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									beroeans.info Forum - Aktuelle Themen				            </title>
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            <description>beroeans.info Diskussionsforum</description>
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                        <title>Der Kanon - Teil 2: Der Kanon - Teil 2: Was sagt ‚die Bibel‘ über sich selbst?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/der-kanon-der-christlichen-schriften/der-kanon-teil-2-der-kanon-teil-2-was-sagt-die-bibel-ueber-sich-selbst/</link>
                        <pubDate>Mon, 17 Jul 2023 18:31:13 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Veröffentlichung am 22.7.2023]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Veröffentlichung am 22.7.2023 <a href="https://beroeans.info/der-kanon-teil-2/" target="_blank" rel="noopener">https://beroeans.info/der-kanon-teil-2</a></p>]]></content:encoded>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Der Kanon – Teil 1: Was liest du, wenn du in ‚der Bibel‘ liest?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/der-kanon-der-christlichen-schriften/der-kanon-teil-1-was-liest-du-wenn-du-in-der-bibel-liest/</link>
                        <pubDate>Sat, 15 Jul 2023 11:22:36 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://beroeans.info/der-kanon-teil-1/">https://beroeans.info/der-kanon-teil-1/</a></p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/der-kanon-der-christlichen-schriften/der-kanon-teil-1-was-liest-du-wenn-du-in-der-bibel-liest/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>1. Petrus 5:2</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibletranslations/1-petrus-52/</link>
                        <pubDate>Sat, 20 May 2023 20:45:16 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Ich weiß nicht ob es schon erwähnt wurde. Falls ja, dann bitte den Beitrag löschen. Ich hab jedenfalls nicht gesehen.
In der NWÜ steht:

Hütet die Herde Gottes, die euch anvertraut ist, u...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß nicht ob es schon erwähnt wurde. Falls ja, dann bitte den Beitrag löschen. Ich hab jedenfalls nicht gesehen.</p>
<p>In der NWÜ steht:</p>
<blockquote>
<p><span data-jwd-id="v2-0">Hütet</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-1">die</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-2">Herde</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-3">Gottes</span><span data-jwd-id="v2-4">,</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-5">die</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-6">euch</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-7">anvertraut</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-8">ist</span><span data-jwd-id="v2-9">,</span><span> </span><span style="text-decoration: underline">und dient als Aufseher</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-14">–</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-15">nicht</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-16">aus</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-17">Zwang</span><span data-jwd-id="v2-18">,</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-19">sondern</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-20">freiwillig</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-21">vor</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-22">Gott,</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-24">nicht</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-25">aus</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-26">Liebe</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-27">zu</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-28">unehrlichem</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-29">Gewinn</span><span data-jwd-id="v2-30">,</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-31">sondern</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-32">voll</span><span> </span><span data-jwd-id="v2-33">Eifer</span><span data-jwd-id="v2-34">.</span><span></span></p>
</blockquote>
<p>Wenn man ne ganze weile keine NWÜ in der Hand hatte muss man über den Einschub "und dient als Aufseher" stolpern. Ich hab in keiner anderen Übersetzung gefunden. Als würden sich manche Älteste nicht schon genug als Herren aufspielen wie es im nächsten Absatz steht, dass es nicht geschehen soll. Dadurch wird es nur noch bekräftigt.</p>
<p>Hirten, Lehrer, Vorbilder ... aber doch keine Aufseher. </p>
<p>Oh, wie kann man die Grafik denn direkt als Bild anzeigen lassen?</p>
<div id="wpfa-4260" class="wpforo-attached-file"><a class="wpforo-default-attachment" title="1.-Petrus-52.png" href="//beroeans.info/wp-content/uploads/wpforo/default_attachments/1684615516-1-Petrus-52.png" target="_blank" rel="noopener"><i class="fas fa-paperclip"></i> 1.-Petrus-52.png</a></div>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>Rene</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Tagestext 20. Mai</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/tagestext-20-mai/</link>
                        <pubDate>Sat, 20 May 2023 11:18:34 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo Zusammen,
gelegentlich lese ich den Tagestext der ZJ. Heute habe ich mich gefragt, wie ich all die Jahre so viel überlesen konnte. Es stellten sich mir dann aber auch Fragen, ob ich e...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Zusammen,</p>
<p>gelegentlich lese ich den Tagestext der ZJ. Heute habe ich mich gefragt, wie ich all die Jahre so viel überlesen konnte. Es stellten sich mir dann aber auch Fragen, ob ich es denn richtig verstehe.</p>
<blockquote>
<p>Er stillt das Verlangen derer, die Ehrfurcht vor ihm haben. Ihren Hilferuf hört er und rettet sie (Ps. 145:19)</p>
<p><br />In der Nacht vom 14. Nisan 33 ging Jesus in den Garten Gethsemane. Dort schüttete er Jehova sein Herz aus (Luk. 22:39-44). In diesen schweren Stunden brachte er „Flehen und auch Bitten mit starkem Schreien und Tränen“ dar (Heb. 5:7). Worum betete Jesus in dieser letzten Nacht vor seinem Tod? Er bat Jehova um Kraft, ihm treu zu bleiben und seinen Willen auszuführen. Jehova sah, wie sehr diese Situation seinen Sohn quälte, und er schickte einen Engel, um ihn zu stärken. Jesus war bewusst, wie viel von seiner Treue abhing – es ging um die Rechtfertigung des Namens seines Vaters. Jehova hat auf Jesu Bitten reagiert. Warum? Weil es Jesus vor allem darum ging, seinem Vater treu zu bleiben und Jehovas Namen zu verteidigen. Wenn das für uns ebenfalls das Wichtigste ist, wird Jehova auch unsere flehentlichen Hilferufe erhören.</p>
</blockquote>
<p>Das ist der ganze Text. </p>
<blockquote>
<p>Worum betete Jesus in dieser letzten Nacht vor seinem Tod? <span style="text-decoration: underline">Er bat Jehova um Kraft, ihm treu zu bleiben</span> und seinen Willen auszuführen.</p>
</blockquote>
<p>Nicht nur, dass es weder in Lukas noch in den Paralleltexten steht. Wo und wann in der Bibel bat Jesus jemals darum, treu bleiben zu können? Jesus betete darum, dass der Becher an ihm vorüber geht. Und da kam mir eine Frage in den Sinn: Was ist mit dem Becher gemeint?</p>
