme auf Sodom und Gomorrah.</p>
<p>‚Merkten‘ die Menschen nichts von der Flut? Von dem Regen der Flut nichts und von dem Ausmaß dessen, was noch kommen sollte. ‚Ahnten‘ sie nichts? Wer würde wohl eine noch nie dagewesen Flut auch nur gedanklich erfassen können. Wurden sie überrascht? Das wohl nicht, wie die genannten Texte zeigen.</p>
<p>Und bei allem darf man sich nicht (unterschwellig) einreden lassen, dass hier ein Welt von lieben, unschuldigen Menschen in einem Genozid brutal vernichtet wurde. Wer damals gelebt hat, wäre wohl kaum auf so eine Idee gekommen:</p>
<blockquote>
<p>„Zu jener Zeit - und auch später noch -, als die <strong>Gottessöhne mit den Töchtern der Menschen verkehrten</strong> und diese ihnen Kinder gebaren, waren die <strong>Riesen</strong> auf Erden. Das sind die <strong>Helden</strong>, die es vor Zeiten gab, die hochberühmten. Der HERR aber sah, dass <strong>die Bosheit des Menschen gross war auf Erden und dass alles Sinnen und Trachten seines Herzens allezeit nur böse war</strong>.“ (Züricher)</p>
</blockquote>
<p>Vermittelt dies nicht eher das Bild von Geistwesen und Menschen, welche mit einem Eingreifen Gottes nicht rechneten und jede Ankündigung davon ignorieren wollten?</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/">Verwendung von Bibeltexten entgegen ihrem Kontext</category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Sprüche 27:23 „Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen“</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/sprueche-2723-du-solltest-unbedingt-das-aussehen-deines-kleinviehs-kennen/</link>
                        <pubDate>Sun, 08 Jan 2023 13:37:58 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Es wird kaum eine Ältestensitzung der Zeugen Jehovas geben, bei der nicht auch davon gesprochen wird, „das Aussehen deines Kleinviehs“ zu kennen. Diejenigen, die keine Zeugen Jehovas sind, w...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es wird kaum eine Ältestensitzung der Zeugen Jehovas geben, bei der nicht auch davon gesprochen wird, „das Aussehen deines Kleinviehs“ zu kennen. Diejenigen, die keine Zeugen Jehovas sind, werden sich vermutlich wundern, worum es geht. Jehovas Zeugen hingegen werden sich gleich wundern, wie man zu dieser Anwendung des Textes überhaupt kommen konnte.</p>
<p>Das Älteste der Christenversammlung als ‚Hirten‘ wirken sollen, ergibt sich aus Texten wie 1. Petrus 5:2 „Sorgt gut für die Herde Gottes, die euch anvertraut ist. Tut es nicht, weil ihr euch dazu gezwungen fühlt, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt. Hütet sie aber nicht aus Gewinnsucht, sondern weil ihr ‹dem Herrn› dienen wollt.“ (NEÜ) 1. Petrus 5:2 ist zum Beispiel auch der Titel des geheimen Ältesten-Buches „Hütet die Herde Gottes“, das nur Ältesten der Zeugen Jehovas zur Verfügung steht.</p>
<p>Gleich zu Begin des Kapitels 25, „Hirtentätigkeit“ wird dann aber Sprüche 27:23 zitiert:</p>
<blockquote>
<p>„Älteste müssen dazu regelmäßig Kontakt zu allen Familien und Verkündigern in der Versammlung halten (Spr. 27:23).“</p>
</blockquote>
<p>So steht in der Lehrbroschüre <em>Der Wille Jehovas - Wer lebt danach?</em> auf Seite 18</p>
<blockquote>
<p>„Wie ein gewissenhafter Hirte, der jedes einzelne seiner Schafe kennt, versuchen auch die Ältesten, jeden Einzelnen in der Versammlung gut kennenzulernen (Sprüche 27:23).“</p>
