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            <title>
									Fragen und Lehren - beroeans.info Forum				            </title>
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            <description>beroeans.info Diskussionsforum</description>
            <language>de</language>
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                        <title>Tagestext 20. Mai</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/tagestext-20-mai/</link>
                        <pubDate>Sat, 20 May 2023 11:18:34 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo Zusammen,
gelegentlich lese ich den Tagestext der ZJ. Heute habe ich mich gefragt, wie ich all die Jahre so viel überlesen konnte. Es stellten sich mir dann aber auch Fragen, ob ich e...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Zusammen,</p>
<p>gelegentlich lese ich den Tagestext der ZJ. Heute habe ich mich gefragt, wie ich all die Jahre so viel überlesen konnte. Es stellten sich mir dann aber auch Fragen, ob ich es denn richtig verstehe.</p>
<blockquote>
<p>Er stillt das Verlangen derer, die Ehrfurcht vor ihm haben. Ihren Hilferuf hört er und rettet sie (Ps. 145:19)</p>
<p><br />In der Nacht vom 14. Nisan 33 ging Jesus in den Garten Gethsemane. Dort schüttete er Jehova sein Herz aus (Luk. 22:39-44). In diesen schweren Stunden brachte er „Flehen und auch Bitten mit starkem Schreien und Tränen“ dar (Heb. 5:7). Worum betete Jesus in dieser letzten Nacht vor seinem Tod? Er bat Jehova um Kraft, ihm treu zu bleiben und seinen Willen auszuführen. Jehova sah, wie sehr diese Situation seinen Sohn quälte, und er schickte einen Engel, um ihn zu stärken. Jesus war bewusst, wie viel von seiner Treue abhing – es ging um die Rechtfertigung des Namens seines Vaters. Jehova hat auf Jesu Bitten reagiert. Warum? Weil es Jesus vor allem darum ging, seinem Vater treu zu bleiben und Jehovas Namen zu verteidigen. Wenn das für uns ebenfalls das Wichtigste ist, wird Jehova auch unsere flehentlichen Hilferufe erhören.</p>
</blockquote>
<p>Das ist der ganze Text. </p>
<blockquote>
<p>Worum betete Jesus in dieser letzten Nacht vor seinem Tod? <span style="text-decoration: underline">Er bat Jehova um Kraft, ihm treu zu bleiben</span> und seinen Willen auszuführen.</p>
</blockquote>
<p>Nicht nur, dass es weder in Lukas noch in den Paralleltexten steht. Wo und wann in der Bibel bat Jesus jemals darum, treu bleiben zu können? Jesus betete darum, dass der Becher an ihm vorüber geht. Und da kam mir eine Frage in den Sinn: Was ist mit dem Becher gemeint?</p>
<p>Jesus hatte seinen Jüngern längst erklärt, dass er leiden müsse. Vor einiger Zeit schon bin ich dazu übergegangen, dass Jesus mit dem "Becher" die Schande gemeint haben muss, die er auf den Namen Jehovas damit bringen würde. Die eigene Schande erachtete er als gering. Hebräer 12,2. Wenn er unter dem Becher verstanden hätte, dass Jehova die Qual und den Tod an ihm vorüber ziehen lässt, wäre alles was er je sagte und lehrte hinfällig gewesen. </p>
<p>Jesus kann meiner Meinung nach nicht um Kraft gebetet haben treu zu bleiben. Seine Sorge war auf den Namen Jehovas gerichtet. Sehe ich das richtig?</p>
<blockquote>
<p>Jesus war bewusst, wie viel von seiner Treue abhing – es ging um die Rechtfertigung des Namens seines Vaters.</p>
</blockquote>
<p>Was ist das denn? Seit wann war Jesus auf der Erde um den Namen seines Vaters zu "rechtfertigen"? Er machte den Namen bekannt. Ich sage mal salopp, dass Jesus als Offenbarung der Persönlichkeit Jehovas eben diese bekannt machte. Vor wem denn rechtfertigen? Da ist wieder diese unsäglich Lehre der Streitfrage versteckt. </p>
<p>Jesus war auf der Erde damit die Menschheit wieder die Möglichkeit hat zur Familie Gottes zu gehören. Es ging um die Rettung der Menschheit, und um die Offenbarung der Persönlichkeit Jehovas. Oder übersehe ich da was bezüglich "Rechtfertigung"?</p>
<blockquote>
<p>Weil es Jesus vor allem darum ging, seinem Vater treu zu bleiben und Jehovas Namen zu verteidigen.</p>
</blockquote>
<p>Nachdruck durch Wiederholung wie es scheint. Leitet aber prima den letzten Satz ein:</p>
<p> </p>
<blockquote>
<p>Wenn das für uns ebenfalls das Wichtigste ist...</p>
</blockquote>
<p>Um ehrlich zu sein, tut sich an dieser Stelle ein Fass auf. Natürlich ist die Treue zu Jesus und Jehova wichtig. Aber was liegt denn zu Grunde, wenn es mir schwer fällt treu zu sein? Es kann doch nicht wahr sein (oder doch?) dass meine Liebe zu Jesus und Jehova an meiner Treue fest gemacht wird. Treue die so labil ist, dass ich darum beten muss.</p>
<p>In erster Linie ist die Treue doch ein Produkt der Liebe, die ich zu Jesus und Jehova habe. Aus Liebe heraus entspringt doch der innige Wunsch treu zu sein. Und tatsächlich habe ich in all den Jahren als ZJ nie begriffen, dass es eigentlich nicht darum geht die Gebote zu halten. Es geht darum sie aus Liebe halten zu wollen. Das Gefühl, dass es mir an Liebe zu Jehova fehlt habe ich damit weg bekommen, dass ich ja die Gebote halte. Passt ja alles. 🙄 </p>
<p>Jesus war nicht hier um den Namen seines Vaters zu verteidigen. Vor wem denn bitte? Vor Satan? Als ob das Herrschaftsrecht oder die Persönlichkeit Gottes je in Frage gestellt worden wäre, noch verteidigt werden müsste. Und schon gar nicht von uns Menschen. Was für eine Anmaßung.</p>
<p>Wir verteidigen unseren Glauben und unserer Hoffnung. 1. Petrus 3,15. Mehr nicht.</p>
<p> </p>
<p>Wenn ich was falsch sehe, dann bitte ich gerne um Rückmeldung. </p>
<p> </p>
<p>Explizit interessiert mich jedoch, was mit "Becher" gemeint ist, und ob man behaupten kann, dass Jesus keinesfalls seinen Tod gemeint haben könnte. </p>
<p> </p>
<p>LG</p>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/lehren/">Fragen und Lehren</category>                        <dc:creator>Rene</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Vermittelten die christlichen Schriften eine falsche Vorstellung über den Zeitpunkt der Wiederkunft Christi?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/vermittelten-die-christlichen-schriften-eine-falsche-vorstellung-ueber-den-zeitpunkt-der-wiederkunft-christi/</link>