<p>Jesus hatte seinen Jüngern längst erklärt, dass er leiden müsse. Vor einiger Zeit schon bin ich dazu übergegangen, dass Jesus mit dem "Becher" die Schande gemeint haben muss, die er auf den Namen Jehovas damit bringen würde. Die eigene Schande erachtete er als gering. Hebräer 12,2. Wenn er unter dem Becher verstanden hätte, dass Jehova die Qual und den Tod an ihm vorüber ziehen lässt, wäre alles was er je sagte und lehrte hinfällig gewesen. </p>
<p>Jesus kann meiner Meinung nach nicht um Kraft gebetet haben treu zu bleiben. Seine Sorge war auf den Namen Jehovas gerichtet. Sehe ich das richtig?</p>
<blockquote>
<p>Jesus war bewusst, wie viel von seiner Treue abhing – es ging um die Rechtfertigung des Namens seines Vaters.</p>
</blockquote>
<p>Was ist das denn? Seit wann war Jesus auf der Erde um den Namen seines Vaters zu "rechtfertigen"? Er machte den Namen bekannt. Ich sage mal salopp, dass Jesus als Offenbarung der Persönlichkeit Jehovas eben diese bekannt machte. Vor wem denn rechtfertigen? Da ist wieder diese unsäglich Lehre der Streitfrage versteckt. </p>
<p>Jesus war auf der Erde damit die Menschheit wieder die Möglichkeit hat zur Familie Gottes zu gehören. Es ging um die Rettung der Menschheit, und um die Offenbarung der Persönlichkeit Jehovas. Oder übersehe ich da was bezüglich "Rechtfertigung"?</p>
<blockquote>
<p>Weil es Jesus vor allem darum ging, seinem Vater treu zu bleiben und Jehovas Namen zu verteidigen.</p>
</blockquote>
<p>Nachdruck durch Wiederholung wie es scheint. Leitet aber prima den letzten Satz ein:</p>
<p> </p>
<blockquote>
<p>Wenn das für uns ebenfalls das Wichtigste ist...</p>
</blockquote>
<p>Um ehrlich zu sein, tut sich an dieser Stelle ein Fass auf. Natürlich ist die Treue zu Jesus und Jehova wichtig. Aber was liegt denn zu Grunde, wenn es mir schwer fällt treu zu sein? Es kann doch nicht wahr sein (oder doch?) dass meine Liebe zu Jesus und Jehova an meiner Treue fest gemacht wird. Treue die so labil ist, dass ich darum beten muss.</p>
<p>In erster Linie ist die Treue doch ein Produkt der Liebe, die ich zu Jesus und Jehova habe. Aus Liebe heraus entspringt doch der innige Wunsch treu zu sein. Und tatsächlich habe ich in all den Jahren als ZJ nie begriffen, dass es eigentlich nicht darum geht die Gebote zu halten. Es geht darum sie aus Liebe halten zu wollen. Das Gefühl, dass es mir an Liebe zu Jehova fehlt habe ich damit weg bekommen, dass ich ja die Gebote halte. Passt ja alles. 🙄 </p>
<p>Jesus war nicht hier um den Namen seines Vaters zu verteidigen. Vor wem denn bitte? Vor Satan? Als ob das Herrschaftsrecht oder die Persönlichkeit Gottes je in Frage gestellt worden wäre, noch verteidigt werden müsste. Und schon gar nicht von uns Menschen. Was für eine Anmaßung.</p>
<p>Wir verteidigen unseren Glauben und unserer Hoffnung. 1. Petrus 3,15. Mehr nicht.</p>
<p> </p>
<p>Wenn ich was falsch sehe, dann bitte ich gerne um Rückmeldung. </p>
<p> </p>
<p>Explizit interessiert mich jedoch, was mit "Becher" gemeint ist, und ob man behaupten kann, dass Jesus keinesfalls seinen Tod gemeint haben könnte. </p>
<p> </p>
<p>LG</p>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>Rene</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Vermittelten die christlichen Schriften eine falsche Vorstellung über den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/vermittelten-die-christlichen-schriften-eine-falsche-vorstellung-ueber-den-zeitpunkt-der-wiederkunft-christi/</link>
                        <pubDate>Tue, 16 May 2023 18:18:05 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Wer mit den Lehren der Zeugen Jehovas vertraut ist, kennt die stets wiederholte Ankündigung, dass das Ende jetzt bald da ist. Zum Thema 1975 („Warum freust du dich auf 1975?“) und ‚der Gener...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wer mit den Lehren der Zeugen Jehovas vertraut ist, kennt die stets wiederholte Ankündigung, dass das Ende jetzt bald da ist. Zum Thema 1975 (<a href="https://beroeans.info/warum-freust-du-dich-auf-1975/" target="_blank" rel="noopener">„Warum freust du dich auf 1975?“</a>) und ‚der Generation‘ (<a href="https://beroeans.info/diese-generation/" target="_blank" rel="noopener">„Diese Generation …“</a>) hatte ich schon Einiges geschrieben. Hat man erkannt, dass diese seit nun schon fast 200 Jahren immer wieder verschobenen Voraussagen des Endes falsch sind, ist man sensibilisiert, wenn man auf solche trifft.</p>
<p>Solche Aussagen sind aber auch in den christlichen Schriften zu finden. Beginnen wir im letzten Buch der Bibel, gemäß dem heute von vielen verwendeten Bibelkanon. In Offenbarung 1:1 heißt es:</p>
<blockquote>
<p>„Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, <strong>was bald  geschehen muss</strong>; und indem er ⟨sie⟩ durch seinen Engel sandte, hat er ⟨sie⟩ seinem Knecht Johannes kundgetan, …“ (Off 1:1 Elberfelder)</p>
<p>„Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig, und der Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, seinen Knechten zu zeigen, <strong>was bald  geschehen muss</strong>.“ (Off 22:6 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>So ähnlich liest es sich auch in anderen Übersetzungen: rasch, in Kurzem, bald, schon bald, in Kürze, bald. Auch in englischen Übersetzungen findet sich das. Die Bedeutung des griechischen Wortes ist laut Strong’s:</p>
<blockquote>
<p>Strong's Greek 5034: Quickness, speed; hastily, immediately. From the same as tachus; a brief space, i.e. in haste. </p>
</blockquote>
<p>Das Wort wird 8 mal in den christlichen Schriften verwendet, davon zwei mal in der Offenbarung. Und dann auch an diesen Stellen:</p>
<blockquote>
<p>Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete im Kerker; und er schlug Petrus an die Seite, weckte ihn und sagte: <strong>Steh schnell auf!</strong> Und die Ketten fielen ihm von den Händen. (Apg. 12:7 Elberfelder)</p>
<p>„und ihn sah, der zu mir sprach: Eile und <strong>geh schnell aus Jerusalem hinaus</strong>! Denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen“ (Apg. 22:18)</p>
<p>„Festus nun antwortete, Paulus werde in Cäsarea behalten, er selbst aber <strong>wolle in Kürze abreisen</strong>.“ (Apg. 25:4 Elberfelder)</p>
<p>„Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, <strong>bald zu dir zu kommen</strong>;” (1. Tim. 3:14 Elberfelder)</p>
<p>„Ich sage euch, dass er ihr Recht <strong>ohne Verzug ausführen</strong> wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?“ (Lukas 18:8 Elberfelder)</p>
<p>„Der Gott des Friedens aber wird <strong>in Kurzem</strong> <strong>den Satan unter euren Füßen zertreten</strong>. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!“ (Rö 16:20 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Das griechische Wort von dem Apokalypse – und auch Offenbarung – stammt, bedeutet wörtlich „enthüllen, aufdecken“. </p>
<p>Welche Vorstellung mussten diejenigen haben, welche diese Worte in der Offenbarung gelesen oder gehört haben? Wenn darin etwas enthüllt oder aufgedeckt werden soll, würde der Leser oder Zuhörer nicht davon ausgehen, dass er zu seiner Lebenszeit das erlebt? Umsomehr, wenn die Person die Verwendung des selben Wortes in den anderen Texten und insbesondere auch in Römer 16:20 kannte?</p>
<p>Aber hatte Jesus ihnen nicht noch kurz vor seinem Weggang etwas ganz anderes deutlich gesagt?</p>
<blockquote>