</blockquote>
<p>Später wurde dieser Text sogar auf Eltern angewandt im Wachtturm 2014 15.9. S. 17 im Artikel mit dem Thema</p>
<blockquote>
<p><em>Eltern: Seid die Hirten eurer Kinder!</em><br />„Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen“ (SPR. 27:23)</p>
<p>Abs. 3 „Ein guter Hirte achtet sorgfältig darauf, dass jedes Schaf gesund ist. Im übertragenen Sinn könnt ihr das auch bei euren Kindern tun. In der Bibel heißt es: „Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen“ (Spr. 27:23).“</p>
</blockquote>
<p>Im Wachtturm 1991 1.8. S.31 <em>Fragen von Lesern</em> wurde die Anwendung auf alle ausgedehnt.</p>
<blockquote>
<p>„Welchen grundlegenden Rat enthält Sprüche 27:23 für <strong>geistige Hirten</strong> <strong>sowie für Christen ganz allgemein</strong>?</p>
<p>Der Vers lautet: „Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen. Richte dein Herz auf deine Herden“ (Sprüche 27:23). Dieser Text wird <strong>oft gebraucht, um geistige Hirten zu ermuntern</strong>, sich für die Lebensumstände und die Probleme der Christen in der Versammlung zu interessieren und damit vertraut zu sein. Diese Ermunterung ist angebracht, da die Bibel Älteste mit Hirten und die Versammlung mit einer Schafherde vergleicht (Apostelgeschichte 20:28, 29; 1. Petrus 5:2-4). <strong>Doch obwohl der obige Grundsatz zutreffend ist, bezieht sich der Vers eigentlich nicht auf geistige Hirten</strong>.“</p>
</blockquote>
<p>Hier ist schon die Methode der Eisegese zu erkennen. Da immer nur ein Satzteil verwendet wird – „Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen“ - wurde dieser Textbaustein aus der Bibel als Schlagwort in allen möglichen Situationen verwendet.</p>
<p>Wie lautet der vollständige Vers?</p>
<blockquote>
<p>„Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen. Richte dein Herz auf deine Herden<strong>;</strong>“ (Neue-Welt-Übersetzung)</p>
<p>„Du solltest den Zustand deiner Herde gut kennen. Kümmere dich gut um deine Schafe<strong>,</strong>“ (Neue-Welt-Übersetzung 2018)</p>
</blockquote>
<p>Dem aufmerksamen Leser ist sicher nicht entgangen, dass der Text mit einem Strichpunkt bzw. Komma endet. Der Gedanke im Urtext ist also nicht zu Ende! Lesen wir also nun mit dem Kontext.</p>
<blockquote>
<p>„Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen. Richte dein Herz auf deine Herden<strong>; denn ein Schatz wird nicht auf unabsehbare Zeit währen noch ein Diadem für alle Generationen</strong>.“ (Sprüche 27:23,24 NWÜ)</p>
</blockquote>
<p>Wie konnte man nur auf die Idee kommen, den ersten Teil von Sprüche 27:23 als Anweisung für Älteste und Eltern zu zitieren! Auf der anderen Seite … da in letzter Zeit so viel Nachdruck auf das Spenden für die Organisation gelegt wird und jede Versammlung pro Verkündiger einen vom Zweigbüro vorgegeben Betrag als Spende überweisen muss … (auch in Deutschland; siehe dieses Video<em> <a href="https://youtu.be/UeEjWBkzvjE" target="_blank" rel="noopener">JZ Nachrichten: Warum leugnet die l. Körperschaft weiterhin, dass sie monatliche Gelder verlangt?</a></em>) Man sieht wohl in der Organisation, dass „ein Schatz nicht auf unabsehbare Zeit währen wird.“</p>
<p>Kommen wir aber nochmals auf <em>Fragen von Lesern</em> im Wachtturm 1991 1.8. S.31 zurück. Der Artikel nimmt eine überraschende Wendung:</p>