                        <pubDate>Tue, 16 May 2023 18:18:05 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Wer mit den Lehren der Zeugen Jehovas vertraut ist, kennt die stets wiederholte Ankündigung, dass das Ende jetzt bald da ist. Zum Thema 1975 („Warum freust du dich auf 1975?“) und ‚der Gener...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wer mit den Lehren der Zeugen Jehovas vertraut ist, kennt die stets wiederholte Ankündigung, dass das Ende jetzt bald da ist. Zum Thema 1975 (<a href="https://beroeans.info/warum-freust-du-dich-auf-1975/" target="_blank" rel="noopener">„Warum freust du dich auf 1975?“</a>) und ‚der Generation‘ (<a href="https://beroeans.info/diese-generation/" target="_blank" rel="noopener">„Diese Generation …“</a>) hatte ich schon Einiges geschrieben. Hat man erkannt, dass diese seit nun schon fast 200 Jahren immer wieder verschobenen Voraussagen des Endes falsch sind, ist man sensibilisiert, wenn man auf solche trifft.</p>
<p>Solche Aussagen sind aber auch in den christlichen Schriften zu finden. Beginnen wir im letzten Buch der Bibel, gemäß dem heute von vielen verwendeten Bibelkanon. In Offenbarung 1:1 heißt es:</p>
<blockquote>
<p>„Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gab, um seinen Knechten zu zeigen, <strong>was bald  geschehen muss</strong>; und indem er ⟨sie⟩ durch seinen Engel sandte, hat er ⟨sie⟩ seinem Knecht Johannes kundgetan, …“ (Off 1:1 Elberfelder)</p>
<p>„Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewiss und wahrhaftig, und der Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, seinen Knechten zu zeigen, <strong>was bald  geschehen muss</strong>.“ (Off 22:6 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>So ähnlich liest es sich auch in anderen Übersetzungen: rasch, in Kurzem, bald, schon bald, in Kürze, bald. Auch in englischen Übersetzungen findet sich das. Die Bedeutung des griechischen Wortes ist laut Strong’s:</p>
<blockquote>
<p>Strong's Greek 5034: Quickness, speed; hastily, immediately. From the same as tachus; a brief space, i.e. in haste. </p>
</blockquote>
<p>Das Wort wird 8 mal in den christlichen Schriften verwendet, davon zwei mal in der Offenbarung. Und dann auch an diesen Stellen:</p>
<blockquote>
<p>Und siehe, ein Engel des Herrn stand da, und ein Licht leuchtete im Kerker; und er schlug Petrus an die Seite, weckte ihn und sagte: <strong>Steh schnell auf!</strong> Und die Ketten fielen ihm von den Händen. (Apg. 12:7 Elberfelder)</p>
<p>„und ihn sah, der zu mir sprach: Eile und <strong>geh schnell aus Jerusalem hinaus</strong>! Denn sie werden dein Zeugnis über mich nicht annehmen“ (Apg. 22:18)</p>
<p>„Festus nun antwortete, Paulus werde in Cäsarea behalten, er selbst aber <strong>wolle in Kürze abreisen</strong>.“ (Apg. 25:4 Elberfelder)</p>
<p>„Dies schreibe ich dir in der Hoffnung, <strong>bald zu dir zu kommen</strong>;” (1. Tim. 3:14 Elberfelder)</p>
<p>„Ich sage euch, dass er ihr Recht <strong>ohne Verzug ausführen</strong> wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er kommt, den Glauben finden auf der Erde?“ (Lukas 18:8 Elberfelder)</p>
<p>„Der Gott des Friedens aber wird <strong>in Kurzem</strong> <strong>den Satan unter euren Füßen zertreten</strong>. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!“ (Rö 16:20 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Das griechische Wort von dem Apokalypse – und auch Offenbarung – stammt, bedeutet wörtlich „enthüllen, aufdecken“. </p>
<p>Welche Vorstellung mussten diejenigen haben, welche diese Worte in der Offenbarung gelesen oder gehört haben? Wenn darin etwas enthüllt oder aufgedeckt werden soll, würde der Leser oder Zuhörer nicht davon ausgehen, dass er zu seiner Lebenszeit das erlebt? Umsomehr, wenn die Person die Verwendung des selben Wortes in den anderen Texten und insbesondere auch in Römer 16:20 kannte?</p>
<p>Aber hatte Jesus ihnen nicht noch kurz vor seinem Weggang etwas ganz anderes deutlich gesagt?</p>
<blockquote>
<p>„Sie nun, als sie zusammengekommen waren, fragten ihn und sagten: Herr, stellst du <strong>in dieser Zeit</strong> für Israel das Reich wieder her? Er sprach zu ihnen: <strong>Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat</strong>. <br />Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist; und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.“ (Apg 1:6-8 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Sollte Jesus später im ersten Jahrhundert dies geändert haben, und seinen Nachfolger doch etwas mitgeteilt haben? Oder haben wir es hier mit einer permanenten Erwartungshaltung von Menschen zu tun?</p>
<p>In den Evangelien findet man zuerst Aussagen mit einem Zeitbezug von Johannes, dem Täufer:</p>
<blockquote>
<p>„In jenen Tagen aber kommt <strong>Johannes der Täufer</strong> und predigt in der Wüste von Judäa und spricht: Tut Buße! <strong>Denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen</strong>.“ (Matt. 3:2 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Die Hoffnung, dass bald etwas geschieht steht mit der Anwesenheit des Messias in Verbindung. Jesus selbst sagt gemäß dem Matthäus Evangelium später:</p>
<blockquote>
<p>Von da an begann <strong>Jesus</strong> zu predigen: "Ändert eure Einstellung, denn die <strong>Himmelsherrschaft bricht bald an!</strong>“ (Matt 4:17 NEÜ)</p>
<p>Von da an begann <strong>Jesus</strong> zu verkündigen und sprach: Kehrt um! <strong>Denn nahe gekommen ist das Himmelreich</strong>. (Matt 4:17 Züricher)</p>
</blockquote>
<p>Berücksichtigt man die Erwartungshaltung gläubiger Juden im ersten Jahrhundert, ist es nicht abwegig anzunehmen, dass manche sich  Hoffnungen machten, dass sie selbst das noch erleben werden.</p>
<p>Dann sandte sogar Jesus seine Apostel mit dieser Botschaft aus:</p>
<blockquote>
<p>Wenn ihr aber hingeht, predigt und sprecht: <strong>Das Reich der Himmel ist nahe gekommen</strong>. (Matt 10:7 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Und schließlich sagte Jesus nach Matthäus 24 dies:</p>
<blockquote>
<p>So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es <strong>nahe an der Tür ist</strong>. Wahrlich, ich sage euch: <strong>Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.</strong> (Matt 24:33,34 Elberfelder)</p>
</blockquote>