<p>„Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du <strong>in dieser Zeit</strong> für Israel das Reich wieder her? Er sprach zu ihnen: <strong>Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat</strong>. <br />Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“ (Apg 1:6-8 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Sollte Jesus später im ersten Jahrhundert dies geändert haben, und seinen Nachfolger doch etwas mitgeteilt haben? Oder haben wir es hier mit einer permanenten Erwartungshaltung von Menschen zu tun?</p>
<p>In den Evangelien findet man zuerst Aussagen mit einem Zeitbezug von Johannes, dem Täufer:</p>
<blockquote>
<p>„In jenen Tagen aber kommt <strong>Johannes der Täufer</strong> und predigt in der Wüste von Judäa und spricht: Tut Buße! <strong>Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen</strong>.“ (Matt. 3:2 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Die Hoffnung, dass bald etwas geschieht steht mit der Anwesenheit des Messias in Verbindung. Jesus selbst sagt gemäß dem Matthäus Evangelium später:</p>
<blockquote>
<p>Von da an begann <strong>Jesus</strong> zu predigen: "Ändert eure Einstellung, denn die <strong>Himmelsherrschaft bricht bald an!</strong>“ (Matt 4:17 NEÜ)</p>
<p>Von da an begann <strong>Jesus</strong> zu verkündigen und sprach: Kehrt um! <strong>Denn nahe gekommen ist das Himmelreich</strong>. (Matt 4:17 Züricher)</p>
</blockquote>
<p>Berücksichtigt man die Erwartungshaltung gläubiger Juden im ersten Jahrhundert, ist es nicht abwegig anzunehmen, dass manche sich  Hoffnungen machten, dass sie selbst das noch erleben werden.</p>
<p>Dann sandte sogar Jesus seine Apostel mit dieser Botschaft aus:</p>
<blockquote>
<p>Wenn ihr aber hingeht, predigt und sprecht: <strong>Das Reich der Himmel ist nahe gekommen</strong>. (Matt 10:7 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Und schließlich sagte Jesus nach Matthäus 24 dies:</p>
<blockquote>
<p>So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es <strong>nahe an der Tür ist</strong>. Wahrlich, ich sage euch: <strong>Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.</strong> (Matt 24:33,34 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Da hierzu schon viel gesagt wurde (siehe auch diese Website und im YouTube Kanal <a href="https://youtube.com/@BeroerStudium" target="_blank" rel="noopener">https://youtube.com/@BeroerStudium</a>), soll hier nur eines hervorgehoben werden: Jesus selbst gab seinen Jüngern und allen anderen Hinweise, dass bald etwas Wichtiges geschehen wird. Es ist daher nur um so verständlicher, dass seine Apostel ihn fragten, ob er in dieser Zeit das Königreich wiederherstellt. Worauf Jesus ihnen ziemlich deutlich sagte, dass sie das nichts angeht (siehe oben Apg. 1:6-8).</p>
<p>Was finden wir noch in den Schriften der ersten Christen?</p>
<blockquote>
<p>Achtet also auf die Gelegenheiten, die Gott euch gibt! Es ist höchste Zeit, aus dem Schlaf aufzuwachen, denn<strong> jetzt ist unsere Rettung noch näher als am Beginn unseres Glaubens</strong>. <strong>Die Nacht geht zu Ende, bald ist es Tag.</strong> Darum wollen wir uns von allem trennen, was man im Dunkeln tut, und die Waffen des Lichts ergreifen! (Römer 13:11,12 NEÜ)</p>
<p>„Der Gott des Friedens aber wird <strong>in Kurzem</strong> <strong>den Satan unter euren Füßen zertreten</strong>. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!“ (Rö 16:20 Elberfelder)</p>
<p>Lasst alle Menschen sehen, wie herzlich und freundlich ihr seid! <strong>Der Herr kommt bald.</strong> (Philipper 4:5 NEÜ)</p>
<p>Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt. <strong>Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird der kommen, der kommen soll</strong>, und wird nicht auf sich warten lassen. (Heb 10:36,37 Schlachter 2000)</p>
</blockquote>
<p>Die Christen scheinen ja sogar direkt dazu aufgefordert worden zu sein, das Ende schneller herbeizuführen:</p>
<blockquote>
<p>Wenn sich nun dies alles derart auflöst, wie entschlossen müsst ihr dann euer Leben führen, heilig und fromm! <strong>Wartet</strong> auf den Tag Gottes <strong>und beschleunigt seine Ankunft</strong> - seinetwegen wird der Himmel sich auflösen im Feuer, und die Elemente des Alls schmelzen in der Hitze. (2. Pe. 3:11,12 Züricher)</p>
</blockquote>
<p>Andere Texte wie 2. Kor. 4:17 („Denn unsere Bedrängnis, die <strong>schnell</strong> vorübergehend und leicht ist“), 1. Petrus 1:6 („Deshalb seid ihr voll Freude, wenn es für <strong>kurze Zeit</strong> jetzt sein muss, dass ihr durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet.“) oder 1. Petrus 5:10 („Der Gott aller Gnade aber, der euch in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr <strong>kurze Zeit</strong> leiden müsst, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen“) sind wohl eher so zu verstehen, dass dies im Vergleich zum zukünftigen Ewigen betrachtet wird. Wenn es in Heb. 8:13 heißt, dass der alte Bund bald verschwunden ist, so hat sich das nach Auffassung der Christen tatsächlich in ihrer Zeit erfüllt. Wenn auch erst etwa vier Jahrzehnte nach Jesu Tod.</p>
<p>Man muss auch vorsichtig sein und verschiedene Übersetzungen und vor allem alten Manuskripte berücksichtigen:</p>
<blockquote>
<p>Aber sie werden sich vor dem verantworten müssen, der <strong>bald</strong> sein Urteil über Lebende und Tote sprechen wird. (1. Pe 4:5 NEÜ)</p>
<p>Sie werden aber Rechenschaft ablegen müssen vor dem, der sich <strong>bereithält</strong>, die Lebenden und die Toten zu richten (1. Pe 4:5 Züricher)</p>
</blockquote>
<p>Gemäß dem griechischen Text ist hier wohl eher der Gedanke von ‚bereit sein‘ zutreffend. Aber wenn Jesus sich jetzt schon bereit hält, die Lebenden und die Toten zu richten, kann es dann noch lange dauern? Selbst dieser Aussage hätte also ein Christ entnehmen können, dass es ja nicht mehr so lange dauern kann.</p>
<p>Vermutlich ist die Liste der Texte, die sich auf das baldige ‚Ende‘ oder die Wiederkunft Jesu beziehen nicht vollständig.</p>
<p>Nach rund 2000 Jahren wissen wir allerdings, dass sich diese Erwartungen im ersten Jahrhundert und bis heute nicht erfüllt haben.</p>
<p>Damit stellt sich die Frage, warum wir diese Texte trotzdem in den christlichen Schriften finden? Waren sie nicht inspiriert? Warum haben Jahwe und Jesus das durch den heiligen Geist nicht verhindert? Sind sie vielleicht später hinzugefügt oder verändert worden?</p>
<p>Die Geschichte der ersten Christen und die Entstehung des Christentums zeigt, dass diese so ihre Schwierigkeiten hatten, mit den nicht erfüllten Hoffnungen zurecht zu kommen. Interessante Details finden sich dazu auch in der Dokumentations-Serie des Senders Arte „Die Apokalypse - Die Entstehung des Christentums⎜ ARTE Doku“ (eine wirklich gut Dokumentation, in der viele verschiedene Gelehrte zu Wort kommen, die aber leider nur noch über YouTube erhältlich ist).</p>
<p>Interessant ist dabei, dass in der Offenbarung, die nach der Überlieferung um das Jahr 100, also lange nach Jesu Tod, geschrieben wurde, diese Aussage am Anfang und Ende so hervorgehoben wird. So viele Jahrzehnte waren seit Jesu Weggang vergangen. Die Prophezeiung über die Zerstörung Jerusalems hätte sich dann ja schon erfüllt, aber Jesus war immer noch nicht wieder gekommen.</p>
<p>Außerdem muss man berücksichtigen, dass es sehr lange dauerte, bis die Offenbarung als Teil des Kanons akzeptiert wurde (siehe z.B. das Standardwerk von <a href="https://beroeans.info/der-kanon-des-neuen-testaments/" target="_blank" rel="noopener">Bruce. M. Metzger „Der Kanon des Neuen Testaments“</a>). Zu dieser Zeit gab es schon unzählige Briefe und Berichte, die nicht in den Kanon und damit unsere heutigen Bibeln, übernommen wurden. Daher muss man sich die Frage stellen, wie verläßlich es ist, dass das Buch Offenbarung wirklich Teil des Kanons – der als echt geltenden Bücher – angesehen werden kann. </p>