<blockquote>
<p>„Der Rat „Du solltest unbedingt das Aussehen deines Kleinviehs kennen“ <strong>richtet sich also nicht in erster Linie an geistige Aufseher</strong>; er gilt für <strong>alle Christen</strong>. <strong>Er unterstreicht, welchen Wert es hat</strong>, mit Nahrung und Bedeckung — erworben durch gute, fleißige Arbeit — <strong>zufrieden zu sein</strong> und darauf zu vertrauen, daß Gott uns nicht im Stich lassen wird (Psalm 37:25; 2. Thessalonicher 3:8, 12; Hebräer 13:5). Wenn wir Sprüche 27:23-27 mit dem Hinweis aus Lukas 12:15-21 und 1. Timotheus 6:6-11 vergleichen, <strong>erkennen wir, wie unveränderlich Gottes Rat in dieser Hinsicht ist.</strong> Daher sollte jeder von uns noch einmal Sprüche 27:23-27 lesen und sich fragen: „Nehme ich mir das zu Herzen, und wende ich es im täglichen Leben an?““</p>
</blockquote>
<p>Nicht nur ist die Anwendung von Sprüche 27:23 eine ganz andere. Sondern es wird betont, „wie unveränderlich Gottes Rat in dieser Hinsicht ist“. Das trifft offensichtlich auf die ‚geistige Speise‘ des ‚treuen und verständigen Sklaven‘ (Leitende Körperschaft) nicht zu. Denn vor 1991 wurd der Text ständig auf Älteste und ihre Hirtentätigkeit angewandt und wie wir gesehen haben, geschieht das bis heute – inklusive Eltern und ihre ‚Hirtentätigkeit' bezüglich ihrer Kinden.</p>
<p>Zum Schluß sei nur am Rande darauf hingewiesen, dass durch Verwendung von Sprüche 27:23 in den Veröffentlichung und in der Praxis der Schwerpunkt vom Um-die-Herde-Sorgen (1. Petrus 5:2) auf das Herde-Kennen verschoben wurde. Was in der Vergangenheit leider zu ziemlich taklosem Herumschnüffeln in der Privatsphäre der Schafe geführt hat (siehe Raymond Franz <a href="https://beroeans.info/der-gewissenskonflikt/" target="_blank" rel="noopener">Der Gewissenskonflikt</a>)</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/">Verwendung von Bibeltexten entgegen ihrem Kontext</category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Sprücher 4:18 „Das Licht wird heller“</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/spruecher-418-das-licht-wird-heller/</link>
                        <pubDate>Sun, 08 Jan 2023 11:51:57 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[In der Literatur der Zeugen Jehovas wird kaum ein Verse häufiger angeführt als Sprüche 4:18. Gerne auch sehr verkürzt und abgewandelt: „Das Licht wird heller!“ 
Schon eine Suche in der Wach...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>In der Literatur der Zeugen Jehovas wird kaum ein Verse häufiger angeführt als Sprüche 4:18. Gerne auch sehr verkürzt und abgewandelt: „Das Licht wird heller!“ </p>
<p>Schon eine Suche in der Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK nach Sprüche 4:18 liefert 300 Ergebnisse!</p>
<p>Im Wachtturm 1982 15.5. S. 21 findet sich der Artikel „Das Licht nimmt in unserer Zeit zu“ der als Leittext Sprüche 4:18 hat:</p>
<blockquote>
<p>„<span>Aber der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Licht, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist.“ (Neue-Welt-Übersetzung)</span></p>
</blockquote>
<p>Im ersten Absatz zeigt sich, wie Sprüche 4:18 verwendet wird:</p>
<blockquote>