<p>Da hierzu schon viel gesagt wurde (siehe auch diese Website und im YouTube Kanal <a href="https://youtube.com/@BeroerStudium" target="_blank" rel="noopener">https://youtube.com/@BeroerStudium</a>), soll hier nur eines hervorgehoben werden: Jesus selbst gab seinen Jüngern und allen anderen Hinweise, dass bald etwas Wichtiges geschehen wird. Es ist daher nur um so verständlicher, dass seine Apostel ihn fragten, ob er in dieser Zeit das Königreich wiederherstellt. Worauf Jesus ihnen ziemlich deutlich sagte, dass sie das nichts angeht (siehe oben Apg. 1:6-8).</p>
<p>Was finden wir noch in den Schriften der ersten Christen?</p>
<blockquote>
<p>Achtet also auf die Gelegenheiten, die Gott euch gibt! Es ist höchste Zeit, aus dem Schlaf aufzuwachen, denn<strong> jetzt ist unsere Rettung noch näher als am Beginn unseres Glaubens</strong>. <strong>Die Nacht geht zu Ende, bald ist es Tag.</strong> Darum wollen wir uns von allem trennen, was man im Dunkeln tut, und die Waffen des Lichts ergreifen! (Römer 13:11,12 NEÜ)</p>
<p>„Der Gott des Friedens aber wird <strong>in Kurzem</strong> <strong>den Satan unter euren Füßen zertreten</strong>. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!“ (Rö 16:20 Elberfelder)</p>
<p>Lasst alle Menschen sehen, wie herzlich und freundlich ihr seid! <strong>Der Herr kommt bald.</strong> (Philipper 4:5 NEÜ)</p>
<p>Denn standhaftes Ausharren tut euch not, damit ihr, nachdem ihr den Willen Gottes getan habt, die Verheißung erlangt. <strong>Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, dann wird der kommen, der kommen soll</strong>, und wird nicht auf sich warten lassen. (Heb 10:36,37 Schlachter 2000)</p>
</blockquote>
<p>Die Christen scheinen ja sogar direkt dazu aufgefordert worden zu sein, das Ende schneller herbeizuführen:</p>
<blockquote>
<p>Wenn sich nun dies alles derart auflöst, wie entschlossen müsst ihr dann euer Leben führen, heilig und fromm! <strong>Wartet</strong> auf den Tag Gottes <strong>und beschleunigt seine Ankunft</strong> - seinetwegen wird der Himmel sich auflösen im Feuer, und die Elemente des Alls schmelzen in der Hitze. (2. Pe. 3:11,12 Züricher)</p>
</blockquote>
<p>Andere Texte wie 2. Kor. 4:17 („Denn unsere Bedrängnis, die <strong>schnell</strong> vorübergehend und leicht ist“), 1. Petrus 1:6 („Deshalb seid ihr voll Freude, wenn es für <strong>kurze Zeit</strong> jetzt sein muss, dass ihr durch mancherlei Prüfungen betrübt werdet.“) oder 1. Petrus 5:10 („Der Gott aller Gnade aber, der euch in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr <strong>kurze Zeit</strong> leiden müsst, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen“) sind wohl eher so zu verstehen, dass dies im Vergleich zum zukünftigen Ewigen betrachtet wird. Wenn es in Heb. 8:13 heißt, dass der alte Bund bald verschwunden ist, so hat sich das nach Auffassung der Christen tatsächlich in ihrer Zeit erfüllt. Wenn auch erst etwa vier Jahrzehnte nach Jesu Tod.</p>
<p>Man muss auch vorsichtig sein und verschiedene Übersetzungen und vor allem alten Manuskripte berücksichtigen:</p>
<blockquote>
<p>Aber sie werden sich vor dem verantworten müssen, der <strong>bald</strong> sein Urteil über Lebende und Tote sprechen wird. (1. Pe 4:5 NEÜ)</p>
<p>Sie werden aber Rechenschaft ablegen müssen vor dem, der sich <strong>bereithält</strong>, die Lebenden und die Toten zu richten (1. Pe 4:5 Züricher)</p>
</blockquote>
<p>Gemäß dem griechischen Text ist hier wohl eher der Gedanke von ‚bereit sein‘ zutreffend. Aber wenn Jesus sich jetzt schon bereit hält, die Lebenden und die Toten zu richten, kann es dann noch lange dauern? Selbst dieser Aussage hätte also ein Christ entnehmen können, dass es ja nicht mehr so lange dauern kann.</p>
<p>Vermutlich ist die Liste der Texte, die sich auf das baldige ‚Ende‘ oder die Wiederkunft Jesu beziehen nicht vollständig.</p>
<p>Nach rund 2000 Jahren wissen wir allerdings, dass sich diese Erwartungen im ersten Jahrhundert und bis heute nicht erfüllt haben.</p>
<p>Damit stellt sich die Frage, warum wir diese Texte trotzdem in den christlichen Schriften finden? Waren sie nicht inspiriert? Warum haben Jahwe und Jesus das durch den heiligen Geist nicht verhindert? Sind sie vielleicht später hinzugefügt oder verändert worden?</p>
<p>Die Geschichte der ersten Christen und die Entstehung des Christentums zeigt, dass diese so ihre Schwierigkeiten hatten, mit den nicht erfüllten Hoffnungen zurecht zu kommen. Interessante Details finden sich dazu auch in der Dokumentations-Serie des Senders Arte „Die Apokalypse - Die Entstehung des Christentums⎜ ARTE Doku“ (eine wirklich gut Dokumentation, in der viele verschiedene Gelehrte zu Wort kommen, die aber leider nur noch über YouTube erhältlich ist).</p>
<p>Interessant ist dabei, dass in der Offenbarung, die nach der Überlieferung um das Jahr 100, also lange nach Jesu Tod, geschrieben wurde, diese Aussage am Anfang und Ende so hervorgehoben wird. So viele Jahrzehnte waren seit Jesu Weggang vergangen. Die Prophezeiung über die Zerstörung Jerusalems hätte sich dann ja schon erfüllt, aber Jesus war immer noch nicht wieder gekommen.</p>
<p>Außerdem muss man berücksichtigen, dass es sehr lange dauerte, bis die Offenbarung als Teil des Kanons akzeptiert wurde (siehe z.B. das Standardwerk von <a href="https://beroeans.info/der-kanon-des-neuen-testaments/" target="_blank" rel="noopener">Bruce. M. Metzger „Der Kanon des Neuen Testaments“</a>). Zu dieser Zeit gab es schon unzählige Briefe und Berichte, die nicht in den Kanon und damit unsere heutigen Bibeln, übernommen wurden. Daher muss man sich die Frage stellen, wie verläßlich es ist, dass das Buch Offenbarung wirklich Teil des Kanons – der als echt geltenden Bücher – angesehen werden kann. </p>
<p>Vielleicht enthalten ja manche Stellen nicht eine Zusicherung Jesu sondern mehr den Wunsch einer Gruppe von Jüngern:</p>
<blockquote>
<p>„Der, der sich für die Wahrheit dieser Dinge verbürgt, sagt: "<strong>Ja, ich komme bald!</strong>" – "<strong>Amen, komm doch, Herr Jesus</strong>!““ (Off 22:20 NEÜ)</p>
</blockquote>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/lehren/">Fragen und Lehren</category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
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				                    <item>
                        <title>Wer war schuldig an JESU Tod?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/wer-war-schuldig-an-jesu-tod/</link>
                        <pubDate>Thu, 06 Apr 2023 06:51:26 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Bitte korrigiert mich, wenn ich was falsch verstehen sollte.