<p>Vielleicht enthalten ja manche Stellen nicht eine Zusicherung Jesu sondern mehr den Wunsch einer Gruppe von Jüngern:</p>
<blockquote>
<p>„Der, der sich für die Wahrheit dieser Dinge verbürgt, sagt: "<strong>Ja, ich komme bald!</strong>" – "<strong>Amen, komm doch, Herr Jesus</strong>!““ (Off 22:20 NEÜ)</p>
</blockquote>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Wurde der göttliche Name fälschlicherweise wiederhergestellt?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibletexts/wurde-der-goettliche-name-faelschlicherweise-wiederhergestellt/</link>
                        <pubDate>Sat, 06 May 2023 11:43:07 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[
Wir vermuten stark, dass der göttliche Name aus den hebräischen Kopien entfernt und dann später von Schreibern...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify"></div>
<div style="text-align: justify"><strong>Wir vermuten stark, dass der göttliche Name aus den hebräischen Kopien entfernt und dann später von Schreibern wiederhergestellt wurde - allerdings versehentlich an zu vielen Stellen. Wann ist das passiert? Und warum haben wir diesen Verdacht?</strong></div>
<div> </div>
<div style="text-align: justify">Wir sind nicht sicher, wann das geschah. Es könnte irgendwann nach der Rückkehr der Juden aus Babylon im 6. Jahrhundert v. Chr. gewesen sein (aber rechtzeitig wiederhergestellt worden sein, damit der Name in den Schriftrollen vom Toten Meer erscheinen konnte). Oder es war irgendwann nach dem 1. Jahrhundert n. Chr. (und wurde wiederhergestellt, bevor die Masoreten im 5. Jahrhundert n. Chr. mit ihrer Arbeit begannen). Oder beides.<br /><br />Interessanterweise behauptete George Lamsa (der Autor der Lamsa-Bibel aus dem Aramäischen ins Englische), dass die hebräische Bibel irgendwann nach der babylonischen Gefangenschaft im 6. Jahrhundert vollständig verloren gegangen war. Er sagte, dass die Bibel <em>nur als aramäische Übersetzung überlebt hat</em> und dass der hebräische Text, den wir heute haben, eine Übersetzung aus dem Aramäischen zurück ins Hebräische ist! Wir können nicht beweisen, dass dies geschah, aber wenn es so war, dann könnte dies der Zeitpunkt sein, an dem JHWH zum ersten Mal aus der Bibel entfernt wurde.<br /><br />In der aramäischen Übersetzung wurde JHWH wahrscheinlich durch Herr (als das Wort maryah) ersetzt. Das wissen wir, weil das aramäische Alte Testament und die aramäischen Targume bis heute überlebt haben, und das ist es, was sie mit dem göttlichen Namen machen. Als sie später die aramäische Bibel ins Hebräische zurückübersetzten, mussten sie erraten, wo "Herr" ursprünglich "JHWH" bedeutete und wo es wirklich nur "Herr" hieß! Leider haben sie sich an einigen Stellen geirrt und JHWH zu oft wieder in den Text eingefügt.<br /><br />Vielleicht ist es so oder anders passiert. Wie auch immer, wir vermuten stark, dass so etwas passiert ist. Und warum? Aus zwei Hauptgründen:</div>
<div> </div>
<div style="text-align: justify"><strong>1. An einigen Stellen bricht der Name mit den normalen Gepflogenheiten der hebräischen Poesie</strong></div>
<div style="text-align: justify">In Psalm 19:9 heißt es zum Beispiel wortwörtlich im hebräischen Text:</div>
<div style="text-align: justify">
<blockquote>
<p><span>‘The/fear </span><strong>of/Jehovah (יְהוָ֨ה)</strong><span> is/clean,</span><br /><span>Enduring through/ages;</span><br /><span>The/Judgments </span><strong>of/Jehovah (יְהוָ֨ה)</strong><span> are/true,</span><br /><span>Righteous altogether.’</span></p>
</blockquote>
</div>
<div style="text-align: justify">Wo liegt das Problem? Nun, nach den Regeln der hebräischen Poesie sollte der Autor, wenn er etwas oder jemanden zweimal erwähnt, ein Synonym oder ein Gleichnis verwenden, anstatt dasselbe zu wiederholen. Wir würden also erwarten, dass JHWH im ersten Satz steht und Herr im nächsten Satz (oder umgekehrt). Doch stattdessen sehen wir JHWH zweimal hintereinander.<br /><br />Auch in der griechischen Septuaginta gibt es diesen Fehler, denn an beiden Stellen steht Herr ohne "das" davor, was darauf hindeutet, dass im hebräischen Text, den der Übersetzer verwendet hat, in beiden Fällen JHWH stand. Wenn der Name also tatsächlich aus der hebräischen Bibel entfernt und "wiederhergestellt" wurde, muss dies vor dem Erscheinen der griechischen Septuaginta geschehen sein. Mit anderen Worten: vor dem 3. Jahrhundert v. Chr.<br /><br />In unserer Bibelübersetzung versuchen wir, dies zu korrigieren, deshalb heißt es in dem Vers:</div>
<div style="text-align: justify">
<blockquote>
<p><span>‘The fear </span><strong>of Jehovah</strong><span> is pure…</span><br /><span>It lasts through the age and through ages of ages.</span><br /><span>And the judgments </span><strong>of the Lord</strong><span> are all true,</span><br /><span>For they bring equal justice to all.’</span></p>
</blockquote>
</div>
<div style="text-align: justify">Wir wissen nicht, ob wir es richtig gemacht haben, aber es besteht zumindest eine 50%ige Chance, dass wir es richtig gemacht haben.</div>
<div> </div>
<div style="text-align: justify"><strong>2. Mehrere Prophezeiungen über den Messias lauten falsch</strong></div>
<div> </div>
<div style="text-align: justify">In Römer 10:13 zitiert Paulus zum Beispiel Joel 2:32, wo es auf Hebräisch heißt</div>
<div style="text-align: justify">
<blockquote>
<p>Dann werden alle, die den Namen Jehovas (יהוה) anrufen, gerettet werden, sagte Jehova (יהוה).</p>
</blockquote>
</div>
<div style="text-align: justify">Warum sagt Jehova nicht stattdessen: "Alle, die MEINEN NAMEN anrufen, werden gerettet werden"? Außerdem deutet der Kontext darauf hin, dass Gott von jemandem gesprochen hat, der von ihm gesandt wurde, und dass es der Name dieser anderen Person war, den die Menschen anrufen sollten. Christen würden sagen, dass es der Name Jesu ist.<br /><br />Genau darauf wollte Paulus hinaus, als er den Vers zitierte! Paulus ermutigte die Menschen nicht, den Namen Jehova anzurufen, sondern Jesus, den Sohn Jehovas! Die Juden hatten den Namen Jehova schon seit Jahrhunderten angerufen; das war nicht neu. Den Namen Jesus anzurufen, war jedoch neu.<br /><br />Wir glauben, dass die Schrift ursprünglich wahrscheinlich so lautete:</div>
<div style="text-align: justify">
<blockquote>
<p>Dann werden alle, die den Namen des Herrn anrufen, gerettet werden, spricht Jehova.</p>
</blockquote>
</div>
<div style="text-align: justify">Ein weiteres Beispiel findet sich in Jesaja, Kapitel 50 und 51. Im hebräischen Text wird dort von Jehova in der 3. Person gesprochen, aber dann scheint es, als würde er in der 1. Person sprechen. Das ändert sich verwirrend bis zum Kapitel 53. Doch wenn du erkennst, dass JHWH vielleicht zu oft wiederhergestellt wurde, kannst du das korrigieren und dann macht alles einen Sinn.<br /><br />Der hebräische Text beginnt zum Beispiel mit den Worten "Und Jehova sprach zu mir..." und zitiert dann, was "Jehova" zu Jesaja sagte. Aber dann sagt "Jehova" (in Vers 4): Jehova hat mir eine Zunge gegeben, um mich zu unterrichten", und dann: "Jehova wird mir zu Hilfe kommen" und so weiter.<br /><br />Hm? Jehova hat Jehova eine Zunge gegeben? Jehova wird Jehova zu Hilfe kommen? Später, in Kapitel 53, zitiert Jehova sogar Jehova!<br /><br />Die einfache Antwort ist, dass es nicht Jehova ist, der da spricht. Am Anfang, als es hieß, dass "Jehova" spricht, hieß es wahrscheinlich ursprünglich, dass der Herr spricht. Dieser Herr war ein geistiger Bote, vielleicht sogar Jesus selbst. Tatsächlich ist das Kapitel eine messianische Prophezeiung, die viele der Dinge beschreibt, die Jesus ertragen sollte. Leider haben die Schriftgelehrten irgendwann den Namen JHWH an zu vielen Stellen in diesem Bibelbuch "wiederhergestellt" und damit die Prophezeiung durcheinander gebracht.</div>