<p>„DER Bibelbericht von 1. Mose bis Offenbarung zeigt, daß der <strong>Pfad der Diener Jehovas tatsächlich wie glänzendes Licht ist, das immer heller wird</strong> (Spr. 4:18). In den Tagen Jesu und seiner Apostel wurden <strong>viele Prophezeiungen</strong>, die von dem Messias handelten, <strong>verständlich</strong>, was Matthäus und die anderen Evangelisten bestätigten. Und im Zusammenhang mit der Ausgießung des heiligen Geistes Gottes zu Pfingsten sowie dem Umstand, daß die „gute Botschaft“ den Nichtjuden verkündigt werden mußte, <strong>fiel noch mehr Licht auf Gottes Wort</strong> (Apg. 2:14-36; 10:34-43; 15:6-21).“</p>
</blockquote>
<p>Hier findet sich ein schönes Beispiel von Eisegese. In diesem Absatz wird geschickt der Begriff ‚Pfad‘ aufgegriffen, dann auf Prophezeiungen angewandt und schließlich auf Gottes Wort insgesamt. Sagt das aber Sprüche 4:18 überhaupt aus?</p>
<p><span style="font-size: 14pt"><strong>Was sagt der Kontext?</strong></span></p>
<p>Im Sinne der Exegese soll der Text der Bibel selbst erklären. Sprüche 4 beginnt so (alle Texte sind aus der Neuen Evangelistischen Übersetzung):</p>
<blockquote>
<p>„Hört, ihr Söhne, auf die <strong>Mahnung</strong> des Vaters, / merkt auf, damit ihr <strong>Einsicht</strong> lernt, denn <strong>gute Lehre</strong> gebe ich euch! / Schiebt meine <strong>Weisung</strong> nicht weg! Als ich ein kleiner Junge war, / zart und einzig vor meiner Mutter, / da hat mein Vater mich schon <strong>unterwiesen</strong>. Er sagte: "Präg dir meine Worte ein! / <strong>Bewahre meine Gebote und lebe danach!</strong>“ (Sprüche 4:1-4)</p>
</blockquote>
<p>Nun der unmittelbare Kontext:</p>
<blockquote>
<p>„Höre, mein Sohn, <strong>nimm an, was ich sage, / dann mehren sich dir die Jahre des Lebens</strong>. Im <strong>Weg der Weisheit</strong> unterweise ich dich, / ich leite dich auf ebener Bahn. Wenn du gehst, wird dein <strong>Schritt nicht gehemmt</strong>, / wenn du läufst, dann <strong>stolperst du nicht</strong>. Halte an deiner <strong>Erziehung</strong> fest, verleugne sie nicht, / bewahre sie, denn sie ist dein Leben! Komm <strong>nicht auf die Bahn der Gesetzlosigkeit</strong>, / den Weg der <strong>Bösen</strong> betrete nie! Vermeide ihn, betritt ihn nicht, / wende dich von ihm ab und gehe vorbei! Denn sie können nicht schlafen, es sei denn, sie haben Böses getan; / wenn sie nichts verbrochen haben, raubt es ihnen den Schlaf. Unrecht ist ihr tägliches Brot, / und Gewalt ist der Wein, den sie trinken. <span style="text-decoration: underline">Doch der Pfad der Gerechten ist wie das Morgenlicht, / es strahlt immer heller bis zum vollen Tag</span>. <strong>Der Weg der Gottlosen ist wie das Dunkel</strong>, / sie wissen nicht, worüber sie gestolpert sind.“ (Sprüche 4:11-19)</p>
</blockquote>
<p>Welche Schlußfolgerung kann man aus Sprüche 4 nur ziehen? <strong>Weisheit ist der sicherste Weg und meide Gesetzlosigkeit.</strong></p>
<p>Nichts, aber auch rein gar nichts in Sprüche 4 deutet auf ein besseres Verständnis biblischer Text und Prophetie hin. Und erst recht nichts darauf, dass es sich hier um ein prophetisches Vorbild handelt, das sich in unserer Zeit erfüllt. Diese Art, alles Mögliche in der Bibel als Vorbild/Gegenbild zu verwenden - was seit Russel über Rutherford bis heute sehr oft getan wurde - ist aber seit dem Wachtturm 2015 15.3. S. 17 <em>Fragen von Lesern</em> eigentilich nicht mehr vorgesehen.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/">Verwendung von Bibeltexten entgegen ihrem Kontext</category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Römer 6:7 Sind durch den Tod frühere Sünden abbezahlt?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/roemer-67-sind-durch-den-tod-fruehere-suenden-abbezahlt/</link>