 
Wenn ich die Diskussion auf BibelTV betrachte mit Fr. Prof. Ruth Lapide und Hr. Henning Röhl, dann gibt es immer „Streit“ zu ...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Bitte korrigiert mich, wenn ich was falsch verstehen sollte.</p>
<p> </p>
<p>Wenn ich die Diskussion auf BibelTV betrachte mit Fr. Prof. Ruth Lapide und Hr. Henning Röhl, dann gibt es immer „Streit“ zu dem Thema, wer an JESU Tod schuldig war.</p>
<p>Frau Lapide will nix davon wissen, dass irgendwer von den Juden an JESU Tod schuldig gewesen wäre.</p>
<p> </p>
<p>Sicher schuldig, auch wenn JESUS sich selbst bestimmend hingegeben hat.</p>
<p> </p>
<p><strong>WAS VOR 1990 JAHREN GESCHAH:</strong><br />Meiner Ansicht nach, ist es so, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer damals, haben JESUS als GOTTES Lästerer angesehen, welcher gar (aus ihrer Sicht) die Gebote GOTTES außer Kraft setzte…  Und die Höhe von allem war auch noch, dass der sich selber als den wahren SOHN GOTTES angesehen hatte, also sich im Grunde Gott gleichmachte!</p>
<p>Dafür stand die Todesstrafe.  Und die Führungsschicht der Juden meinten dabei GOTTES Willen zu tun, wenn sie JESUS zu Tode verurteilen.</p>
<p>Die Todesart würde durch <a href="https://www.bibleserver.com/ELB/4.Mose15%2C35-36">Steinigung</a> erfolgen, WENN nicht sooo viele des Volkes, auf JESU Seite wären.  Also wie sollten diese Richter JESUS zum Tode verurteilen und dies auch vollstrecken, wenn so viele Menschen JESUS nachfolgten!  Da würde Aufstand geben, und am Ende könnten viele die Ankläger angreifen!</p>
<p>Sie haben sich also einen Plan als Lösung ausgehäkelt, indem sie zu dem Entschluss kamen, am besten die Drecksarbeit einem Römer zu überlassen.</p>
<p>Daher haben sie aus einem <em>religiösen</em> Grund, einen <strong><em>politischen</em></strong> gemacht.</p>
<p> </p>
<p>Sie machten JESUS bei Nacht und Nebelaktion ein Schnellprozess (das einzige mir aus der Bibel bekannte, welche außerhalb der Öffentlichkeit stattfand, und wo alles falsch gemacht wurde, was man dabei falsch machen konnte), und haben JESUS vor Pilatus gezerrt mit dem Anklagepunkt, dass JESUS als Unruhestifter das ganze Volk aufwiegelt, und verbietet dem <u>Kaiser</u> die Steuern zu zahlen.</p>
<p>Ein POLITIKUM, mit dem sich Pilatus auseinander setzen MUSSTE.</p>
<p>Aber der ist nicht auf den Kopf gefallen.  Er hat mit JESUS gesprochen und gemerkt, was die Sache ist. Deswegen damit die Ankläger mal Ruhe geben, wollte er JESUS Schläge verpassen und Ihn wieder frei lassen, da er keine Schuld an ihn sah, welche die Todesstrafe nach sich ziehen müsste.</p>
<p> </p>
<p>Aber die jüdischen Führer haben nicht locker gelassen. Sie wollten JESUS hängen sehen!</p>
<p>Pilatus spricht wieder mit JESUS, und erfährt auch, dass JESUS ein Galiläer ist. Und da sieht er eine Chance sich des Falls zu entledigen, und senden JESUS zur Herodes.</p>
<p>Dieser wiederum wollte eigentlich von JESUS nur ein Wunder sehen, wurde aber enttäuscht und sandte JESUS wieder zur Pilatus zurück.</p>
<p>Pilatus unter Druckzwang, fragt wiederholt das Volk nach den GRUND, aber die am lautesten schreienden wollen nur JESUS hängen sehen!  Pilatus wollte dann denen Barabbas im Austausch anbieten, in der Meinung, dass dieser eben Verbrecher war, und im Vergleich zu JESUS, könnte das Volk sich dann doch für JESUS umentscheiden.</p>
<p>Es kam aber anders.</p>
<p>Pilatus MUSS den Willen des Volkes akzeptieren und nach jüdischen Brauch tut er demonstrativ vor dem Volk seine Hände in Unschuld waschen.</p>
<p> </p>
<p>Nachdem die Frau des Pilatus ihn die Ohren voll „belabert“ hat, mit dem gerechten JESUS nichts zu tun zu haben, und Pilatus selbst wollte JESUS überhaupt nicht hinrichten zu lassen, in solcher sich dem Pilatus bildenden Szene, - warum hatte er das dennoch gemacht? Konnte Pilatus sich nicht durchsetzen?</p>
<p> </p>
<p>Wenn man als möglichen Grund das hernimmt, was in der apokryphen Schrift „Acta Pilati“ dazu steht, dann erfährt man, warum wider seinem Willen, hat sich Pilatus der Oberschicht der Juden doch untergeordnet, oder „strategisch“ unterordnen müssen.</p>
<p> </p>
<p>Damals haben Statthalter ein Protokoll ihren Vorgesetzten schreiben müssen, wenn es welche Verurteilungen vorgenommen wurden.  Pilatus begründet sein Vorgehen in dem Protokoll damit, dass in der Passahzeit der Juden, sehr viele Juden von auswärts nach Jerusalem kamen. Und wie jedes Jahr zu der Zeit, hat Pilatus Garnison römische Soldaten als Verstärkung angefordert, aber die sind noch nicht eingetroffen. Und mit den Soldaten welche Pilatus zu Seite standen, hätte er ein Aufstand der vielen Juden nicht abwähren können, da sich die Lage zugespitzt hatte.  So machtlos, musste er seiner Meinung, des Todes unschuldigen Menschen, dem Willen des Volkes nachgeben, um Schlimmeres in seiner Position zu verhindern…  Sonst hätte es ein unheimliches Blutbad gegeben und die Römer wären dem Volk unterlegen.</p>
<p> </p>
<p>Der Sage nach, konnte der große Präfekt der Provinz Judäa, Pilatus höchst persönlich (der sonst nicht so zimperlich war und viel Blut an seinen Händen klebte…) nicht mit dieser Schuld auf Dauer fertig werden (zumal er auch die Wunder bei JESU Tod miterleben musste und feststellte, dass JESUS doch ein SOHN GOTTES war), und war die Nächtelang damit geplagt, bis er am Ende sich ins Schwert stürzte.</p>
<p><br />Was daran wahr ist oder nicht – aber theoretisch, ob das auch so möglich wäre?</p>
<p><br />Jedenfalls was aus der überlieferten Geschichte hervorgeht, 3 Sachen stimmen:</p>
<ul>
<li>die Führungselite der Juden wollten JESU Tod und haben diesen auch verschuldet, auch wenn sie die Ausführung Pilatus zuschoben und ihn androhten, dass er sonst kein Freund des Kaisers wäre, wenn der anders handeln will…;</li>
<li>Prophezeiungen haben sich erfüllt, dass nach jüdischen Gesetz wurde JESUS trotzdem <a href="https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes18%2C31-32">nicht gesteinigt</a>, was Glaubwürdigkeit der Bibel unterstreicht, weil für ausgedachte „Prophetie“ wäre das zu unwahrscheinlich;</li>