<div> </div>
<div style="text-align: justify"><strong>Andere Möglichkeiten eröffnen sich</strong></div>
<div> </div>
<div style="text-align: justify">Wenn wir damit richtig liegen (und das behaupten wir nicht), dann setzt das ein Fragezeichen über mehrere Stellen, an denen JHWH im hebräischen masoretischen Text vorkommt.<br /><br />In den Schriften der Propheten wird zum Beispiel berichtet, dass einer der Boten Gottes die Worte Jehovas überbrachte. Bezeichneten die Propheten diesen Boten nun respektvoll als den Herrn oder als Jehova, die Person, die der Bote repräsentierte? In unserer Übersetzung heißt es zum Beispiel in Jeremia 2:1:</div>
<div style="text-align: justify">
<blockquote>
<p>'Da kam <strong>das Wort des Herrn</strong> wieder zu mir und sagte,<br />Geh hin und schrei in JeruSalems Ohren...<br /><strong>Sage ihnen: So spricht Jehova</strong>:'</p>
</blockquote>
</div>
<div style="text-align: justify">Wir haben also "den Herrn" (den Boten oder Engel), der eine Botschaft von Jehova (einer dritten Partei) überbringt. So steht es in unserer Übersetzung, aber im hebräischen Text steht in beiden Fällen "Jehova". Wie du siehst, würde es aber trotzdem Sinn machen, wenn der erste Ausdruck ursprünglich Herr war und sich auf den Geistboten bezog.<br /><br />Das ist nur eine Möglichkeit. Es gibt einige klare Beispiele dafür, dass geistige Boten Jehova genannt werden, weil sie seine Vertreter sind. In 2. Mose 3:2 heißt es zum Beispiel, dass Mose im brennenden Dornbusch ein Bote (ein Engel) erscheint, und in Vers 6 sagt derselbe Bote: "Ich bin der Gott deiner Vorfahren".<br /><br />Aber wenn unsere Vermutung richtig ist, könnte es viele Stellen geben, an denen JHWH nicht vorkommen sollte und die eigentlich Herr heißen müssten.<br /><br />Deshalb sind wir in unserer Übersetzung sehr vorsichtig, wenn wir Jehova sagen, wo im hebräischen masoretischen Text JHWH steht, und auch bei den Stellen, an denen die griechische Septuaginta Herr ohne "das" davor verwendet (die übliche Art, JHWH zu ersetzen). Wenn der göttliche Name vor dem 3. Jahrhundert v. Chr. (als die griechische Septuaginta übersetzt wurde) aus den Büchern der jüdischen Ära entfernt und wiederhergestellt wurde, dann sind beide Texte verdächtig.<br /><br />Wenn aus dem Kontext hervorgeht, dass ein geistiger Bote spricht, bezeichnen wir diesen Boten in der Regel als den Herrn. Natürlich können wir uns irren, aber wir glauben, dass ein vorsichtiger Ansatz das Beste ist. Außerdem verlinken wir nach und nach alle solchen Fälle mit einem Übersetzerhinweis, der den Sachverhalt erklärt.</div>
<div style="text-align: justify"> </div>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/spuriousbibletexts/wurde-der-goettliche-name-faelschlicherweise-wiederhergestellt/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Römer 10:13 Wessen Name soll angerufen werden, um gerettet zu werden?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/roemer/roemer-1013-wessen-name-soll-angerufen-werden-um-gerettet-zu-werden/</link>
                        <pubDate>Sat, 06 May 2023 11:28:10 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Römer 10:13 wird von den meisten Bibelübersetzungen in etwa so widergegeben:

Denn &quot;jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“. (Römer 10:13 NEÜ)

Wenn man den Kontext ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify">Römer 10:13 wird von den meisten Bibelübersetzungen in etwa so widergegeben:</p>
<blockquote>
<p>Denn "jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“. (Römer 10:13 NEÜ)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Wenn man den Kontext betrachtet, scheint es zuerst einmal recht klar, wer hier mit ‚Herr‘ gemeint ist:</p>
<blockquote>
<p>Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass <strong>Jesus der Herr ist</strong>, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. (Römer 10:9 NEÜ)</p>
<p>Es gibt da keinen Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden, denn sie <strong>haben alle denselben Herrn</strong>, und er lässt alle an seinem Reichtum Anteil haben, alle, die ihn anrufen. (Römer 10:12 NEÜ)</p>
</blockquote>
<p>Vers 9 spricht ganz klar von Jesus als dem Herrn und unterscheidet ihn hier von Gott, der ihn aus den Toten auferweckt hat. Dieser Text ist daher auch in Bezug auf das Thema Trinität interessant, soll aber hier nicht diskutiert werden.</p>
<p>Wie kann es hier zu Unklarheiten kommen? Aus zwei Gründen: 1. Der Bibelübersetzung der Zeugen Jehovas und 2. dem Bezug auf das ‚Alte Testament‘.</p>
<p>Die Widergabe der Bibelüberstzung der Zeugen Jehovas lautet:</p>
<blockquote>
<p>Denn „jeder, der den <strong>Namen Jehovas*</strong> anruft, wird gerettet werden.“ (Römer 10:13 Neue-Welt-Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Warum wird von der Leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas hier der Name Gottes in der Form „Jehova“ eingesetzt? Denn in allen erhaltenen Manuskripten steht <em>kyriou</em> (Herr):</p>
<blockquote>
<p><span>Πᾶς γὰρ ὃς ἂν ἐπικαλέσηται τὸ ὄνομα <strong>Κυρίου</strong> σωθήσεται.</span></p>
</blockquote>
<div style="text-align: justify">Die Begründung ist, dass Paulus hier aus dem Alten Testament das Buch Joel zitiert und dort im Hebräischen der Name Gottest stand. Die Christen im ersten Jahrhundert hätten daher hier auch den Namen Gottes verwendet. Diese Argumentation zu Römer 10:13 wurde erst vor kurzem in der Artikelserie <em>Bibelverse erklärt</em> S.3 unter der Überschrift „Römer 10:13 – „Jeder, der den Namen des Herrn anruft““ begründet. Dieser Gedanke ist für die Leitende Körperschaft sehr wichtig, weil in Bezug auf ‚anurfen‘ keinesfalls Jesus gemeint sein darf und so schön auch auf den Namen Gottes hingewiesen wird, den Rutherford seiner Bewegung gegeben hat: Jehovas Zeugen.</div>
<div style="text-align: justify">Dieses Argument kann natürlich nur dann gelten, wenn Paulus hier wirklich – und mit Absicht – Joel 3:5 zitiert. In englischen Bibelübersetzungen ist dieser Vers übrigens meist als Joel 2:32 zu finden.</div>
<div style="text-align: justify">Viele sind davon überzeugt, wie zum Beispiel die Fußnote in der <em>Neuen Evangelistischen Übersetzung</em> zeigt:</div>
<blockquote>
<p><span>Den Namen Gottes, der in Joël 3,5 Jahwe lautet, bezieht Paulus hier eindeutig auf den Herrn Jesus Christus (vergleiche die Verse 9-12). Petrus tut das ebenso in Apostelgeschichte 2,21. (Römer 10:13 Fußnote Neuen Evangelistischen Übersetzung )</span></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Da Paulus hier nicht direkt sagt, dass es in Joel steht – wie er es zum Beispiel in Römer 10 mit Jesaja teilweise tut – müssen wir also den griechischen Text mit der Septuaginta vergleichen, der griechischen Übersetzung, welche die Christen im ersten Jahrhundert verwendet haben, wenn sie griechisch sprachen.</p>