                        <pubDate>Sun, 08 Jan 2023 11:06:01 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Anmerkung: Die Video-Reihe „Die Rettung der Menscheit“ enthält weitere Gedanken zum Thema Leben, Tod, Auferstehung,
 
Die Lehre der Zeugen Jehovas: Mit dem Tod sind frühere Sünden abbezahl...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Anmerkung: Die Video-Reihe <a href="https://youtube.com/playlist?list=PLlykPhyX8XjrsscMUDHtfHQBAgH13PUbO" target="_blank" rel="noopener">„Die Rettung der Menscheit“</a> enthält weitere Gedanken zum Thema Leben, Tod, Auferstehung,</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="font-size: 14pt">Die Lehre der Zeugen Jehovas: Mit dem Tod sind frühere Sünden abbezahlt</span></strong></p>
<p>Der Text in Römer 6:7 wird von Jehovas Zeugen in dem Sinne verwendet, dass mit dem Tod einer Person deren Sünden abbezhalt sind. Der Text lautet in der Neue-Welt-Übersetzung:</p>
<blockquote>
<p>„Denn wer gestorben ist, ist von  Sünde freigesprochen.“ Fn. <span>Wtl.: „ist . . . gerechtfertigt (gerechtgesprochen)“. Gr.: </span><em>dedikáiōtai.</em></p>
</blockquote>
<p>In den Studienanmerkungen zu Römer 6:7 heißt es:</p>
<blockquote>
<p>„<strong>freigesprochen</strong>: Oder „befreit“. Das entsprechende griechische Verb (<em>dikaióō</em>) wird oft mit „für gerecht erklären“ übersetzt. Paulus spricht hier von geistgesalbten Christen, die zu diesem Zeitpunkt noch lebten. Sie waren in Christus getauft und hatten die Aussicht auf Leben im Himmel. Damit jemand mit heiligem Geist gesalbt und als geistgezeugter Sohn Gottes angenommen werden kann, muss er in übertragenem Sinn sterben: Sein bisheriger Lebensweg als unvollkommener Mensch endet, Gott vergibt ihm seine Sünden und kann ihn von da an so ansehen, als wäre er vollkommenen. Paulus baut diese Argumentation auf einer Grundwahrheit auf: Die Strafe für Adams Sünde war der Tod (1Mo 2:17). <span style="text-decoration: underline">Daraus folgert er, dass jemand, der gestorben ist, die volle Strafe für seine Sünde empfangen hat und damit von ihr freigesprochen ist. In Rö 6:23 schreibt Paulus: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod.“ Durch den Tod sind frühere Sünden abbezahlt.</span> Gäbe es nicht Jesu Opfer und Gottes Vorhaben, Tote aufzuerwecken, würde kein Mensch je wieder leben. <span style="text-decoration: underline">Allerdings ist ein Verstorbener auch für immer von Sünde freigesprochen. Gott zieht ihn nicht noch einmal zur Verantwortung und verhängt keine weitere Strafe.</span>“</p>
</blockquote>
<p>In <em>Fragen von Lesern</em> im Wachtturm 1975 15. Januar stand, nachdem darauf hingewiesen wurde, das Römer 6:7 an Gesalbte geschrieben wurde:</p>
<blockquote>