<li>Es musste so kommen wie es kam. <u>Führungselite der Juden waren schuldig an JESU Tod</u> (nicht DIE Juden), aber das geschah nur aufgrund der Zulassung JEHOVAS und weil das der Plan GOTTES war. Sonst hätte niemand JESUS was antun können, wenn Er nicht <em>zur seiner Zeit</em> das bestimmt hätte, obwohl die Juden schon früher Ihn den <a href="https://www.bibleserver.com/ELB/Lukas4%2C29">Abhang runter in den Tod schmeißen</a></li>
</ul>
<p> </p>
<p>Wer möchte, da würde ich mich auf Korrekturen freuen, für welche ich im Voraus danke.</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/lehren/">Fragen und Lehren</category>                        <dc:creator>Georg</dc:creator>
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				                    <item>
                        <title>Diverse Fragen</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/diverse-fragen/</link>
                        <pubDate>Tue, 04 Apr 2023 18:07:22 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo Zusammen,
 
ich habe da diverse Fragen die mich schon eine Weile beschäftigen. Es muss nicht direkt eine Antwort gegeben werden. Wer einen Link zum nachlesen hat, oder ein Video, etc...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Zusammen,</p>
<p> </p>
<p>ich habe da diverse Fragen die mich schon eine Weile beschäftigen. Es muss nicht direkt eine Antwort gegeben werden. Wer einen Link zum nachlesen hat, oder ein Video, etc. genügt das auch. Wenn die Bibel nicht eindeutig ist und diverse Auslegungen A, B, oder C anbieten, dann ist mir ein "die Bibel ist da nicht eindeutig" die liebste Antwort. </p>
<p>Erst mal nur zwei Fragen. Die ein oder andere könnte noch folgen mit der Zeit. Gerade was die Offenbarung angeht. </p>
<p> </p>
<p>1. Entrückung und Leben auf der Erde.</p>
<p>In <span>1. Thessalonicher 4,16-17 wird die Entrückung beschrieben. In die Luft, zum Herrn Jesus. Während Psalm 115,16 davon spricht, dass die Erde den Menschen gegeben wurde. Und auch Offenbarung 21,3-4 was uns ja allen im Schlaf bekannt ist: Das Zelt Gottes ist bei den Menschen. Aber wo sind die Menschen denn nun?</span></p>
<p>Ich persönlich kam durch mein Bibelstudium (ggf. inspiriert durch das ein oder andere Video auf diesem Kanal) zu dem Resultat, dass die Entrückung durchaus Sinn macht, da die Erde möglicherweise eine Grunderneuerung durchläuft. Texte die besagen, dass die Erde für immer bestehen wird, stehen für mich nicht direkt im Wiederspruch, dass sie neu gemacht werden kann (denn das steht eben auch in der Bibel). Die WTG Literatur vergleicht es ja gerne mit einem Haus was man natürlich offensichtlich ganz klar niemals nicht abreißen würde. Man würde es renovieren. So lange renoviert wird wohnt für gewöhnlich aber niemand darin. Der Vergleich hinkt.</p>
<p>Jedenfalls gibts ja auch noch die Texte, dass die Große Volkmenge vor dem Thron Jehovas steht, aber wo ist der? Und das neue Jerusalem wird wieder auf der Erde sein. Ich finde da einfach keine eindeutige Antwort für mich.</p>
<p>Mein Fazit: Vielleicht sind wir erst einmal nicht auf der Erde, aber letztlich schon. Und auf der Erde herrschen heißt für mich nicht über andere Herrschen. Wobei es ja das Problem mit der NWÜ gibt in der "über" die Erde Herrschen steht. Letztlich gab ich mich damit zufrieden, dass ich es persönlich eben nicht weiß, aber dass ich mir sicher sein kann, dass die Belohnung alles übertreffen wird, was ich mir vorstellen kann. Um es in einem Sprichwort auszudrücken: es wird der Himmel auf Erden sein. Ist die Bibel hier eindeutig und ich habs bisher überlesen?</p>
<p> </p>
<p>2. "Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden?" - <span>1. Korinther 6,3</span></p>
<p>Dieser eine Text verwirrt mich dann aber doch sehr. Wozu sollten Engel gerichtet werden? Einerseits ist es der einzige Text der überhaupt besagt, dass ein Mensch Engel richten wird, andererseits sind die einzigen Engel die es zu richten gilt ja schon für das Gericht bestimmt (sinngemäß nach meiner Auffassung). Die LK hat ja kürzlich verlauten lassen, dass sie ins Herz sehen können werden. Meiner Meinung nach ist das nur eine weitere Methode um Unterwürfigkeit zu fordern. Nach dem Motto: "Wenn ihr heute nicht wirklich an uns glaubt, denkt daran, eines Tages werden wir es sehen und richten euch." Für mich ist das nicht nur unbiblisch, sondern berechnend bzw. manipulativ. Ich finde keinen Text der sagt, dass wir ins Herz anderer sehen werden. Jesus hat das Gericht und handelt im Einklang mit dem Vater. Ergo fehlt mir auch schon irgendwo ein Verständnis dafür, dass Menschen über Menschen herrschen / richten werden, so wie es die LK gerne für sich beansprucht. Aber jetzt sagt Paulus auch noch, dass wir Engel richten werden. Wie ist das zu verstehen?</p>
<p> </p>
<p>LG Rene</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/lehren/">Fragen und Lehren</category>                        <dc:creator>Rene</dc:creator>
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                    </item>
				                    <item>
                        <title>Taufpartner gesucht</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/taufpartner-gesucht/</link>
                        <pubDate>Sun, 13 Nov 2022 11:47:42 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Hallo an alle! Ich suche nach einem Taufpartner aus Österreich, der mich taufen könnte. Gegebenenfalls könnte ich ihn/sie dann auch taufen.
Liebe Grüße aus Wien]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Hallo an alle! Ich suche nach einem Taufpartner aus Österreich, der mich taufen könnte. Gegebenenfalls könnte ich ihn/sie dann auch taufen.</p>
<p>Liebe Grüße aus Wien</p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/lehren/">Fragen und Lehren</category>                        <dc:creator>g0g1xx</dc:creator>
                        <guid isPermaLink="true">https://beroeans.info/community/lehren/taufpartner-gesucht/</guid>
                    </item>
				                    <item>
                        <title>Können wir zu Jesus beten?</title>
                        <link>https://beroeans.info/community/lehren/koennen-wir-zu-jesus-beten/</link>
                        <pubDate>Sun, 02 Oct 2022 05:21:20 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Dieser Beitrag ist eine Übersetzung von Can We Pray to Jesus?