<blockquote>
<p><span>Πᾶς γὰρ ὃς ἂν <strong>ἐπικαλέσηται τὸ ὄνομα Κυρίου σωθήσεται</strong>. (Römer 10:13)</span></p>
<p><span><strong>καὶ ἔσται πᾶς ὃς ἂν ἐπικαλέσηται τὸ ὄνομα Κυρίου σωθήσεται</strong>· ὅτι ἐν τῷ ὄρει Σειὼν καὶ ἐν Ἰερουσαλὴμ ἔσται ἀνασωζόμενος, καθότι εἶπεν Κύριος, καὶ εὐαγγελιζόμενοι οὓς Κύριος προσκέκληται. (Joel 2:32 LXX)</span></p>
</blockquote>
<p>Auch wer nicht Altgriechisch kann, wird die Ähnlichkeit erkennen.</p>
<p>Die Bibel selbst gibt aber einen klaren Hinweis, und zwar von Petrus selbst in Apostelgeschichte 2:21</p>
<blockquote>
<p>Nein, es ist das, was Gott durch den <strong>Propheten</strong> <strong>Joël</strong> <strong>gesagt</strong> hat: … Aber <strong>jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet</strong>. (Apg. 2:16,21 NEÜ)</p>
</blockquote>
<div style="text-align: justify">Wir können also davon überzeugt sein, das auch Paulus hier aus Joel 3:5 (bzw. Joel 2:32 in englischen und griechischen Ausgaben) zitiert hat.</div>
<div style="text-align: justify">Haben wir damit einen Konflikt? Ist in Joel Gott JHWH gemeint und in Römer 13 wendet das Paulus auf Jesus an? </div>
<div style="text-align: justify">Möglicherweise gibt es noch eine andere Erklärung, die beide Text viel natürlicher in Einklang bringt. Betrachten wir noch einmal Joel 3:5 (Joel 2:32) genauer:</div>
<blockquote>
<p>Jeder aber, der den <strong>Namen des HERRN anruft</strong>, wird gerettet, denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Rettung sein, <strong>wie der HERR es gesagt</strong> <strong>hat</strong>, und bei den Entronnenen, die der HERR ruft. (Joel 3:5 Züricher)</p>
<p>Aber jeder, der den <strong>Namen Jahwes anruft</strong>, wird gerettet, denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird es Rettung geben, <strong>wie Jahwe angekündigt hat</strong>. Gerettet sein wird der, den Jahwe beruft. (Joel 3:5 NEÜ)</p>
</blockquote>
<p>Warum spricht der HERR / Jahwe hier in der dritten Person von sich? Wenn hier der Nahme ‚Jahwe‘ gemeint ist, hätten wir dann nicht eher dies erwartet?</p>
<blockquote>
<p>Aber jeder, der <strong>meinen Namen</strong> anruft, wird gerettet, denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird es Rettung geben, wie Jahwe angekündigt hat. Gerettet sein wird der, den Jahwe beruft.</p>
</blockquote>
<p>Könnte es vielleicht sogar sein, dass auch in Joel 3:5 (Joel 2:32) ursprünglich dies stand?</p>
<blockquote>
<p>Aber jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet, denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird es Rettung geben, wie Jahwe angekündigt hat. Gerettet sein wird der, den Jahwe beruft.</p>
</blockquote>
<div style="text-align: justify">Dann wäre dies eine sehr zutreffende Prophezeiung gewesen, die sowohl Petrus als auch Paulus völlig korrekt als auf Jesus anwenden.</div>
<div style="text-align: justify">Warum könnte dies durchaus möglich sein? Die Übersetzer der <em>2001 Translation</em> begründen dies so:</div>
<blockquote>
<div>Gottes Name - fälschlicherweise im hebräischen Text wiederhergestellt?</div>
<p>Einige wörtliche Übersetzungen setzen den Namen Jehova/Yahwe an allen Stellen ein, an denen JHWH (יהוה) in den hebräischen masoretischen Texten vorkommt. Obwohl Jehovah/Yahweh im Alten Testament viele tausend Mal vorkommt, vermuten wir, dass es zu einem späteren Zeitpunkt fälschlicherweise etwa 112 Mal eingefügt wurde. Warum?<br /><br />Wir vermuten, dass die jüdischen Schriftgelehrten irgendwann in der Geschichte den göttlichen Namen aus ihren Schriftrollen entfernten und ihn durch ein Äquivalent von Herr ersetzten. Später haben die jüdischen Schreiber den göttlichen Namen wieder eingefügt. Leider haben sie ihn zu oft wieder eingefügt! Und warum? Weil sie nicht wussten, wann "Herr" ursprünglich "JHWH" bedeutete, oder wann "Herr" wirklich "Herr" hieß.<br /><br />Dieser Vers  ist eine der Stellen, von denen wir vermuten, dass ursprünglich Herr gesagt wurde.</p>
</blockquote>
<p>Es gibt noch eine ausführlichere Erklärung, die in diesem <a href="https://beroeans.info/community/postid/143/" target="_blank" rel="noopener">Artikel</a> zu finden ist.</p>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/roemer/roemer-1013-wessen-name-soll-angerufen-werden-um-gerettet-zu-werden/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Wer war schuldig an JESU Tod?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/wer-war-schuldig-an-jesu-tod/</link>
                        <pubDate>Thu, 06 Apr 2023 06:51:26 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Bitte korrigiert mich, wenn ich was falsch verstehen sollte.
 
Wenn ich die Diskussion auf BibelTV betrachte mit Fr. Prof. Ruth Lapide und Hr. Henning Röhl, dann gibt es immer „Streit“ zu ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Bitte korrigiert mich, wenn ich was falsch verstehen sollte.</p>
<p> </p>
<p>Wenn ich die Diskussion auf BibelTV betrachte mit Fr. Prof. Ruth Lapide und Hr. Henning Röhl, dann gibt es immer „Streit“ zu dem Thema, wer an JESU Tod schuldig war.</p>
<p>Frau Lapide will nix davon wissen, dass irgendwer von den Juden an JESU Tod schuldig gewesen wäre.</p>
<p> </p>
<p>Sicher schuldig, auch wenn JESUS sich selbst bestimmend hingegeben hat.</p>
<p> </p>
<p><strong>WAS VOR 1990 JAHREN GESCHAH:</strong><br />Meiner Ansicht nach, ist es so, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer damals, haben JESUS als GOTTES Lästerer angesehen, welcher gar (aus ihrer Sicht) die Gebote GOTTES außer Kraft setzte…  Und die Höhe von allem war auch noch, dass der sich selber als den wahren SOHN GOTTES angesehen hatte, also sich im Grunde Gott gleichmachte!</p>
<p>Dafür stand die Todesstrafe.  Und die Führungsschicht der Juden meinten dabei GOTTES Willen zu tun, wenn sie JESUS zu Tode verurteilen.</p>
<p>Die Todesart würde durch <a href="https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose15%2C35-36">Steinigung</a> erfolgen, WENN nicht sooo viele des Volkes, auf JESU Seite wären.  Also wie sollten diese Richter JESUS zum Tode verurteilen und dies auch vollstrecken, wenn so viele Menschen JESUS nachfolgten!  Da würde Aufstand geben, und am Ende könnten viele die Ankläger angreifen!</p>
<p>Sie haben sich also einen Plan als Lösung ausgehäkelt, indem sie zu dem Entschluss kamen, am besten die Drecksarbeit einem Römer zu überlassen.</p>
<p>Daher haben sie aus einem <em>religiösen</em> Grund, einen <strong><em>politischen</em></strong> gemacht.</p>
<p> </p>
<p>Sie machten JESUS bei Nacht und Nebelaktion ein Schnellprozess (das einzige mir aus der Bibel bekannte, welche außerhalb der Öffentlichkeit stattfand, und wo alles falsch gemacht wurde, was man dabei falsch machen konnte), und haben JESUS vor Pilatus gezerrt mit dem Anklagepunkt, dass JESUS als Unruhestifter das ganze Volk aufwiegelt, und verbietet dem <u>Kaiser</u> die Steuern zu zahlen.</p>
<p>Ein POLITIKUM, mit dem sich Pilatus auseinander setzen MUSSTE.</p>
<p>Aber der ist nicht auf den Kopf gefallen.  Er hat mit JESUS gesprochen und gemerkt, was die Sache ist. Deswegen damit die Ankläger mal Ruhe geben, wollte er JESUS Schläge verpassen und Ihn wieder frei lassen, da er keine Schuld an ihn sah, welche die Todesstrafe nach sich ziehen müsste.</p>
<p> </p>
<p>Aber die jüdischen Führer haben nicht locker gelassen. Sie wollten JESUS hängen sehen!</p>