<p>„Nicht das allmähliche Dahinsterben, sondern der Tod ist der volle Preis für Sünde. In der Bibel heißt es: „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod“ (Röm. 6:23). Das bedeutet, daß einem <strong>Menschen nach seinem Tode die Sünden nicht mehr zur Last gelegt werden</strong>. Und hätte sich Jesus Christus nicht geopfert und wäre es nicht Gottes Vorsatz, diesen Menschen aufzuerwecken, so würde er nie wieder leben. <strong>Dennoch wäre er von seinen Sünden freigesprochen, da Gott seinen Fall nicht erneut aufrollen und den Betreffenden nicht zu einer andersartigen Strafe für seine Sünden verurteilen würde</strong>.</p>
<p id="p11" class="sb" data-pid="11">Man könnte ihn mit jemandem vergleichen, der wegen irgendeines Verbrechens eine Gefängnisstrafe verbüßt hat. Nachdem er seine Zeit im Gefängnis abgesessen hat, wird über ihn nicht nochmals verhandelt, und er wird für dasselbe Verbrechen nicht erneut bestraft.</p>
<p id="p12" class="sb" data-pid="12"><strong>Einem Menschen, der von den Toten zu irdischem Leben auferweckt wird, werden die Sünden, derentwegen er zum Tode verurteilt wurde, nicht mehr zur Last gelegt.</strong> Er hat wie jemand, der aus dem Gefängnis entlassen worden ist, die Gelegenheit, sich dem Gesetz anzupassen. Trotz allem ist der Auferstandene immer noch derselbe Mensch. Sein Tod führte keine Änderung seiner Persönlichkeit und seiner sündigen Neigungen herbei. Durch die Auferstehung wurde er kein vollkommener Mensch, der den von Adam ererbten Auswirkungen der Sünde und Unvollkommenheit nicht unterworfen wäre. Er ist aufgrund seines Todes nicht für gerecht erklärt worden. Wie ein früherer Sträfling muß er sich eifrig bemühen, seinen fleischlichen Schwächen nicht mehr nachzugeben. Er muß sozusagen dort beginnen, wo er stand, als er aus dem Leben schied, und sich die Vorkehrung Gottes zum Erlangen ewigen Lebens auf Erden voll zunutze machen.“</p>
</blockquote>
<p>Was einen bei dieser Argumentation schon aufhorchen lassen sollte, ist die Tatsache, dass <strong>nicht ein einziger Bibeltext</strong> dazu verwendet werden kann!</p>
<p>Im Wachtturm von 2014 1.6. S.11 wird im Artikel „Wird Gott an meine Vorfahren denken?“ unter der Überschrift „UNGERECHTE WERDEN AUFERWECKT“ gesagt:</p>
<blockquote>
<p>„<strong>Werden die Ungerechten im Paradies nach ihren vergangenen Taten beurteilt? Nein.</strong> In Römer 6:7 wird gesagt: „Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen.“ Die Ungerechten haben durch den Tod für ihre Sünden bezahlt. Sie werden also nicht nach dem beurteilt, was sie vor ihrem Tod aus Unwissenheit taten, sondern nach dem, was sie nach ihrer Auferstehung tun werden. Was heißt das für sie?“</p>
</blockquote>
<p>Auch hier finden sich keine weiteren Bibeltexte, welche diese Behauptung belegen könnten. </p>
<p>Außerdem bleibt wie immer bei eisegetischer Auslegung der Kontext unberücksichtigt. Nur der Wortlaut dieses einen Textes reicht aus, um eine ganze Lehre zu ‚belegen‘.</p>
<p>Dieser Text ist allerdings notwendig, um die Lehre der irdischen Auferstehung der ‚anderen Schafe‘ bzw. großen Volksmenge und der vorchristlichen Treuen zu begründen. Diese weite Auslegung wirft allerdings viele weitere Fragen auf: Müssten dann nicht Adam und Eva auch auferweckt werden, weil mit ihrem Tod ja die Sünde ‚abbezhalt‘ ist? Oder sind diese dann weiter tot, aber ohne dass ihnen ihre Sünde angegerechnet wird? Und was ist mit den Menschen (und Geistsöhnen Gottes), die in der Flut umkamen? Oder Sodom und Gomorra? Schließlich hat diese Lehre auch dazu geführt, dass man einen Unterschied zwischen denen, die vor Harmagedon sterben und denen, die laut Jehovas Zeugen in Harmagedon sterben, einführen musste, der allerdings biblisch nicht zu belegen ist.</p>