Einführung 
Obwohl die Bibel das Wort &quot;beten&quot; oder &quot;Gebet&quot; nie Jesus zugeschrieben hat, halten es einige Christen für angemess...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Beitrag ist eine Übersetzung von <a title="Can We Pray to Jesus?" href="https://proselytiserofyah.wordpress.com/2022/08/11/can-we-pray-to-jesus/" target="_blank" rel="noopener">Can We Pray to Jesus?</a></p>
<p><strong><span style="font-size: 14pt">Einführung</span></strong> </p>
<p style="text-align: justify">Obwohl die Bibel das Wort "beten" oder "Gebet" nie Jesus zugeschrieben hat, halten es einige Christen für angemessen, neben dem Vater auch zu Jesus zu beten.<br />Andere hingegen finden, dass dies nicht akzeptabel ist. Auf beiden Seiten der Diskussion gibt es Bibelstellen, die diese Vorstellungen unterstützen.</p>
<p><strong><span style="font-size: 14pt">Die Grundlage in den Evangelien</span></strong></p>
<p style="text-align: justify">Viele argumentieren, dass es erlaubt ist, zu Jesus zu beten, und berufen sich dabei auf Bibelstellen wie Johannes 14:12-14, in der Jesus sagt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. <strong>Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun</strong>, damit der Vater verherrlicht wird im Sohn. <strong>Wenn ihr mich</strong>  <strong>etwas bitten werdet in meinem Namen</strong>, so werde ich es tun. - <strong>Johannes 14:12-14 Elberfelder</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Seltsamerweise finden wir aber, wenn wir weiter in der Schrift lesen, genau das Gegenteil, als er seinen Jüngern erklärte, dass sie nach seiner Himmelfahrt JesuJ nicht mehr um irgendetwas bitten würden, sondern stattdessen den Vater "direkt" um alles im Gebet in seinem Namen bitten sollten:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">Eine kleine ⟨Weile⟩, und ihr seht mich nicht mehr, und wieder eine kleine ⟨Weile⟩, und ihr werdet mich sehen. Es sprachen nun einige von seinen Jüngern zueinander: Was ist das, was er zu uns sagt: Eine kleine ⟨Weile⟩, und ihr seht mich nicht, und wieder eine kleine ⟨Weile⟩, und ihr werdet mich sehen, und: Ich gehe hin zum Vater? Sie sprachen nun: Was ist das für eine »kleine ⟨Weile⟩«, wovon er redet? Wir wissen nicht, was er sagt. … <strong>Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen</strong>. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: <strong>Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.</strong> Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei! …  <strong>An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde</strong>; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.  <strong>– Johannes 16:16-18, 23-24, 26-28 Elberfelder</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Und nun? Was ist denn hier los?</p>
<p style="text-align: justify">Es ist anzumerken, dass nicht alle Handschriften von Johannes 14 die Formulierung "bittet <em>mich</em>" enthalten. Das macht die Aussage an sich in ihrer Authentizität fragwürdig. </p>
<p style="text-align: justify">Obwohl alle ältesten griechischen, aramäischen und lateinischen Handschriften, die wir haben, den Satzteil "bittet <em>mich</em>" enthalten, ist es möglich, dass es sich um eine sehr frühe Verfälschung durch eine Fehlübersetzung aus den ursprünglichen hebräischen Evangelien handelt. Denn in der hebräischen Handschrift des Johannesevangeliums aus dem 15. Jahrhundert taucht der Satzteil "Bitte <em>mich</em>" nicht auf.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">"Was immer ihr in meinem Namen bittest, ich werde es tun" <strong>– Hebräisches Sepharad-Manuskript</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Obwohl diese speziellen hebräischen Handschriften nicht so alt sind wie die Handschriften, die den Satz enthalten, haben Gelehrte festgestellt, dass es sich bei diesen Handschriften nicht um Kopien der griechischen, aramäischen oder lateinischen Stammbäume der Evangelien handeln kann, basierend auf internen linguistischen Beweisen, aber andererseits gibt es Hinweise darauf, dass die letzteren Fehlübersetzungen der ersteren waren.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">"Der Vat. Ebr. 100 Manuskript.... Obwohl es eine Übersetzung aus dem Katalanischen zurück ins Hebräische zu sein scheint, ist das Manuskript voller sprachlicher Beweise, die zeigen, dass es auf keinen Fall eine Ableitung aus dem Griechischen sein kann, auch nicht aus der lateinischen Ausgabe des Hieronymus, wie einige behauptet haben.<br /><br />Die katalanische Version, aus der sie wahrscheinlich stammt, muss also aus einem authentischen hebräischen Manuskript stammen. Es gibt viele Fälle, in denen die griechischen Evangelien (die später ins Lateinische übersetzt wurden) ohne weiteres eine Übersetzung aus einem hebräischen Manuskript sein könnten, das dem Vat. Ebr. 100, aber unmöglich, dass dieses Manuskript aus dem Griechischen oder Lateinischen stammen könnte". <strong>– Hebräische Evangelien</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Wenn wir den Gesamtzusammenhang der Anweisungen Jesu zu Gebeten und die Abschnitte im Johannesevangelium betrachten, in denen er seine Jünger in Bezug auf Bitten und die Beziehung zwischen ihm und dem Vater anweist, stellen wir außerdem fest, dass der Hauptschwerpunkt in der Tat darauf zu liegen scheint, "Gott zu bitten" und "Gott zu verherrlichen", und zwar in Jesu Namen, im Gegensatz dazu, dass wir nicht Jesus selbst bitten, sondern dass er lediglich in Gottes Namen "handelt" und seinen Willen ausführt, nachdem wir gebetet und eine Bitte an Gott gerichtet haben. Die Hauptrolle von Jesus ist die des Vertreters und Vermittlers.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand <strong>kommt zum Vater</strong> als nur durch mich. … Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. <strong>Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun</strong>, damit der <strong>Vater verherrlicht wird</strong> im Sohn. Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, <strong>so werde ich es tun</strong>.  Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten; und <strong>ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben</strong>, dass er bei euch ist in Ewigkeit. <strong>– Johannes 14:6, 12-16 Elberfelder</strong></p>
<p>Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. <strong>Hierin wird mein Vater verherrlich</strong>t, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen. …  Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch ⟨dazu⟩ bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, damit, <strong>was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen</strong>, er euch gebe. <strong>– Johannes 15:7-8,16 Elberfelder</strong></p>
<p><strong>Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen</strong>. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: <strong>Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.</strong> Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei! …  <strong>An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde</strong>; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.  <strong>– Johannes 16:16-18, 23-24, 26-28 Elberfelder</strong></p>
<p>Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung <strong>eure Anliegen vor Gott kundwerden</strong>; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren i<strong>n Christus Jesus</strong>. … <strong>Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen</strong> nach seinem Reichtum in Herrlichkeit <strong>in Christus Jesus</strong> - Philippe 4:6-7,19</p>
</blockquote>