<p>Pilatus spricht wieder mit JESUS, und erfährt auch, dass JESUS ein Galiläer ist. Und da sieht er eine Chance sich des Falls zu entledigen, und senden JESUS zur Herodes.</p>
<p>Dieser wiederum wollte eigentlich von JESUS nur ein Wunder sehen, wurde aber enttäuscht und sandte JESUS wieder zur Pilatus zurück.</p>
<p>Pilatus unter Druckzwang, fragt wiederholt das Volk nach den GRUND, aber die am lautesten schreienden wollen nur JESUS hängen sehen!  Pilatus wollte dann denen Barabbas im Austausch anbieten, in der Meinung, dass dieser eben Verbrecher war, und im Vergleich zu JESUS, könnte das Volk sich dann doch für JESUS umentscheiden.</p>
<p>Es kam aber anders.</p>
<p>Pilatus MUSS den Willen des Volkes akzeptieren und nach jüdischen Brauch tut er demonstrativ vor dem Volk seine Hände in Unschuld waschen.</p>
<p> </p>
<p>Nachdem die Frau des Pilatus ihn die Ohren voll „belabert“ hat, mit dem gerechten JESUS nichts zu tun zu haben, und Pilatus selbst wollte JESUS überhaupt nicht hinrichten zu lassen, in solcher sich dem Pilatus bildenden Szene, - warum hatte er das dennoch gemacht? Konnte Pilatus sich nicht durchsetzen?</p>
<p> </p>
<p>Wenn man als möglichen Grund das hernimmt, was in der apokryphen Schrift „Acta Pilati“ dazu steht, dann erfährt man, warum wider seinem Willen, hat sich Pilatus der Oberschicht der Juden doch untergeordnet, oder „strategisch“ unterordnen müssen.</p>
<p> </p>
<p>Damals haben Statthalter ein Protokoll ihren Vorgesetzten schreiben müssen, wenn es welche Verurteilungen vorgenommen wurden.  Pilatus begründet sein Vorgehen in dem Protokoll damit, dass in der Passahzeit der Juden, sehr viele Juden von auswärts nach Jerusalem kamen. Und wie jedes Jahr zu der Zeit, hat Pilatus Garnison römische Soldaten als Verstärkung angefordert, aber die sind noch nicht eingetroffen. Und mit den Soldaten welche Pilatus zu Seite standen, hätte er ein Aufstand der vielen Juden nicht abwähren können, da sich die Lage zugespitzt hatte.  So machtlos, musste er seiner Meinung, des Todes unschuldigen Menschen, dem Willen des Volkes nachgeben, um Schlimmeres in seiner Position zu verhindern…  Sonst hätte es ein unheimliches Blutbad gegeben und die Römer wären dem Volk unterlegen.</p>
<p> </p>
<p>Der Sage nach, konnte der große Präfekt der Provinz Judäa, Pilatus höchst persönlich (der sonst nicht so zimperlich war und viel Blut an seinen Händen klebte…) nicht mit dieser Schuld auf Dauer fertig werden (zumal er auch die Wunder bei JESU Tod miterleben musste und feststellte, dass JESUS doch ein SOHN GOTTES war), und war die Nächtelang damit geplagt, bis er am Ende sich ins Schwert stürzte.</p>
<p><br />Was daran wahr ist oder nicht – aber theoretisch, ob das auch so möglich wäre?</p>
<p><br />Jedenfalls was aus der überlieferten Geschichte hervorgeht, 3 Sachen stimmen:</p>
<ul>
<li>die Führungselite der Juden wollten JESU Tod und haben diesen auch verschuldet, auch wenn sie die Ausführung Pilatus zuschoben und ihn androhten, dass er sonst kein Freund des Kaisers wäre, wenn der anders handeln will…;</li>
<li>Prophezeiungen haben sich erfüllt, dass nach jüdischen Gesetz wurde JESUS trotzdem <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes18%2C31-32">nicht gesteinigt</a>, was Glaubwürdigkeit der Bibel unterstreicht, weil für ausgedachte „Prophetie“ wäre das zu unwahrscheinlich;</li>
<li>Es musste so kommen wie es kam. <u>Führungselite der Juden waren schuldig an JESU Tod</u> (nicht DIE Juden), aber das geschah nur aufgrund der Zulassung JEHOVAS und weil das der Plan GOTTES war. Sonst hätte niemand JESUS was antun können, wenn Er nicht <em>zur seiner Zeit</em> das bestimmt hätte, obwohl die Juden schon früher Ihn den <a href="https://www.bibleserver.com/ELB/Lukas4%2C29">Abhang runter in den Tod schmeißen</a></li>
</ul>
<p> </p>
<p>Wer möchte, da würde ich mich auf Korrekturen freuen, für welche ich im Voraus danke.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>Georg</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/lehren/wer-war-schuldig-an-jesu-tod/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Diverse Fragen</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/diverse-fragen/</link>
                        <pubDate>Tue, 04 Apr 2023 18:07:22 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo Zusammen,
 
ich habe da diverse Fragen die mich schon eine Weile beschäftigen. Es muss nicht direkt eine Antwort gegeben werden. Wer einen Link zum nachlesen hat, oder ein Video, etc...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Zusammen,</p>
<p> </p>
<p>ich habe da diverse Fragen die mich schon eine Weile beschäftigen. Es muss nicht direkt eine Antwort gegeben werden. Wer einen Link zum nachlesen hat, oder ein Video, etc. genügt das auch. Wenn die Bibel nicht eindeutig ist und diverse Auslegungen A, B, oder C anbieten, dann ist mir ein "die Bibel ist da nicht eindeutig" die liebste Antwort. </p>
<p>Erst mal nur zwei Fragen. Die ein oder andere könnte noch folgen mit der Zeit. Gerade was die Offenbarung angeht. </p>
<p> </p>
<p>1. Entrückung und Leben auf der Erde.</p>
<p>In <span>1. Thessalonicher 4,16-17 wird die Entrückung beschrieben. In die Luft, zum Herrn Jesus. Während Psalm 115,16 davon spricht, dass die Erde den Menschen gegeben wurde. Und auch Offenbarung 21,3-4 was uns ja allen im Schlaf bekannt ist: Das Zelt Gottes ist bei den Menschen. Aber wo sind die Menschen denn nun?</span></p>
<p>Ich persönlich kam durch mein Bibelstudium (ggf. inspiriert durch das ein oder andere Video auf diesem Kanal) zu dem Resultat, dass die Entrückung durchaus Sinn macht, da die Erde möglicherweise eine Grunderneuerung durchläuft. Texte die besagen, dass die Erde für immer bestehen wird, stehen für mich nicht direkt im Wiederspruch, dass sie neu gemacht werden kann (denn das steht eben auch in der Bibel). Die WTG Literatur vergleicht es ja gerne mit einem Haus was man natürlich offensichtlich ganz klar niemals nicht abreißen würde. Man würde es renovieren. So lange renoviert wird wohnt für gewöhnlich aber niemand darin. Der Vergleich hinkt.</p>
<p>Jedenfalls gibts ja auch noch die Texte, dass die Große Volkmenge vor dem Thron Jehovas steht, aber wo ist der? Und das neue Jerusalem wird wieder auf der Erde sein. Ich finde da einfach keine eindeutige Antwort für mich.</p>
<p>Mein Fazit: Vielleicht sind wir erst einmal nicht auf der Erde, aber letztlich schon. Und auf der Erde herrschen heißt für mich nicht über andere Herrschen. Wobei es ja das Problem mit der NWÜ gibt in der "über" die Erde Herrschen steht. Letztlich gab ich mich damit zufrieden, dass ich es persönlich eben nicht weiß, aber dass ich mir sicher sein kann, dass die Belohnung alles übertreffen wird, was ich mir vorstellen kann. Um es in einem Sprichwort auszudrücken: es wird der Himmel auf Erden sein. Ist die Bibel hier eindeutig und ich habs bisher überlesen?</p>
<p> </p>
<p>2. "Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden?" - <span>1. Korinther 6,3</span></p>