<p><strong><span style="font-size: 14pt">Andere Übersetzungen von Römer 6:7</span></strong></p>
<p>Gibt die Neue-Welt-Übersetzung den Sinn am besten wieder? Hier einige andere Übersetzungen:</p>
<p>Elberfelder: „Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde.“  <span>gerechtfertigt</span></p>
<p>Einheitsübersetzung 2016: „7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.“</p>
<p>Neue Genfer Übersetzung: „Denn wer gestorben ist, ist vom Herrschaftsanspruch der Sünde befreit.“  <span>Andere übersetzen: "Denn wer mit Christus gestorben ist, ist für gerecht und frei von der Sünde erklärt".</span></p>
<p>Züricher: „Denn wer gestorben ist, ist von allen Ansprüchen der Sünde befreit.“</p>
<p>Neue Evangelistische Übersetzung: „Denn wer gestorben ist, ist vom Herrschaftsanspruch der Sünde befreit.“</p>
<p><strong><span style="font-size: 14pt">Der Kontext von Römer 6:7</span></strong></p>
<p>Römer 5 endet in Vers 21: </p>
<blockquote>
<p>„Denn genauso wie die Sünde geherrscht und den Menschen den Tod gebracht hat, soll die Gnade herrschen und uns durch die geschenkte Gerechtigkeit zum ewigen Leben führen durch Jesus Christus, unseren Herrn.“ (Römer 5:21 Neue Evangelistische Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>Römer 6 beginnt dann in den Versen 1-3:</p>
<blockquote>
<p>„Was heißt das nun? Sollen wir an der Sünde festhalten, damit die Gnade sich noch mächtiger auswirken kann? Auf keinen Fall! <strong>Für die Sünde sind wir doch schon gestorben</strong>, wie können wir da noch in ihr leben? Oder wisst ihr nicht, dass alle von uns, die auf Jesus Christus getauft wurden, in seinen Tod eingetaucht worden sind?“ (Römer 6:1-3 Neue Evangelistische Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>Verse 5-9 sprechen von der Veränderung, um die es geht:</p>
<blockquote>
<p>„Denn wenn wir <strong>mit seinem Tod vereinigt worden sind</strong>, werden wir es auch mit seiner Auferstehung sein. Wir sollen also begreifen, dass unser <strong>alter Mensch mit Christus gekreuzigt</strong> worden ist, damit unser sündiges Wesen unwirksam gemacht wird und wir der<strong> Sünde nicht mehr wie Sklaven</strong> dienen. <span style="text-decoration: underline">Denn wer gestorben ist, ist vom Herrschaftsanspruch der Sünde befreit. </span><strong>Wenn wir nun mit Christus gestorben sind</strong>, vertrauen wir darauf, dass wir auch mit ihm leben werden. Wir wissen ja, dass Christus von den Toten auferweckt wurde und nie mehr stirbt. Der Tod hat keine Gewalt mehr über ihn.“ (Römer 6:5-9 Neue Evangelistische Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>In Vers 11 betont Paulus nocheinmal, inwiefern sie ‚tot‘ sind:</p>
<blockquote>
<p>„Auch ihr sollt von dieser Tatsache ausgehen, <strong>dass ihr für die Sünde tot seid</strong>, <strong>aber in Jesus Christus für Gott lebt</strong>.“ (Römer 6:11 Neue Evangelistische Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>Er schließt ab in Vers 23:</p>
<blockquote>
<p>„Denn der Lohn, den die Sünde ‹ihren Sklaven› zahlt, ist der Tod; das Gnadengeschenk Gottes aber ist das ewige Leben in Jesus Christus, unserem Herrn.“ (Römer 6:23 Neue Evangelistische Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>Der Kontext zeigt also, dass es in Römer Kapitel 6 <strong>nicht</strong> um den Tod eines Menschen an sich geht.</p>