<div style="text-align: justify">Wir sehen hier ein Muster, bei dem Jesus immer wieder sagt: "Bitte den Vater", und dann wird er "seinerseits" im Namen des Vaters handeln.</div>
<div style="text-align: justify">Jesus selbst "in seinem eigenen Namen" zu bitten, scheint dagegen etwas unsinnig zu sein. Im Namen von jemandem zu bitten, bedeutet, "in der Autorität" oder "in Vertretung" dieser Person zu bitten. In diesem Sinne hätte Jesus also gesagt: "Bittet mich in meinem eigenen Namen, der mich vertritt" - eine Aussage, die weder im Kontext noch sprachlich irgendeinen Sinn ergibt.<br />Zusammen mit den Beweisen dafür, dass Jesu Aussage "bittet mich" nicht authentisch ist, scheint es also offensichtlich, dass wir immer nur zu Gott, dem Vater, beten sollen.</div>
<p style="text-align: justify"><strong><span style="font-size: 14pt">Berichte im Neuen Testament über Christen, die zu Jesus beten?</span></strong></p>
<p style="text-align: justify">Abgesehen von den Worten Jesu (obwohl wir bedenken sollten, dass die Worte Jesu alles übertrumpfen, sogar die Worte der Apostel, wenn es einen Widerspruch gibt - Galater 1:8-10), könnten wir versuchen, andere Beispiele in der Schrift zu finden, in denen Christen zu Jesus gebetet haben und er ihnen geantwortet hat.</p>
<p><strong><span style="font-size: 12pt">Das Gebet des Stephanus an Jesus</span></strong></p>
<p style="text-align: justify">Manche versuchen, das Beten zu Jesus zu rechtfertigen, indem sie auf Apostelgeschichte 7:59 verweisen, wo Stephanus Jesus anruft, bevor er stirbt, weil er ihn in einer Vision gesehen hat (Apostelgeschichte 7:55).</p>
<p style="text-align: justify">Die Stelle zeigt zwar, dass es angemessen ist, Jesus in seiner Gegenwart um Vergebung der Sünden zu bitten (Apostelgeschichte 7:60, Johannes 5:22), aber es ist zu beachten, dass dies kein Gebet war, sondern dass Stephanus lediglich denjenigen anrief, den er in diesem Moment sah, um ihm zu helfen.</p>
<p style="text-align: justify">Manche Bibeln übersetzen diesen Vers mit "betete", aber das Wort für "beten" ist im Griechischen "proseuchomai" (προσεύχομαι). Das Wort, das Stephanus verwendete, war "epikaloumenon" (ἐπικαλούμενον), ein allgemeines Wort, das einfach "rufen" bedeutet und nie in Bezug auf das Gebet verwendet wird.</p>
<p style="text-align: justify">Tatsächlich wird der Begriff "proseuchomai" oder "Gebet" in der gesamten Heiligen Schrift nie verwendet, wenn es um Menschen geht, die mit Jesus kommunizieren, ob auf der Erde oder im Himmel.</p>
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<p><img class="wp-image-6994" src="https://proselytiserofyah.files.wordpress.com/2022/01/image-6.png?w=1024" alt="" data-attachment-id="6994" data-permalink="https://proselytiserofyah.wordpress.com/image-6-2/" data-orig-file="https://proselytiserofyah.files.wordpress.com/2022/01/image-6.png" data-orig-size="1284,259" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="image-6" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://proselytiserofyah.files.wordpress.com/2022/01/image-6.png?w=300" data-large-file="https://proselytiserofyah.files.wordpress.com/2022/01/image-6.png?w=750" /></p>
<p style="text-align: justify">Daher kann der Bericht über Stephanus, der Jesus anruft, nicht als Beweis dafür dienen, dass Gebete zu ihm zulässig sind.</p>
<p><span style="font-size: 12pt"><strong>Das Gebet des Paulus an Jesus</strong></span></p>
<p style="text-align: justify">Man könnte jedoch stark argumentieren, dass man auf der Grundlage der Worte des Paulus in 2. Korinther 12:8-9 zum Sohn Jesus beten kann:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">Seinetwegen habe ich <strong>den Herrn dreimal gebeten</strong>, er möge von mir ablassen. Und er hat mir gesagt: Du hast genug an <strong>meiner Gnade</strong>, denn die <strong>Kraft</strong> findet ihre Vollendung am Ort der Schwachheit. So rühme ich mich lieber meiner Schwachheit, <strong>damit die Kraft Christi</strong> bei mir Wohnung nehme. <strong>– 2. Korinther 12:8,9 Züricher</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Der "Herr" kann hier entweder der Vater oder der Sohn.... sein.</p>
<p style="text-align: justify">Wir sehen, dass Paulus den "Herrn" anfleht, und dieser antwortet mit "meine Kraft"... was Paulus dann als "Kraft des Gesalbten" bezeichnet, was bedeutet, dass der Sprecher Jesus gewesen sein könnte, was wiederum zeigt, dass Paulus Jesus direkt anfleht oder anfleht.</p>
<p style="text-align: justify">Natürlich kann man auch argumentieren, dass der Herr hier der Vater ist und dass die "Kraft des Gesalbten" die Kraft Gottes ist, die "durch" den Gesalbten (Christus) an seine Jünger weitergegeben wird (Johannes 14:10), was eher mit den früheren Worten Jesu an seine Jünger in den Evangelien übereinstimmen würde.</p>
<p style="text-align: justify">Man könnte natürlich auch behaupten, dass Paulus sich geirrt hat, als er direkt zu Jesus betete und deshalb seinem Beispiel nicht folgen sollte (Galater 1:8-10), genauso wie der Apostel Johannes sich geirrt hat, als er einen Engel anbetete (Offenbarung 22:9), aber wir sollten beachten, dass Jesus Paulus nicht in seinem offensichtlichen Irrtum korrigiert hat, wenn er ihm damit geantwortet hat.</p>
<p style="text-align: justify">Außerdem haben wir Manuskripte, in denen Jesus sagt, dass seine Anhänger ihn nach seiner Himmelfahrt um alles bitten können (Johannes 14), und wir sehen, wie Paulus Jesus direkt bittet und eine Antwort von dem erhält, der der Herr Jesus zu sein scheint... Es ist möglich zu behaupten, dass wir hier erlaubte Gebete an Jesus sehen.</p>
<p style="text-align: justify">Aber wenn das der Fall ist, wie erklärt sich dann die Aussage Jesu in Johannes 16: "Ihr werdet mich nicht mehr um etwas bitten"?</p>
<p style="text-align: justify">Wir könnten daraus schließen, dass er sich nicht auf Gebete oder Bitten im Allgemeinen bezog, sondern auf den speziellen Kontext der Situation, dass die Apostel nicht mehr "verwirrt" sein oder Fragen zu dem speziellen Thema "ihn nicht mehr sehen" in Bezug auf seine Himmelfahrt zum Vater stellen würden.</p>
<p style="text-align: justify">Man könnte auch behaupten, dass es einen Unterschied zwischen dem "Sprechen" und dem "Beten" zu jemandem gibt, selbst wenn beide Personen im Himmel sind, und wenn dem so ist, ist das möglicherweise der Grund, warum der Begriff "Gebet" in der Heiligen Schrift nie für die Kommunikation mit Jesus verwendet wird, obwohl die Christen im Neuen Testament tatsächlich zu ihm gesprochen und Bitten an ihn gerichtet haben. Man könnte argumentieren, dass der Akt des "Betens" per Definition zusätzlich die Absicht der Anbetung und Hingabe an eine Gottheit hervorruft... in diesem Fall ist der Unterschied zwischen "Beten" und "Sprechen" sowohl zu Gott als auch zu Jesus eine Frage der Semantik und der Absicht und nicht nur der Akt des Sprechens an sich.</p>
<p style="text-align: justify">Das alles setzt jedoch voraus, dass Paulus tatsächlich "gebetet" oder mit Jesus "gesprochen" hat, aber auch hier wird kein solcher Begriff verwendet.</p>
<p style="text-align: justify">Manche glauben, dass Paulus sich auf Visionen bezog, wie er sie auf der Straße nach Damaskus hatte (Apostelgeschichte 9:3-9), denn wir erfahren keine Einzelheiten darüber, was oder wann diese "Bitten" waren oder in welchem Kontext, und da der Begriff "Gebet" hier nicht vorkommt, ist es sehr fraglich, ob wir das hier tatsächlich behaupten können.</p>
<p><span style="font-size: 12pt"><strong>Gebete an Jesus in der Offenbarung</strong></span></p>