<p>Dieser eine Text verwirrt mich dann aber doch sehr. Wozu sollten Engel gerichtet werden? Einerseits ist es der einzige Text der überhaupt besagt, dass ein Mensch Engel richten wird, andererseits sind die einzigen Engel die es zu richten gilt ja schon für das Gericht bestimmt (sinngemäß nach meiner Auffassung). Die LK hat ja kürzlich verlauten lassen, dass sie ins Herz sehen können werden. Meiner Meinung nach ist das nur eine weitere Methode um Unterwürfigkeit zu fordern. Nach dem Motto: "Wenn ihr heute nicht wirklich an uns glaubt, denkt daran, eines Tages werden wir es sehen und richten euch." Für mich ist das nicht nur unbiblisch, sondern berechnend bzw. manipulativ. Ich finde keinen Text der sagt, dass wir ins Herz anderer sehen werden. Jesus hat das Gericht und handelt im Einklang mit dem Vater. Ergo fehlt mir auch schon irgendwo ein Verständnis dafür, dass Menschen über Menschen herrschen / richten werden, so wie es die LK gerne für sich beansprucht. Aber jetzt sagt Paulus auch noch, dass wir Engel richten werden. Wie ist das zu verstehen?</p>
<p> </p>
<p>LG Rene</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>Rene</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/lehren/diverse-fragen/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Philipper 1:7 (Hebräer 6:16) „Gesetzliche Befestigung der guten Botschaft“ oder „Bekräftigung des Evangeliums“?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/spuriousbibletranslations/philipper-17-hebraeer-616-gesetzliche-befestigung-der-guten-botschaft-oder-bekraeftigung-des-evangeliums/</link>
                        <pubDate>Sun, 12 Mar 2023 09:46:05 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Die Neue-Welt-Übersetzung gibt schon seit 1950 den Text so wieder:

„Es ist durchaus recht für mich, dies von euch allen zu denken, weil ich euch im Herzen habe, da ihr alle mit mir Teilha...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Neue-Welt-Übersetzung gibt schon seit 1950 den Text so wieder:</p>
<blockquote>
<p>„Es ist durchaus recht für mich, dies von euch allen zu denken, weil ich euch im Herzen habe, da ihr alle mit mir Teilhaber seid an der unverdienten Güte, sowohl in meinen Fesseln als auch in <strong>der Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft.</strong>“ (Philipper 1:7 Neue-Welt-Übersetzung 1986)</p>
<p>„Es ist nur richtig, dass ich so über euch alle denke. Ich habe euch schließlich im Herzen, euch, die ihr mit mir an der unverdienten Güte teilhabt – sowohl in meinen Fesseln als auch bei der <strong>Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft</strong>“ (Philipper 1:7 Neue-Welt-Übersetzung 2018)</p>
</blockquote>
<p>Alle anderen Übersetzungen, welche ich überprüft habe, geben es in etwa so wieder:</p>
<p>„Es ist nur richtig, dass ich so über euch alle denke. Ich habe euch schließlich im Herzen, euch, die ihr mit mir an der unverdienten Güte teilhabt – sowohl in meinen Fesseln als auch bei der <strong>Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft</strong>“ (Philipper 1:7 Neue-Welt-Übersetzung 2018)</p>
<blockquote>
<p><span>„So ist es für mich recht, dass ich dies im Blick auf euch alle denke, weil ich euch im Herzen habe und sowohl in meinen Fesseln als auch in der </span><strong>Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums</strong><span> ihr alle meine Mitteilhaber der Gnade seid.“ (Philipper 1:7 Elberfelder Bibel)</span></p>
</blockquote>
<p>Wie wurde diese spezielle Übersetzung der Jehovas Zeugen begründet und zu welchem Zeitpunkt und Zweck hervorgehoben? Das findet man zum Beispiel im <em>Wachtturm</em> von 1950 15.12. S.378:</p>
<blockquote>
<p>RELIGION<br />13. Warum finden wir die Wiedergabe „gesetzliche Befestigung“ in Philipper 1:7? Welcher Broschürentitel stützt sich darauf?<br /><br />13 Anlässlich der internationalen Versammlung 1950 der Zeugen Jehovas im Yankee-Stadion, Neuyork-Stadt, <strong>wurde für uns das unschätzbare Rechtsdokument freigegeben, die 96seitige Broschüre betitelt „Verteidigung und gesetzliche Befestigung der Guten Botschaft“</strong>, Nebenbei bemerkt, stützt sich dieser Titel auf die Worte des Paulus aus dem Gefängnis in Rom, die in Philipper 1:7 aufgezeichnet sind (NW): „Ihr alle seid Teilhaber mit mir an der unverdienten Güte, sowohl in meinen Gefängnisbanden als auch in der Verteidigung und gesetzlichen Befestigung der guten Botschaft.“ <strong>Der Leser mag sich wundern, warum das griechische Wort (be·bai’o·sis) hier wiedergegeben wird mit „gesetzliche Befestigung“.</strong> Wir bemerken, dass in Hebräer 6:16 (NW) das Wort wiederum eine gesetzliche Note hat und übersetzt wird mit „gesetzliche Bürgschaft“. Doch zeigt Der Wortschatz des griechischen Testamentes (englisch) von Moulton und Milligan (1914), dass es ein Fachausdruck ist, der an Gerichtshöfe erinnert, und es hat diese Nebenschattierung auch in Philipper 1:7. Dr. Adolf Deissmann, ein Pionier in bezug auf alte Papyri-Manuskripte, war der Auffassung, dass „man beim Lesen dieses Wortes stets an seinen fachtechnischen Sinn denken sollte“. (Seite 108) Die Papyri, die entdeckt worden sind, seitdem Deissmanns Pionierwerk veröffentlicht wurde, unterstützen seine Behauptung durch viele Beispiele. So können wir denn aus den Worten des Paulus entnehmen, dass er im Gefängnis zu Rom in einem Kampfe stand zur gesetzlichen Befestigung des Rechts, die gute Botschaft vom Reiche Gottes zu predigen, sowie des Rechts auf eine ebenso ungehinderte Verbreitung des Evangeliums, wie all die heidnischen Religionen im Römischen Reiche es besassen.</p>
</blockquote>
<p>Der Titel des Wachtturm-Artikels ist übrigens: „Weitere Bereicherung des Verständnisses“</p>
<p>Welches griechische Wort steht in Philipper 1:7. Strong’s schreibt dazu:</p>
<blockquote>
<p>confirmation <br />βεβαιώσει (bebaiōsei)<br />Noun - Dative Feminine Singular<br />Strong's Greek 951: Confirmation, ratification, establishment. From bebaioo; stabiliment.</p>
</blockquote>
<p>Auch der Wachtturm Artikel wies auf Hebräer 6:16 hin, wobei allerdings <strong>unterschlagen</strong> wurde, dass dies <strong>die beiden einzigen Stellen</strong> in der Bibel sind, in denen dieses Wort verwendet wird. Dem aufmerksamen Leser wird beim Hinweis auf Hebräer 6:16 auch nicht der Zusatz ‚(NW)‘ entgangen sein. Sie beziehen sich nämlich auf die Widergabe in der Neuen-Welt-Übersetzung:</p>
<blockquote>
<p>„Denn Menschen schwören bei dem, der größer ist, und ihr Eid ist das Ende jedes Wortstreites, da er für sie eine <strong>rechtsgültige Garantie</strong> ist.“ (Hebräer 6:16 Neue-Welt-Übersetzung 1986).</p>
</blockquote>
<p>Vergleichen wir mit einer anderen Übersetzung:</p>
<blockquote>
<p>„Denn Menschen schwören ja bei einem Größeren, und für sie ist der Eid das Ende alles Widerspruchs und dient als <strong>Bürgschaft</strong>.“ (Hebräer 6:16 Schlachter 2016)</p>
<p>„Denn Menschen schwören bei einem Größeren, und der Eid ist ihnen zur Bestätigung ein Ende alles Widerspruchs.“ (Hebräer 6:16, Elberfelder)</p>
<p>„Wenn Menschen schwören, tun sie das bei einem Größeren. Ihr Eid <strong>bekräftigt</strong> die Aussage und beseitigt jeden Widerspruch.“ (Hebräer 6:16 Neue Evangelistische Übersetzung)</p>
</blockquote>
<p>Auch hier verwenden andere Übersetzungen keine möglich Randbedeutung mit bezug auf gesetzliches Recht, sondern Gedanken wie sie Strong’s als Bedeutung angiebt: „Bestätigung, Ratifizierung, Einrichtung.“</p>
<p> </p>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/"></category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/spuriousbibletranslations/philipper-17-hebraeer-616-gesetzliche-befestigung-der-guten-botschaft-oder-bekraeftigung-des-evangeliums/</guid>
                    </item>
							        </channel>
        </rss>
		