<p>Vers 7 ist Teil der Argumentation des Paulus, in dem es um das mosaische Gesetz, Gerechtigkeit, Sünde und Gnade (liebevolle Fürsorge) geht. Was unser früheres Leben betrifft, in dem wir Sklaven der Sünde waren, sind wir wie gestorben. <strong>Durch Gottes Gnade (liebevolle Fürsorge) leben wir jetzt in Jesus Christus für Gott. Die Sünde hat jetzt keinen Herrschaftsanspruch mehr!</strong></p>
<p>Interessanterweise ist das, was in <em>Fragen von Lesern</em> im Wachtturm 1975 15. Januar anfangs als Anwendung von Römer 6:7 auf Gesalbte geschrieben wurde, ziemlich ähnlich. Und da gemäß der Bibel alle Nachfolger Christi (des Gesalbten) selbst Gesalbte sind, wäre damit auch alles erklärt. Leider wird dann Römer 6:7 herausgepickt und auf die biblisch nicht begründete Lehre der zweiten Hoffnung mit irdischer Auferstehung ohne weiteren Bezug zur Bibel angewandt.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/">Verwendung von Bibeltexten entgegen ihrem Kontext</category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/roemer-67-sind-durch-den-tod-fruehere-suenden-abbezahlt/</guid>
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				                    <item>
                        <title>Reaktion</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/reaktion/</link>
                        <pubDate>Sun, 08 Jan 2023 08:36:56 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Es ist ....., ich weiß nicht recht, wie ich es formulieren soll..., es ist ein wenig erschütternd oder zumindest bereitet es Unbehagen, wenn man feststellt, wie doch falsche Begriffe, Mißver...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ....., ich weiß nicht recht, wie ich es formulieren soll..., es ist ein wenig erschütternd oder zumindest bereitet es Unbehagen, wenn man feststellt, wie doch falsche Begriffe, Mißverständlichkeiten, theologisch motivierte Abwandlungen, Fälschungen oder falsche Zusammenhänge eingang in die Heilige Schrift gefunden haben. Sich dieser Tatsache bewußt zu werden ist einigermaßen irritierend. Es ist ja nun mal so, dass Christen quasi kollektiv auf führende Übersetzungen geeicht wurden, um dann zu lesen, wie wenig verläßlich diese möglicherweise waren. Gibt es nichts, auf das man sich wirklich verlassen kann? Diese Frage schwebt im Hintergrund, wenn man an die möglichen Korrekturen denkt, die nötig wären. Natürlich ist diese Befindlichkeit eher diffus, vielleicht auch mit dem Gefühl verbunden, dass eine kritische Betrachtung der Bibel so mancherlei Zweifel aufkommen läßt, auch wenn das Vertrauen in eine Verläßlichkeit eher naiv erscheinen muß.</p>
<p>Natürlich alles keine Gründe nicht zu forschen, nachzuforschen und dennoch forscht man auch im Inneren, in seinen emotionalen Reaktionen, existiert eine Art Bedauern, vielleicht sogar Enttäuschung, weil die Glaubwürdigkeit bisheriger Übersetzungen doch in Frage gestellt wird, die man doch so sehr verinnerlicht hatte. </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/spuriousbibleusage/">Verwendung von Bibeltexten entgegen ihrem Kontext</category>                        <dc:creator>Kostak</dc:creator>
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