<div style="text-align: justify">Ein weiteres Argument dafür, dass Gebete zu Jesus akzeptabel sind, findet sich im Buch der Offenbarung 5:7-10:</div>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">Und <strong>es  kam</strong> und empfing das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron sass.Und als es das Buch empfangen hatte, fielen die vier Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder. Und jeder von ihnen hatte eine Harfe und <strong>goldene Schalen, voll Räucherwerk - das sind die Gebete der Heiligen</strong>. Und sie singen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu empfangen und seine Siegel zu öffnen, <strong>denn du bist geschlachtet worden</strong> und hast erkauft mit deinem Blut für Gott Menschen aus jedem Stamm und jeder Sprache, aus jedem Volk und jeder Nation. Und du hast sie für unseren Gott zu einem Königreich und zu einer Priesterschaft gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. <strong>– Offenbarung 5:7-10 Züricher</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Wir sehen hier, dass die Cherubim im Himmel sich Jesus, dem Lamm, mit Weihrauchschalen nähern, die Gebete darstellen. Diese Gebete scheinen in Liedern ausgedrückt zu werden, die so klingen, als würden sie Jesus direkt loben.</p>
<p style="text-align: justify">Das könnte ein starkes Indiz dafür sein, dass Jesus auch Gebete empfängt.</p>
<p style="text-align: justify">Auf der anderen Seite sollten wir beachten, dass die Cherubim in Offenbarung 4:9-11 zu aller erst einmal vor Gott an seinem Thron stehen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">Und wenn die Wesen Lobpreis, Ehre und Danksagung darbringen dem, der auf dem Thron sitzt und in alle Ewigkeit lebt, werden die vierundzwanzig Ältesten niederfallen vor ihm, der auf dem Thron sitzt, und sie werden zu ihm beten, zu ihm, der in alle Ewigkeit lebt, und ihre Kronen werden sie niederlegen vor dem Thron und sagen: Würdig bist du, Herr, unser Gott, zu empfangen den Lobpreis, die Ehre und die Macht, denn du hast alles erschaffen, durch deinen Willen war es und ist es erschaffen worden. <strong>– Offenbarung 4:9-11 Züricher</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Das ist ein interessantes Detail, denn wir sollten auch darauf achten, dass die Cherubim, und nicht Jesus, die Gebete in Schalen aufbewahren, um sie dann "dem Lamm zu geben". Wenn wir also mit dieser Schriftstelle beweisen wollen, dass Jesus Gebete direkt empfängt, müssen wir uns auch die Frage stellen, woher die Cherubim die Gebete hatten, um sie Jesus zu geben?</p>
<p style="text-align: justify">Da uns nicht gesagt wird, dass wir zu Engeln beten sollen, macht es wenig Sinn zu behaupten, dass sie Gebetsvermittler sind, die solche Botschaften in unserem Namen zu Jesus hinaufschicken, und das würde der Aussage Jesu im Johannes-Evangelium widersprechen. Es wäre also möglich, dass die Cherubim diese Gebete von Gott selbst an seinem Thron empfangen haben, um sie dann an Jesus weiterzugeben, damit er in seinem Namen handelt. Das würde zu den Dingen passen, die Jesus zu seinen Anhängern sagte, als er auf der Erde war.</p>
<p style="text-align: justify">Wenn wir weiter in der Offenbarung lesen, sehen wir in Kapitel 8:3-4 ein ähnliches Szenario mit Gott:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">Und ein <strong>anderer Engel kam und trat an den Altar</strong>. Der hatte eine <strong>goldene Räucherpfanne</strong>, und es wurde <strong>ihm viel Räucherwerk gegeben</strong>, dass er es <strong>mit den Gebeten aller Heiligen hinlege</strong> <strong>auf den goldenen Altar, der vor dem Thron stand</strong>. Und der Rauch des Räucherwerks stieg <strong>mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels empor vor Gottes Angesicht.</strong> <strong>– Offenbarung 8:3-4</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Wenn also die Gebete zu Gott durch die Cherubim symbolisiert werden, die Gott Weihrauch anbieten, dann könnten wir das gleiche Argument für das Lamm anführen.</p>
<p style="text-align: justify">Es ist auch anzumerken, dass diese Gebete in <strong>Kapitel 5</strong> sehr "direkt“ in Bezug auf das Lamm klingen, so viel ist wahr. Auf dieser Grundlage könnte man also argumentieren, dass die Cherubim, die die Schalen empfangen und weitergeben, lediglich Symbole dafür sind, dass Jesus unsere Gebete empfängt, genauso wie es bei Gott der Fall ist.</p>
<p style="text-align: justify">Gleichzeitig sollten wir jedoch beachten, dass dem Engel in <strong>Kapitel 8</strong> "Weihrauch" gegeben wird, und wir müssen uns erneut fragen, "wer" diesem Engel den Weihrauch gibt, damit er vor Gott verbrennt. Wenn es Gott selbst ist, der den Weihrauch am Thron gibt, vor dem die Engel stehen (Offenbarung 8:2), dann bedeutet das, dass Gott der direkte Besitzer des Gebets ist, der es an andere weitergibt, die es dann auf dem Altar opfern, auf dem der Hohepriester Jesus steht (Hebräer 4:14).</p>
<p style="text-align: justify">In dieser Hinsicht können wir argumentieren, dass Jesus die Weihrauchgebete empfängt, indem Gott sie in die Schalen der Engel gießt, um sie Jesus, dem Hohepriester, zu übergeben, damit er sie als Rauchopfer auf dem Altar verbrennt, was sehr gut zu den Worten Jesu passt, dass wir eine "direkte" Kommunikation mit dem Vater haben, indem Jesus als unser Vermittler handelt und unsere Gebete vor ihm heiligt.</p>
<p><span style="font-size: 12pt"><strong>Fazit</strong></span></p>
<p style="text-align: justify">Wir sehen, dass es sowohl starke Argumente für als auch gegen das Beten oder Reden mit Jesus gibt. Jeder Christ sollte diese Verse sorgfältig und unter Gebet (was ein wenig ironisch klingt) betrachten und nach seinem Gewissen entscheiden, ob er es für angemessen hält, zu beten oder mit Jesus und dem Vater zu sprechen oder nicht.</p>
<p style="text-align: justify">Wir sollten uns an die direkten Gebote Jesu erinnern.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify"><strong>So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel.</strong> Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Das Brot, das wir nötig haben, gib uns heute! Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben haben jenen, die an uns schuldig geworden sind. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. <strong>– Matthäus 6:9-13 Züricher</strong></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify">Insgesamt scheint es mir, dass das Gebet an Gott, den Vater, gerichtet werden sollte. Das muss uns aber nicht davon abhalten, den Sohn zu preisen und zu ehren. Wir erkennen seine königliche Stellung über uns und die Dinge, die er für uns getan hat, an und achten sie.</p>
<p style="text-align: justify">In unseren Gebeten zu Gott dürfen wir nicht nur unseren Vater preisen, sondern auch darum bitten, dass unser Herr und Erlöser, Jesus, der Gesalbte, weiß, dass er unsere Ehre, Unterwerfung, unseren Dank und Respekt hat. Alles aber in seiner Ordnung (1. Korinther 11:3).</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify">"Ich will aber, dass ihr begreift, dass das Haupt eines jeden Mannes  Gesalbte , und das Haupt der Frau ist der Mann, und das Haupt  Gesalbten  Gott.... alle den Sohn ehren werden, wie sie auch den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht, der ihn gesandt hat... Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Erlösers Jesus  Gesalbten. Ihm gebührt die Ehre jetzt und in Ewigkeit! Amen". <br />1. Korinther 11:3; Johannes 5:23; 2. Petrus 3:18</p>
</blockquote>
<p> </p>]]></content:encoded>
						                            <category domain="https://beroeans.info/community/lehren/">Fragen und Lehren</category>                        <dc:creator>φιλαλήθης</dc:creator>
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